Veränderungen managen - Warum Ihnen das 4-Phasen Modell bei Ihren Mitarbeitern weiterhilft

28. Januar 2019

Jede Form der Veränderung durchläuft 4 Phasen. Machen Sie sich mit diesen vertraut. Denn für Sie als Führungskraft bedeutet jede Phase: Sie müssen Ihre Mitarbeiter mit unterschiedlichen Führungsmaßnahmen lenken. Nur so können Sie den aufkommenden Widerstand minimieren.

 

Die 4 Phasen der Veränderung – und was diese für Sie als Führungskraft bedeuten

Phase 1: Erste Euphorie oder Schock

 

Euphorie oder Schock?

Abhängig von der Art der Veränderung, die angestrebt wird, stellen sich spontan emotionale Reaktionen ein:

  • Begeisterung bis hin zur Euphorie, bei der der einzelne Mitarbeiter am liebsten gleich mit der Umsetzung beginnen möchte.
  • Verunsicherung bis hin zu Schock. Die Mitarbeiter werden bei dieser Reaktion eher dazu tendieren, passiv zu verharren und abzuwarten. Im schlimmsten Falle sitzt der Schock so tief, dass ein Leistungsabfall droht und der einzelne Mitarbeiter wie gelähmt erscheint.

 

Was Sie tun sollten:

Wirken Sie beruhigend ein – in beiden Fällen. Stellen Sie einen Bezug zur Realität her. Sei es darauf hinzuweisen, dass noch ein langer Weg vor allen liegt oder um den Schock zu mindern, dass viele Möglichkeiten ausgelotet werden, bevor die endgültige Entscheidung gefällt wird.

 

Phase 2: Die Verneinung

Die Veränderung mit ihren Auswirkungen wird ausgeblendet. Auch Sie als Führungskraft unterliegen dieser Phase, d.h. Sie verleugnen vielleicht, dass Sie sich mit dem Widerstand der Mitarbeiter auseinandersetzen müssen.

 

Was Sie tun sollten:

Achten Sie auf Aussagen wie „Ach, so schlimm wird es nicht“ oder „Mal sehen, ob diese Veränderung überhaupt durchgezogen wird“. Sprechen Sie solche Botschaften an. Klären Sie in gesonderten Meetings, welche Auswirkungen die Mitarbeiter befürchten und wie mit diesen positiv umgegangen werden kann.

 

Phase 3: Das Ausprobieren

Die Akzeptanz tritt ein. Jeder probiert nun das Neue aus. Es wird sich auf die Veränderung eingelassen.

 

Was Sie tun sollten:

Stehen Sie Ihren Mitarbeitern als Coach beiseite. Unterstützen Sie den einzelnen Mitarbeiter oder das Team bei dem Erlernen neuer Fähigkeiten. Stärken Sie die Motivation, indem Sie öfters als sonst loben. Suchen Sie gemeinsam nach Lösungen, sobald Probleme auftreten.

 

Phase 4: Die Verinnerlichung

Dier Veränderung ist gelungen. Die neuen Strukturen oder Handlungsweisen werden zur Routine.

 

Was Sie tun sollten:

Feiern Sie diesen Augenblick. Denn es ist wichtig, dass Ihre Mitarbeiter im Bewusstsein verankern: „Wir haben es geschafft.“ Dadurch ebnen Sie den mentalen Boden für zukünftige Veränderungsprozesse, weil Sie stets an diesen positiven Verlauf anknüpfen können.

 



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