Wie Sie die 3 wichtigsten Fragen im Vorstellungsgespräch meistern

28. Januar 2011

Die erste Hürde haben Sie bereits gemeistert. Ihre Bewerbung hat überzeugt – Sie wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Zweifelsfrei sind Sie auch dafür gut vorbereitet.

 

Die 3 wichtigsten Fragen im Vorstellungsgespräch

Sie wissen, was Sie zu dieser Gelegenheit tragen sollten, wissen, wie Sie sprachlich auftreten möchten und haben sich Antworten zu den häufigsten Fragen überlegt. Es gibt allerdings 3 Fragen, die so offensichtlich sind, das sie gerne in der eigenen Vorbereitung vergessen werden. Obwohl es sowohl die 3 wichtigsten, als auch die schwierigsten Fragen sind.

 

Die 3 wichtigsten Fragen im Vorstellungsgespräch:


Frage Nr. 1: Erzählen Sie mir etwas über sich. Wie würden Sie sich beschreiben?

Mit Ihrer Antwort setzen Sie den Rahmen für das weitere Vorstellungsgespräch. Denn Sie teilen mit, wie Sie sich selbst sehen und einschätzen, was für Sie wichtig ist, was Sie möchten und welche Ziele Sie haben. Im Klartext: Sie erzählen Ihre Geschichte. Deshalb sollten Sie bei dieser Frage niemals nur Ihren bisherigen beruflichen Werdegang wiedergeben – dieser ist dem Personalleiter dank Ihrer Bewerbung und Ihrem Lebenslauf bestens bekannt –, sondern eine Antwort liefern, die Ihrem Gegenüber etwas über Sie als Mensch erzählt und aufzeigt, warum Sie für diese Position der einzig wahre Kandidat sind.

 

Überlegen Sie bei Ihrer Vorbereitung:

  • Welche Eigenschaften und Stärken heben Sie hervor?
  • Welche Schwächen geben Sie zu?
  • Worauf lenken Sie die Aufmerksamkeit? Was wollen Sie in der Antwort unbedingt hervorheben – vielleicht durch ein Wiederholen?
  • Welches Bild wollen Sie Ihrem Gegenüber von sich als zukünftigen Mitarbeiter geben?

 

Frage Nr. 2: Wie sehen Ihre Gehaltsvorstellungen aus?

Geben Sie keine direkte Antwort. Denn Sie wissen schließlich nicht, welchen monetären Wert diese Position für das Unternehmen hat. Setzen Sie dann zu hoch an, haben Sie vielleicht Ihre Chance auf die Einstellung vertan. Setzen Sie dagegen zu niedrig an, verkaufen Sie sich unter Wert. Spielen Sie den Kommunikationsball an den Personalleiter zurück. Antworten Sie höflich und selbstbewusst: „Die Entscheidung, wie viel Wert Ihnen diese Position ist, liegt nicht in meinen Händen. Wie sehen denn Ihre Gehaltsvorstellungen für diese Position aus?“

 

Seien Sie beharrlich, d.h. überlegen Sie sich mindestens 10 verschiedene Varianten, damit Sie diese Position vertreten können. Tappen Sie nicht in die Falle „Wir orientieren uns an den Vorstellungen unserer zukünftigen Mitarbeiter“. Denn jedes Unternehmen arbeitet mit einem Personalbudget und weiß, wie viel es für eine bestimmte Position bezahlen wird und kann. Deshalb kann und sollte es diese Zahl auch offen aussprechen.

 

Frage Nr. 3: Haben Sie noch Fragen an mich?

Eine beliebte Antwort kurz vor Ende des Vorstellungsgespräches - auf die es im Grunde nur eine Antwort gibt: „Nein“. Denn Ihre Fragen sollten Sie längst gestellt haben. Warten Sie also nicht bis Sie aufgefordert werden, Ihre Fragen zu stellen. Stellen Sie diese – von Beginn an. Denn nicht Sie allein wollen sich verkaufen, sondern das Unternehmen verkauft sich auch. Klären Sie also selbstbewusst ab, was Sie wissen müssen, um sich für das Unternehmen entscheiden zu können.



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