So führen Sie mit Ihrem Mitarbeiter ein aufschlussreiches Abschiedsgespräch

7. April 2010

Eigenkündigung: Erfragen Sie im Abschiedsgespräch aufschlussreiche Informationen 

 

Abschiedsgespräch führen

Wenn Sie wissen wollen, warum ein Mitarbeiter eine Kündigung selbst ausgesprochen hat, können Sie mit einem Abschiedsgespräch herausfinden, was ihn zu diesem Schritt bewogen hat.

 

So erfahren Sie auch Wichtiges über Ihr Unternehmen. Außerdem gestalten Sie so die Verabschiedung Ihres Mitarbeiters kollegial und einvernehmlich.

Nutzen Sie hierzu auch den Fragebogen für das Abschiedsgespräch (Download am Ende des Beitrags).

 

So sollten Sie das Gespräch führen

Legen Sie das Gespräch als vertrauliches 4-Augen-Gespräch an. Bestärken Sie Ihren Mitarbeiter darin, alles auszusprechen, was zu seinem Entschluss geführt hat, dass Unternehmen zu verlassen. Hören Sie gut zu! Machen Sie Ihren Mitarbeiter unbedingt darauf aufmerksam, dass sich seine Offenheit nicht negativ auf den Zeugnisinhalt seines Arbeitszeugnisses auswirken wird. Am besten ist es, wenn der Mitarbeiter sein Zeugnis bereits erhalten hat. Fragen Sie nach den Gründen, die Ihren Mitarbeiter zu seiner Kündigung bewogen haben.



 

Mögliche Gründe und Motive für die Eigenkündigung könnten sein:

  • Es herrscht kein harmonisches Arbeitsklima
  • Der Mitarbeiter wurde gemobbt
  • Der Mitarbeiter wurde nicht ausreichend gefördert
  • Der Mitarbeiter konnte seine persönlichen Ziele nicht umsetzen
  • Der Mitarbeiter war mit Ihrem Führungsstil nicht einverstanden
  • Der Mitarbeiter fühlte sich unterbezahlt
  • Die Erwartungen des Mitarbeiters an den Arbeitsplatz wurden nicht erfüllt
  • Es liegen private Gründe vor

 

Fragen Sie Ihren Mitarbeiter, wie seine Kündigung möglicherweise hätte verhindert werden können:

  • Prüfen Sie je nach Situation, ob Sie Ihren Mitarbeiter umstimmen können.
  • Fragen Sie nach der neuen Arbeitsstelle Ihres Mitarbeiters.

 

Ermuntern Sie Ihren Mitarbeiter, gegebenenfalls weiter Kontakt zu halten:

  • Weisen Sie Ihren Mitarbeiter darauf hin, dass Sie die im Abschiedsgespräch gegebenen Informationen nicht weiterverwenden werden.
  • Verteidigen Sie Ihr Unternehmen nicht und akzeptieren Sie die Meinung Ihres Mitarbeiters.
  • Versuchen Sie herauszufinden, ob und gegebenenfalls wie Sie Ihren Mitarbeiter später wieder für Ihr Unternehmen zurückgewinnen können. Versprechen Sie allerdings nichts.
  • Verfassen Sie ein Protokoll des Gesprächs und lassen, Sie wenn Sie es für richtig halten, Ihrem Mitarbeiter eine Kopie zukommen.

 

Fragebogen zum Download


Fragebogen: Abschiedsgespräch

 

Mit einem Abschiedsgespräch finden Sie heraus, warum ein Mitarbeiter eine Kündigung selbst ausgesprochen hat. So erfahren Sie als Führungskraft bei diesem Mitarbeitergespräch auch Wichtiges über Ihr Unternehmen. mehr
Ein neuer Mitarbeiter tritt seine neue Arbeitsstelle in Ihrem Unternehmen an: 8 Tipps, wie Sie ihn motivierend in seine neue Arbeitsumgebung einführen und ihm somit einen guten Start ermöglichen. mehr
Heutzutage ist nahezu jedes Unternehmen mit dem Thema Datenschutz konfrontiert – ohne IT-gestütze Datenverarbeitung ist eine Betriebsführung schlechterdings nicht mehr denkbar. mehr
Als Führungskraft müssen Sie Mitarbeiter für schlechte Leistungen oder Fehler kritisieren. Allerdings dürfen Sie diese Kritik niemals delegieren. Erfahren Sie jetzt, warum. mehr
Analysieren Sie Aspekte des Einarbeitungsplans mit Hilfe des Fragebogens „Einarbeitung neuer Mitarbeiter“, um müheloser das Einarbeitungskonzept zu erstellen. mehr