Markenstrategie 5: Markengemeinschaft gründen

7. Januar 2014

Starke Marken zeichnen sich durch eine starke Markengemeinschaft aus

Das Prinzip der Gemeinschaft, die starke Marken hervorrufen, lässt sich am besten mit Fußballvereinen (beispielsweise Bayern München), die ja durchaus eine Marke sind, verdeutlichen. Denn jeder Fan schwört auf seinen Verein, verteidigt ihn und hält ihm die Treue. Nach dem Motto „Masse zieht Masse“ an, ziehen starke Marken Menschen in den Bann. Der Einzelne will dazugehören.

  Markengemeinschaft bilden

Markengemeinschaft gründen: Ein Muss Ihrer starken Markenstrategie

Übertragend auf das eigene Produkt stellen sich natürlich folgende Fragen:

  • Wie kann Ihre Marke eine Gemeinschaft gründen?
  • Wie kann es gelingen, dass (weitere) Kunden zur Markengemeinschaft gehören möchten?
  • Wie kann die Marke Anziehungskräfte entwickeln, so dass der Effekt „Masse zieht Masse“ an, eintritt?


Ihre starke Markenstrategie benötigt zur Bildung einer Markengemeinschaft das Fundament, der vorausgegangenen Markenstrategie-Bausteine:

  1. Das Herausarbeiten und Hervorheben der Alleinstellungsmerkmale. Denn der Kunde will wissen, was ist besonders an dieser Marke.

  2. Das Schaffen von Wiedererkennung. Denn die Marke soll für den Kunden leicht und mühelos wiederzuentdecken sein – vom Design, der Werbung bis hin zum Behavioral Branding der Mitarbeiter, die die Merkmale der Marke erlebbar machen.

  3. Vertrauen in die Leistungen der Marke herstellen. Denn das positive Vorurteil – beispielsweise „Nivea schützt die Haut“ – muss immer wieder bestätigt werden, damit das Vertrauen des Kunden erhalten bleibt.


Sind diese Komponenten erfüllt, können die folgenden Maßnahmen zur Errichtung und Pflege einer Markengemeinschaft regelmäßig umgesetzt werden.

 

Markengemeinschaft gründen: 3 Maßnahmen für Ihre starke Markenstrategie

Maßnahme 1: Weiterempfehlen lassen

Jede Kundenempfehlung ist viel wert. Nicht allein, weil Sie dadurch einen potenziellen Neukunden gewinnen können, sondern auch weil sich dadurch eine Markengemeinschaft aufbaut – langsam, aber kontinuierlich. Damit dies gelingt, sollten Sie drei Dinge tun:



  1. Leistung erbringen. Ihre Leistung muss stimmen (Sie sehen Ihre Leistung wird beim Thema Marke zum Brennpunkt!). Kein Kunde empfiehlt ein Unternehmen, mit dessen Leistung er unzufrieden ist.

  2. Kundenempfehlung vergüten. Motivieren Sie Ihre Kunden eine Weiterempfehlung auszusprechen, indem Sie Prämien (wie MP3-Player) oder einen Bonus (z.B. 100 Euro) anbieten.

  3. Gründe zum Weiterempfehlen bieten. Jeder Kunde will Sie weiterempfehlen – und zwar aus 5 Gründen. Erleichtern Sie es ihm, mindestens einen Grund zu finden, warum er Sie immer wieder empfehlen soll.

 

Maßnahme 2: Bewertungen aufgreifen

Kunden lieben es sich mitzuteilen. Nicht nur im Freundeskreis, sondern dank des Internets auch auf den Bewertungsportalen: Yelp (früher Qype), myhammer oder golocal, um nur einige zu nennen. Greifen Sie dieses kostenlose Kundenfeedback auf, indem Sie sie mit Ihrer Webseite verlinken.

 

Geben Sie Ihrem Kunden jedoch auch die Möglichkeit, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung – kurzum Ihre Marke – auf Ihrer Webseite zu bewerten. Bitten Sie um Feedback, das Sie selbstverständlich unzensiert einstellen.

 

Maßnahme 3: Community – die Gemeinschaft – bedienen

Starke Marken wie IKEA, VW oder Lady Gaga machen es vor. Die Marke wird für die Community – die Gemeinschaft - mit Leben gefüllt. Denn die Marke ist ja längst mehr als nur das Produkt.

 

Initiieren Sie deshalb Erlebnisse, die die Gemeinschaft stärkt. Sei es, indem Sie

  • Events wie der „Tag der offenen Tür“ organisieren.
  • Werbeartikel verschenken.
  • Newsletter, offline oder online, anbieten.
  • Infos, Tipps und Trends auf Ihrer Webseite verraten oder per Video auf YouTube einstellen.
  • Ihre Community virtuell vereinigen, wie es beispielsweise Coca-Cola mit seinen jährlichen Weihnachtsaktionen macht.
  • News und/oder Gewinnspiele über die sozialen Netzwerke wie Twitter oder Facebook betreiben, um so eine Fan-Markengemeinschaft aufzubauen. 

 

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