Mitarbeitermotivation-Irrtum 4: Eine gute Führungskraft motiviert alle

1. August 2013

Jeden Mitarbeiter motivieren – für eine gute Führungskraft kein Problem

Als Führungskraft stellen Sie natürlich Ansprüche an Ihren Führungsstil. Sie haben eine konkrete Vorstellung darüber, welche Eigenschaften eine gute Führungskraft besitzen sollte. Neben typischen Führungseigenschaften wie zu delegieren, zu kommunizieren, werden Sie zweifelsfrei auch die Ambition haben, Ihre Mitarbeiter zu motivieren – und zwar alle Mitarbeiter in gleichem Ausmaße.

 

Nur werden Sie mit diesem Anspruch innerhalb Ihrer Mitarbeitermotivation an Ihre Grenzen stoßen. Es ist einfach unmöglich, alle in gleichem Ausmaße – und vor allem mit den gleichen Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation – motivieren zu können. Denn jeder Mensch – und somit Mitarbeiter – ist verschieden, d.h. Sie werden mit dem einen oder anderen Mitarbeiter müheloser interagieren können, als mit einem dritten. Und dies wirkt sich auch auf die Motivation von Mitarbeitern aus.

 

Überdenken Sie Ihren Anspruch alle Mitarbeiter motivieren zu können.

 

Gute Führung = Gute Mitarbeitermotivation

Verabschieden Sie sich ab heute als Führungskraft von diesem Irrtum. Akzeptieren Sie Ihre eigenen Grenzen. Fragen Sie sich:

  • Wie kann es Ihnen gelingen, den Anspruch „Alle Mitarbeiter stets motivieren zu können“ loszulassen? Mit welchen Befürchtungen heißt es sich auseinanderzusetzen? Welche Freiheit kann dadurch aber auch gewonnen werden?
  • Welche Mitarbeiter können Sie mühelos motivieren?
  • Auf welche Weise motivieren Sie diese Mitarbeiter?
  • Welche Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation wenden Sie, wann, wie und bei wem an?
  • Welche Mitarbeiter sprechen auf Ihre Motivationsstrategien kaum oder gar nicht an?
  • Welche Reaktionen erhalten Sie stattdessen?
  • Worauf führen Sie diesen Misserfolg zurück?
  • Womit könnten Sie diesen Mitarbeiter stattdessen motivieren? Welche Bedürfnisse äußert er Ihnen gegenüber?
  • Auf welche Weise sollten Sie Ihren Führungsstil anpassen? Was sollten Sie einbauen? Was sollten Sie unterlassen? Was sollten Sie öfters als Motivationsstrategie anwenden?

 



Haben wir Ihr Interesse geweckt? Hier finden Sie die 4 weiteren Irrtümer:

 

Mitarbeitermotivation-Irrtum 1: Monetäre Anreize für Mitarbeiter schaffen 

Mitarbeitermotivation-Irrtum 2: Anerkennung allein motiviert 

Mitarbeitermotivation-Irrtum 3: Schlechte Nachrichten schaden 

Mitarbeitermotivation-Irrtum 5: Einheitliche Motivationsstrategie 

Monetäre Anreize als Mitarbeitermotivation sind ein Motivationsinstrument mit nur kurzfristig anhaltender Wirkung. Hinterfragen Sie deshalb diesen Irrtum. mehr
Mitarbeitermotivation sollte individuell angepasst werden. Verabschieden Sie sich deshalb von dem Irrtum, eine einheitliche Motivationsstrategie würde schon motivieren. mehr
Anerkennung ist ein wichtiges Mitarbeitermotivations-Instrument, jedoch nicht die Motivationsspritze, wie jede Führungskraft denkt. mehr
Schlechte Nachrichten senken die Mitarbeitermotivation – dies ist ein großer Irrtum. Viel schlimmer ist Heimlichtuerei. mehr
Die Anzahl der innerlich gekündigten Mitarbeiter steigt jährlich. Prüfen Sie deshalb, ob Sie einem der 5 größten Irrtümer bei der Mitarbeitermotivation unterliegen. mehr