Empowering: Erhöhen Sie das Beurteilungsvermögen Ihrer Mitarbeiter

20. November 2009

Durch gezieltes Erhöhen des Beurteilungsvermögens stärken Sie die Kompetenzen und steigern die Entscheidungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter.

 

Empowering - Beurteilungsvermögen der Mitarbeiter erhöhen

Mitarbeiter zu führen kostet Zeit. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Mitarbeitern Instrumente an die Hand geben, durch die Diese mittel- und langfristig eigenständiger werden. Eins dieser Instrumente ist die Erhöhung des Beurteilungsvermögens Ihrer Mitarbeiter. Dadurch

  • lernt Ihr Mitarbeiter, die Faktoren und Schritte kennen, die zur Bewältigung der einzelnen Aufgaben und Projekte benötigt werden.
  • werden die Kompetenzen des Mitarbeiters gestärkt. Ihr Mitarbeiter erhält so bewertbare Kriterien, die ihn eigenständiger handeln lassen.
  • steigert sich das Verantwortungsbewusstsein des Mitarbeiters. Er kann einschätzen, ob die Bewältigung der Aufgabe korrekt verläuft.
  • wird der Mitarbeiter befähigt, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Tritt dann ein Problem auf, kann er dank der Beurteilungskriterien Lösungen wählen und sich für eine entscheiden.
  • werden Entscheidungen und Beurteilungen von Ihrer Seite transparenter. Der Mitarbeiter kann nun bestens nachvollziehen, wie Sie zu Ihrem Ergebnis gelangt sind.
  • werden Voraussetzungen für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) geschaffen.
  • werden Sie bei Ihren Aufgaben entlastet, die Delegation von Aufgaben wird erleichtert und so gewinnen Sie mehr Zeit.

 



Teilen Sie die Aufgaben systematisch ein

Ohne Faktoren, die Ihre Mitarbeiter nachvollziehen und zur Beurteilung heranziehen können, werden sie nicht in die Lage versetzt, Prozesse (richtig) zu beurteilen. Es ist Ihre Aufgabe, diese Faktoren, auch in Zusammenarbeit mit Ihrem Team festzulegen. Gehen Sie systematisch vor, um sicher zu stellen künftig nicht für gleiche (oder ähnliche) Aufgaben erneut Beurteilungskriterien festlegen zu müssen.

Überlegen Sie sich, welche Aufgaben

  • Routineaufgaben sind und damit regelmäßig wiederkehren. Dank der Beurteilungsfaktoren bleibt der Standard der Ausführung erhalten. Die Gefahr von Fehlern wird so minimiert. Denn das routinierte Arbeiten kann jetzt eigenständig kontrolliert werden.
  • nicht nur von einem einzelnen Mitarbeiter ausgeführt werden, sondern zum Aufgabenrepertoire des gesamten Teams gehören. Checklisten bieten hierbei allen Unterstützung bei der Beurteilung. Diese dienen auch bei Teamdiskussionen beispielsweise zum Thema KVP als Grundlage.
  • bis zur Abgabe bzw. Fertigstellung von mehreren Mitarbeitern bearbeitet werden. Die Beurteilungsfaktoren müssen dabei sicherstellen, dass das Zuarbeiten erleichtert wird. Jeder Mitarbeiter sollte anhand von Beurteilungschecklisten in die Lage versetzt werden, zu kontrollieren, ob sein Part korrekt erfüllt wurde, bevor er die Aufgabe seinem Kollegen übergibt.
  • auf individuellen Zielvereinbarungen, die Sie in einem Coaching-Gespräch mit Ihrem Mitarbeiter festgelegt haben, basieren. Die in solchen Fällen zu bearbeiteten Aufgaben werden vielleicht individuelle Faktoren der Beurteilung benötigen. Sie werden also zukünftig hierfür Zeit investieren müssen.

 

Tipp

Erstellen Sie Checklisten, die die Beurteilungsfaktoren für die jeweilige Aufgabe beinhalten. Markieren Sie Faktoren, die sehr wichtig sind. Vermerken Sie, ob Sie grundsätzlich bei jedem Fehler oder auftretenden Problem benachrichtigt werden möchten oder nur bei den explizit genannten.

