Unternehmenserfolg steigern: Engagierte Mitarbeiter sind ein Muss

5. Juni 2012

Unternehmenserfolg steigern: Engagierte Mitarbeiter sind ein Muss 

 

Engagierte Mitarbeiter sind in der Minderheit…

Jedes Unternehmen braucht sie für den eigenen Unternehmenserfolg: Engagierte Mitarbeiter. Doch die Realität sieht anders aus. Jeder vierte Mitarbeiter hat innerlich gekündigt wie Gallup Deutschland in seinem „Engagement Index 2011“ veröffentlicht hat. Auch der Blick über den großen Teich, in die USA, zeichnet kein besseres Bild, wie das amerikanische Institut NBRI (National Business Research Institute, Inc.) anschaulich in seiner Grafik darstellt:

  • 3 Prozent der amerikanischen Mitarbeiter sind ständig auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz.
  • 33 Prozent denken darüber nach, zu kündigen.
  • 55 Prozent sind sich absolut sicher, dass sie kündigen werden
  • und nur ganze (schlappe) 3 Prozent sind zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz und ihrem Job.

 

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Ein erschreckendes Ergebnis, das nicht allein auf die Hire-and-fire Mentalität der Amerikaner, die nach unseren deutschen Wertvorstellungen keine Unternehmensbindung aufkommen lässt, zurückzuführen ist. Denn wäre dies die Ursache für diese niedrige Prozentzahl an engagierten Mitarbeitern, müsste Deutschland ja eine hohe Prozentzahl an engagierten Mitarbeitern vorweisen können. Dies ist aber, wie die Gallup Studie „Engagement Index 2011“, beweist nicht der Fall:

  • 23 Prozent der Mitarbeiter haben in Deutschland innerlich gekündigt.
  • 63 Prozent (!) machen Dienst nach Vorschrift
  • und nur 14 Prozent verfügen über eine emotionale hohe Bindung zum Unternehmen und können somit als engagierte Mitarbeiter eingestuft werden.

 

Leider ist dies kein einmaliger Trend, der als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise, in der Mitarbeiter Kurzarbeit machten oder auf Lohnerhöhungen verzichteten, zurückzuführen ist. Vielmehr verharrt die emotionale Mitarbeiterbindung – und damit die Anzahl der engagierten Mitarbeiter – seit Jahren auf niedrigem Niveau.

 

…und der Unternehmenserfolg leidet

Solch niedriges Niveau hat natürlich Folgen auf das Unternehmen und seinen Unternehmenserfolg, aber auch auf die gesamte Volkswirtschaft. Denn wenn insgesamt 86 Prozent der Belegschaft sich wenig oder gar nicht engagieren, büßt jedes Unternehmen seine Produktivität ein – und zwar auf vielfältige Weise: Wenig engagierte Mitarbeiter

  • zeigen eine geringere Eigeninitiative, so dass ständig von außen mit Anweisungen und Kontrolle die Arbeit vorangetrieben werden muss.
  • weisen ein schwächeres Verantwortungsbewusstsein auf, wodurch Fehler, Probleme und Schwierigkeiten oftmals ignoriert werden bis es „richtig brennt“.
  • erbringen eine klägliche und kärglichere Leistungsbereitschaft, so dass Aufgaben unzufriedenstellend erledigt werden.
  • setzen keine Ideen frei, die dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorsprung garantieren würden.
  • verschlechtern mit ihrer Einstellung und inneren Haltung das Betriebsklima und sorgen manches Mal durch negative Mundpropaganda, d.h. schlechtes Reden über das eigene Unternehmen, für einen Imageschaden. 



  

Der Unternehmenserfolg wird somit nicht nur drastisch geschmälert, sondern wenig engagierte Mitarbeiter kosten das Unternehmen jedes Jahr viel Geld. Denn wenig engagierte Mitarbeiter, also Mitarbeiter ohne emotionale Bindung an das Unternehmen, verbuchten im Schnitt 3,5 Fehltage mehr als engagierte Mitarbeiter. Allein diese Fehltage kosteten die deutsche Wirtschaft 10,5 Milliarden Euro im Jahr 2011.

Müsste jetzt einem Mitarbeiter gekündigt werden, kämen weitere Kosten auf das Unternehmen hinzu. Das amerikanische Institut NBRI beziffert die Kosten für das Ersetzen eines Mitarbeiters auf 10% bis 30% des jährlichen Brutto-Gehalts, das der Mitarbeiter bezogen hat. In Deutschland dürften es noch höhere Zahlen sein, wird in Betracht gezogen, dass der einzelne Mitarbeiter Arbeitslosengeld bezieht, weniger Steuern und weniger Sozialabgaben bezahlt. So ist es kaum verwunderlich, dass der gesamtwirtschaftliche Schaden in Deutschland durch die innere Kündigung (und dessen Folgekosten der realen Kündigung) erheblich sind: Dieser Schaden beträgt jährlich zwischen 112,3 und 124,0 Milliarden Euro.

 

Geringer Unternehmenserfolg und wenig engagierte Mitarbeiter sind hausgemacht

Diese Zahlen kann allerdings jedes Unternehmen ändern. Denn die Ursachen für Dienst nach Vorschrift bis hin zur inneren Kündigung gehen auf Defizite in der Personalführung zurück. Das größte Defizit zeigen hierbei die direkten Vorgesetzten, die in ihrem Führungsverhalten die elementaren Bedürfnisse und Erwartungen der Mitarbeiter nicht erfüllen. Solche elementaren Bedürfnisse sind Ihnen als Führungskraft wohl bekannt:

 

Hinterfragen Sie als Führungskraft deshalb unbedingt Ihr Führungsverhalten – und zwar gegenüber jedem Mitarbeiter in Ihrem Team und/oder Ihrer Abteilung. Denn den Unternehmenserfolg bestimmen Sie durch Ihren Führungsstil maßgeblich mit.

 

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