Führungsstil- Schlüsselkompetenz 5: Corporate Social Responsibility leben

6. Januar 2016

Corporate Social Responsibility im Unternehmen – ein Schlüsselfaktor für gute Führung

Die befragten Führungskräfte der Studie „Führungskultur im Wandel“ setzen auch in puncto Stakeholder neue Schwerpunkte: „Die Stakeholder-Perspektive des Ausgleichs der Ansprüche und Interessen von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen nimmt einen wachsenden Raum ein“. Somit rückt Corporate Social Responsibility – kurz CSR genannt – in Unternehmen in den Fokus. Unternehmen beginnen sich als ein Teil eines Systems, eines gesellschaftlichen Systems, zu verstehen, indem

  • zwischen den einzelnen Stakeholdern, seien es Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner, Nachbarschaft, Kommunen und Interessengruppen, und dem Unternehmen ein wechselseitiger Einfluss besteht.
  • jeder seinen Anteil an sozialer Verantwortung und gesellschaftlicher Solidarität zu tragen hat.
  • Corporate Citizenship zu einem Kerngedanken der Corporate Identity wird.

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Obwohl dieser Gedanke kaum als „neu“ bezeichnet werden kann, darf sich mit diesem Wert erneut auseinandergesetzt werden – und zwar auf allen Ebenen des Unternehmens, nicht allein der der Geschäftsführung und/oder der Marketingabteilung. Führungskräfte sind hier besonders gefragt: Zum einen als Vorbild und Initiator, zum anderen als realisierende Person. Die eigene Führungskultur – und somit der Führungsstil – werden auch zur Messlatte für ein erfolgreiches CSR. 

 

Schlüsselkompetenz des Führungsstils: Corporate Social Responsibility umsetzen

Tipp 1: CSR beginnt beim Mitarbeiter

In der Regel befassten sich vergangene CSR-Strategien mit sozialen Aktionen im Außen. Nach dem Prinzip des Corporate Giving wurden Vereine gesponsert, großzügige Spenden an Organisationen überreicht oder Kulturelles unterstützt. Leider wurde dabei meist die soziale, gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens zu wenig auf den Status „Arbeitgeber“ übertragen – Mitarbeiter gingen „leer“ aus.

 

Ein Umbruch hat hier stattgefunden. Die soziale und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen beginnt mehr denn je im Unternehmen selbst. Typische Beispiele sind hierfür ein eigener Betriebskindergarten oder mit Kitas in der Umgebung Verträge abzuschließen.

 

Die unternehmerische Verantwortung darf hinsichtlich der eigenen Belegschaft jedoch kreativ freigesetzt werden. Diskutieren Sie – am besten mit Ihren Mitarbeitern – folgende Fragen:

  • Was wünscht sich die Belegschaft zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ von Seiten des Unternehmens?
  • Wie kann das Unternehmen ein Mehr an sozialer Verantwortung gegenüber dem Mitarbeiter zeigen?
  • Welche Maßnahmen wären hier sinnvoll? Weiterbildung? Diversity Management? Förderung 50plus?



 

Tipp 2: Unternehmenswerte sind die Triebkraft für CSR

CSR und Unternehmenskultur müssen zusammenpassen. Die Unternehmenswerte sind die Basis, um zu entscheiden, wie die eigene Corporate Social Responsibility gelebt werden soll. Nicht immer findet hier ein harmonisches Miteinander statt. So wird zwar beispielsweise der Fußballverein wegen seinem hohen Anteil an Migrationskindern gefördert, intern jedoch liegt die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiter im Argen.

 

Fragen Sie sich:

  • Welche CSR wird im Außen präsentiert?
  • Welche Unternehmenswerte werden durch diese befriedigt? Welche werden nicht erfüllt?
  • Welche Übereinstimmung oder Diskrepanz finden sich zwischen der CSR-Strategie und der tatsächlich gelebten Unternehmenskultur? Welche Ursachen gibt es hierfür?
  • Was ist Ihr Rezept innerhalb Ihres Führungsstils, um die Unternehmenswerte in Ihrem Tun und in Ihrem Team zu integrieren?
  • Wie gelingt es Ihnen zwischen den Unternehmenswerten und der CSR eine Harmonie herzustellen?
  • Welche soziale Verantwortung leiten Sie aus den Unternehmenswerten ab?

 

Tipp 3: Corporate Social Responsibility Beispiele

Voneinander lernen unterstützt Sie und Ihr Unternehmen bei der Umsetzung. So manches Beispiel dient als Impulsgeber. Informieren Sie sich auf der Webseite „Zukunft Mittelstand“ über die Best Practices anderer Unternehmen – und setzen vielleicht selbst das eine oder andere um. 

 

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