Gezielt Ihr Problem lösen: Stellen Sie sich 5 Fragen

4. September 2013

Beim Problem-lösen hilft eins: Fragen stellen

Probleme treten immer wieder auf. Ob Sie frustriert im Job sind, sich über Ihren Kollegen geärgert haben oder mit den Entscheidungen im Team nicht einverstanden sind. Vielleicht sehen Sie sich auch immer wieder den Macken Ihres Vorgesetzten ausgeliefert. In solchen Situationen wächst natürlich Ihr Wunsch, das Problem zu lösen.

 

Stellen Sie sich 5 Fragen für Ihre Problemlösung.  

Und so stellt sich Ihnen die Frage: Welche der vielen Methoden zur Problemlösung sollen Sie auswählen? Abhängig vom jeweiligen Problem empfiehlt es sich, mit nur 5 Fragen Ihr Problem zu fokussieren, zu bewerten und um anschließend eine Lösungsstrategie zu entwickeln, die Ihren persönlichen Kompetenzen und Ressourcen entspricht.

 

Probleme lösen – mit nur 5 Fragen

 

Frage 1: Inwieweit haben Sie die Kontrolle über das Problem bzw. die unbefriedigende Arbeitssituation?

Beantworten Sie diese Frage bitte nicht einfach mit einem „Ja/Nein“. Listen Sie konkret auf, wie weit sich Ihre Kontrolle erstreckt. Was können Sie wie weit kontrollieren? Was unterliegt dagegen nicht mehr Ihrer Kontrolle (beispielsweise die Reaktion des Kollegen oder Vorgesetzten)?



 

Frage 2: Verfügen Sie über die notwendigen Mittel, um die gewünschte Veränderung herbeizuführen?

Konzentrieren Sie sich bei Ihrer Antwort auf folgende Bereiche:

  • Ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen und Ressourcen
  • Ihre Funktion im Unternehmen
  • Ihr Verantwortungsbereich
  • die betrieblichen Ressourcen, die Ihnen zur Verfügung stehen

 

Fragen Sie sich zusätzlich: Stehen Ihnen in allen Bereichen die benötigten Mittel zur Verfügung? Falls nein, was müssten Sie sich noch beschaffen? Oder was müssten Sie durch Coaching oder Weiterbildung erlernen?

 

Frage 3: In welchem Umfang werden Ihre Bemühungen eine Veränderung bewirken?

Konkretisieren Sie, welches Lösungsziel realistisch ist. Lassen Sie Illusionen und Wünsche, die sich nicht erfüllen lassen, weil es nicht in Ihrer Macht liegt, los.

 

Frage 4: Mit welchen betrieblichen Blockaden und Behinderungen müssen Sie bei der Realisierung Ihrer Veränderung rechnen?

Listen Sie alles auf, was Ihnen hier einfällt. Sei es die Bürokratie im Unternehmen. Oder die Hierarchie, die eine schnelle Lösung ausbremst. Vielleicht ist auch der Etat bereits verplant. Überlegen Sie sich zu jeder Blockade Lösungsideen, die Sie Ihrem Vorgesetzten geschickt verkaufen können. Denn jede kreative Problemlösung und Idee muss auch „verkauft“ werden.

 

Frage 5: Wird Ihre Problemlösung und Lösungsstrategie bei Ihrem Vorgesetzten und Ihren Kollegen Zustimmung finden?

Bereiten Sie sich gut vor. Überlegen Sie, welche Einwände Ihr Vorgesetzter haben kann und mit Hilfe welcher Argumentationen Sie diese entkräften könnten. Halten Sie sich dabei an die 10 Regeln für eine überzeugende Argumentation - dann kann nichts mehr schiefen gehen.

 

Prüfen Sie aber auch, mit welchen (unbewussten) Widerständen Sie beispielsweise von Seiten Ihrer Kollegen rechnen könnten. Führen Sie hierfür einen psychologischen Okologie-Check durch. Denn dadurch können Sie auch erkennen, ob diese potenziellen Widerstände bei Ihnen selbst unbewusst Vorbehalte auslösen.

 

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