 

Benennen Sie die Faktoren der Beurteilung

Für die einzelnen Aufgaben, die Sie systematisch eingeteilt haben, legen Sie nun die Beurteilungsfaktoren fest. Diese werden vielschichtig sein, denn jede Aufgabe ist abhängig von Zeit oder der Zusammenarbeit im Team. Berücksichtigen Sie deshalb die

  • zeitlichen Faktoren. Geben Sie einen Zeitrahmen vor, indem die einzelnen Arbeiten erledigt werden sollen. Sie können hierbei auch bereits vorhandene Richtwerte z.B. von Routinearbeiten angeben. Schreiben Sie vor in welchen Zeitabständen Sie über die Zwischenergebnisse informiert werden möchten. Legen Sie die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte fest.
  • technischen Faktoren. Stellen Sie sicher, dass alle Maschinen oder anderen technischen Hilfsmittel, die benötigt werden zur Verfügung stehen. Bedenken Sie dabei auch den zeitlichen Einsatz die Handhabung und Wartung
  • Zusammenarbeit. Legen Sie fest, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist. Wird beispielsweise an der Maschine auf unterschiedlichen Positionen gleichzeitig gearbeitet, muss dies koordiniert erfolgen.

 

Beziehen Sie das Team ein

Stellen Sie die einzelnen Checklisten dem Team vor. Erläutern Sie das Ziel und die Vorteile dieser Beurteilungschecklisten: Mehr Verantwortung, mehr Eigenständigkeit und mehr Entscheidungsmöglichkeiten. Zeigen Sie konkret auf, wie dies mit Hilfe der Checklisten erreicht werden kann.

 

Beispiel:

Ein Mitarbeiter stellt dank der Beurteilungscheckliste fest, dass er die vorgeschriebene Zeit nicht einhalten kann. Eigenverantwortlich kann er die weitere Vorgehensweise analysieren, bevor er eine Entscheidung zur Lösung des Problems trifft: Sein Ergebnis kann lauten: Er kann

  • seine weiteren Arbeitsabläufe und Abgabetermine neu strukturieren und Aufgaben, die später fertig sein müssen, erst einmal beiseitelegen.
  • feststellen, weshalb er in Zeitverzug geraten ist. Hat er an einem Zwischenschritt zu lange gearbeitet? Wurden ihm bestimmte Fakten ungenau übergeben, so dass er selbst recherchieren musste? Gab es Ausfälle bei der Technik?
  • dank dieser Ursachenanalyse Lösungen finden, die die Fertigstellung garantieren.
  • sich Unterstützung bei Kollegen holen.
  • Ihnen mitteilen, dass er es zeitlich nicht schafft und mit Ihnen die weitere Vorgehensweise besprechen.

 

Tipp

Lassen Sie innerhalb einer Diskussion das Team für eine oder zwei Checklisten eigene Handlungsmaßnahmen bei möglichen Problemen ausarbeiten. Bei dieser theoretischen Auseinandersetzung üben die Teammitglieder mehr Verantwortung zu übernehmen, lösungsorientierter zu denken und eigenständigere Entscheidungen zu treffen.

 

Hinweis:

Führen Sie nach einer, spätestens nach zwei Wochen eine Feedback-Diskussion im Team. Besprechen Sie gemeinsam sowohl erste Erfolge, als auch eventuelle Schwierigkeiten bei der Nutzung der Beurteilungschecklisten. 

Als Führungskraft sind Sie permanent Fragen Ihrer Mitarbeiter ausgesetzt, wie diese oder jene Angelegenheit zu handhaben ist. Das kostet nicht nur Zeit, es bindet auch Arbeitskraft. Damit ist jetzt Schluss – mit systemischem Kurzzeit-Coaching... mehr
Bei der Delegation von Aufgaben müssen Sie als Führungskraft Ihren Verantwortungsbereich beachten. Denn Sie können nicht alles delegieren. mehr
Wetterfühligkeit ist nicht allein eine Angelegenheit des einzelnen Mitarbeiters. Auch Sie als Vorgesetzter haben positive Einflussmöglichkeiten, die Sie zum Leistungserhalt Ihres Mitarbeiters nutzen sollten. 5 Tipps zeigen Ihnen, wie. mehr
Ihre Mitarbeiter sind bereits Markenbotschafter. Durch Behavioral Branding unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter, sich gezielt am Markenversprechen zu orientieren, um ein glaubwürdiger Markenbotschafter zu sein mehr
Als Führungskraft sind Sie bei der Delegation von Aufgaben an Ihren Auszubildenden besonders gefordert. Sie müssen die Arbeiten nicht nur an ihn übertragen, sondern ihn bei den meisten Aufgaben auch anleiten, damit er die notwendigen Kenntnisse... mehr