Personalstrategie - Beim Personaleinsatz sollten Sie nicht ausschließlich auf befristete Verträge setzen

29. März 2010

Auf den ersten Blick eine gute Unternehmenslösung: Neue Mitarbeiter nur befristet einzustellen. Auf Dauer schaden Sie damit allerdings nicht nur der Gesellschaft, sondern auch dem eigenen Unternehmen. Denn eine Bindung neuer, herausragender Mitarbeiter-Talente gelingt so kaum.

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Und so manche HR-Abteilung in deutschen Unternehmen hat diese Lösung im letzten Jahr angewandt: Jede zweite Neueinstellung war im ersten Halbjahr 2009 nur befristet. Vor allem Frauen, Berufsanfänger und junge Arbeitnehmer waren von dieser Regelung betroffen. Flexible Personalpolitik in wirtschaftlich schlechten Zeiten erhöht einfach den Spielraum bei den Personalkosten schnell reagieren zu können. Allerdings sollten dabei auch die nachteiligen Auswirkungen im Fokus bleiben:

  • Längerfristig haben Sie nicht in den Aufbau und die Bindung junger Mitarbeitertalente investiert. Folge: Ihnen fehlen in der Zukunft die wichtigen Fachkräfte. Volkswirtschaftlich besteht auch die Gefahr, dass immer weniger junge Leute, die keine sichere Existenz haben (also nur befristete Verträge), keine Familie gründen,
  • Mittelfristig fehlen Ihnen der Input, die Kreativität und die Fähigkeiten dieser Mitarbeiter. Wettbewerbsvorteile zu erzielen, die durch das Freisetzen der Mitarbeiterpotenziale entstehen, wird so stark reduziert.
  • Kurzfristig haben Sie eine Arbeitskraft, die Sie einsetzen können. Durch die Befristung der Einstellung riskieren Sie allerdings auch, dass derjenige von Ihren Stamm-Mitarbeitern eher als Aushilfe, statt als vollwertige Kraft angesehen wird. Reibungsverluste können entstehen.

 

Überlegen Sie bei dieser Personalstrategie:

  • Wie können Sie diese Mitarbeiter trotz der Befristung bestmöglich in Ihre Abteilung integrieren?
  • Wie können Reibungsverluste zwischen Stamm-Mitarbeitern und neuen Mitarbeitern reduziert werden?
  • Wie können Fähigkeiten bei diesem Mitarbeiter in dieser kurzen Zeit erkannt, freigesetzt und genutzt werden?
  • Wie müssen Projekte und Aufgaben delegiert werden?
  • Wie kann die Einarbeitungszeit so effektiv wie nur möglich gestallt werden, um den neuen Mitarbeiter schnell mit wichtigen Aufgaben betrauen zu können?


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