Führungsstil-Schlüsselkompetenz 7: Fähigkeit zur Kooperation

6. Januar 2016

Kooperationsfähigkeit = Wettbewerbsfähigkeit 

Kooperationen von Unternehmen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Denn solche Allianzen bringen viele Vorteile. Ob es nun darum geht Marketingstrategien zu bündeln, Know-How auszubauen, von Forschung zu profitieren, den Kundenservice durch weitere Angebote zu vergrößern oder einfach die Kosten gemeinsam zu schultern, Kooperationen lassen Gewinne entstehen. Und der größte Gewinn, der durch Kooperationen zwischen einzelnen Unternehmen sicherlich erzielt wird, ist die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

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Allerdings kann diese Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen nicht einfach so „von oben“ beschlossen werden. Vielmehr sollten Mitarbeiter, Organisationsstrukturen, Managementsysteme und auch die Unternehmenskultur auf die Gründung einer unternehmerischen Interessengemeinschaft vorbereitet werden. Denn für eine Kooperation – eine erfolgreiche – benötigen alle eine gute Kooperationsfähigkeit. Und genau hierbei spielen der Führungsstil und die Führungskultur eine zentrale Rolle.



 

Schlüsselkompetenz Kooperationsfähigkeit: 3 Tipps für den Führungsstil

Tipp 1: Mitarbeiter verstärkt als Mensch betrachten

Kooperationsfähigkeit beginnt bei jedem selbst – so auch bei der Führungskraft. Der Fokus ruht dabei allerdings auf der Kooperation zwischen Führungskraft und Mitarbeitern. Wie ist denn dieser Umgang bisher geprägt? Ist die Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Ebenen als Kooperation anzusehen? Oder ist es ein Gefälle von oben nach unten, bei dem die Führungskraft mehr Macht und Gewicht erhält?

 

Wie immer Sie Ihren persönlichen Führungsstil bisher gestalten, ein Überdenken und Umdenken ist im Zuge des Wandels vorteilhaft. Hierarchien brechen weg. Und dieser zunehmende Wegfall erhöht die Dringlichkeit den eigenen Führungsstil mehr als zuvor auf den „Menschentyp“ des Mitarbeiters auszurichten. So kann es gelingen, eine „wahre“ Kooperation mit dem Mitarbeiter einzugehen, die auf folgenden Merkmalen der Kooperationsfähigkeit aufgebaut ist:

  • Respekt im Umgang miteinander
  • Aufgeschlossenheit gegenüber Ideen und anderen Meinungen
  • Ideen aufgreifen und weiterführen
  • Voneinander lernen
  • Kompromissfähig zu sein
  • Mitverantwortung zu tragen
  • Mitarbeiter unterstützen
  • Sich selbst zurücknehmen
  • hohes Interesse am gemeinsamen Erfolg zeigen

Prüfen Sie einmal, welches Profil Sie über den einzelnen Mitarbeiter angelegt haben. Verfeinern Sie es, um den Menschentyp – wie Alpha-Tier, extrovertiert, kreativ, pragmatisch – herauszuarbeiten. Fragen Sie sich:

  • Welche Eigenschaften zeigt dieser Mitarbeiter?
  • Welche Vorlieben im Umgang mit anderen hat er?
  • Über welchen Charakter verfügt er?
  • Wie können Sie Ihren Umgang mit dem Mitarbeiter hinsichtlich seines Profils noch besser gestalten?

 

Tipp 2: Kooperationen eröffnen

Statt die Interessengemeinschaft ausschließlich auf das Außen – ob Universität, Schulen, andere Betriebe und/oder Unternehmen – zu fixieren, darf die interne Zusammenarbeit gestärkt werden. Zum einen wird so das Aufeinanderzugehen praktiziert und etabliert, zum anderen lohnt es sich, die Starrheit und Grenzen der einzelnen Abteilungen gezielt aufzubrechen, gar zu durchbrechen, um

  • gruppendynamische Prozesse zu eröffnen.
  • die Arbeitsabläufe und somit das Leistungsniveau zu verbessern.
  • den Austausch von Ideen zu stärken.
  • voneinander zu lernen, d.h. was weiß beispielsweise jeder über den Kunden Mustermann.
  • innerhalb dieser internen Kooperation die Daten und Informationen zusammenzutragen, zu koordinieren und beispielsweise eine andere Kundenstrategie zu entwickeln, die wirklich alle mittragen.

 

Überlegen Sie einmal – gerne zusammen mit Ihrem Team und Ihren Mitarbeitern:

  • Welche internen Kooperationen wären sinnvoll?
  • Welche Arbeitsbereiche sollten eine kooperative Zusammenarbeit anstreben?
  • Welche Ziele dürfen mit solchen internen Interessengemeinschaften verfolgt werden?
  • Welche Themen(-schwerpunkte) können auf diese Weise besser diskutiert, realisiert und geändert werden?
  • Wie kann die Schwarmintelligenz angezapft werden, um kooperativ nach neuen Wegen und Lösungen zu suchen?
  • Wie können Sie als Führungskraft als Koordinator auftreten?
  • Was müssten Sie innerhalb der internen Systeme, bei der Führungskultur und Ihrem Führungsstil abbauen? Was dagegen stärken und ausbauen?

 

Tipp 3: Prozess moderieren und anleiten

Unabhängig davon, ob es nun zu einer internen oder externen Zusammenarbeit kommt, gilt es diesen Prozess zu lernen. Denn Kooperationen kriegen Sie nur durch Kooperationen hin, d.h. Ihre Mitarbeiter benötigen eine strukturierte und gezielte Hilfestellung. Überlegen Sie:

  • Wie können Sie diesen Kooperationsprozess moderieren?
  • Was dürfen Sie vorgeben? Wobei sollten und dürfen Sie jedoch nur anleiten?
  • Welche Möglichkeiten, die die Zusammenarbeit bzw. die Interessengemeinschaft ja beinhaltet, dürfen Sie aufzeigen?
  • Wie können Sie das Vertrauen, dass der Kooperationspartner zum Vorteil des Teams bzw. das Unternehmens handelt, stärken? Welche vertrauensfördernden Maßnahmen können Sie durchführen, um so ein positives Kooperationsverhalten zu erzielen?
  • Wie gestalten Sie diese Prozessführung? Wie richten Sie hierfür Ihren Führungsstil aus?

 

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