So gehen Sie als Führungskraft aktiv gegen Mobbing am Arbeitsplatz vor

16. August 2011

Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing auf der Arbeit

 Mobbing am Arbeitsplatz

Die Sensibilisierung gegenüber Mobbing steigt. Zum Glück, denn Mobbing am Arbeitsplatz ist längst keine Seltenheit mehr. Laut dem Mobbing-Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus dem Jahre 2002 lag zu dem Zeitpunkt der Untersuchung die querschnittsbezogene Mobbingquote in der erwerbstätigen Bevölkerung bei 2,7 Prozent, d.h. in einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern litten drei Mitarbeiter unter Mobbing. Werden die Befragten, die in der Vergangenheit gemobbt wurden, hinzugezählt, erhöht sich die Mobbingquote auf 11,3 Prozent – und somit ist ca. jede neunte Person im arbeitsfähigen Alter während ihrer Erwerbstätigkeit schon einmal gemobbt worden.

 

Die Dunkelziffer mag sogar noch höher liegen. Denn viele Mobbingopfer ignorieren die Situation (18,8 Prozent laut Mobbing-Report) oder versuchen, das Mobbing alleine durchzustehen (7,0 Prozent laut Mobbing-Report), d.h. in solchen Fällen werden Sie als Vorgesetzter und Führungskraft vielleicht etwas ahnen, jedoch nie konkret etwas erfahren. Das Mobbing kommt nicht an die Öffentlichkeit. Und dies hat fatale Folgen für alle: für das Mobbingopfer, für das Team, die Abteilung, die Kollegen und Mitarbeiter und das Unternehmen. Denn beim Mobbing droht nicht allein ein Verlust der Motivation: es treten vermehrt Fehler auf, die Leistung sinkt und viele werden krank durch Mobbing.

 

Als Führungskraft sind Sie deshalb aktiv gefordert. Sie müssen gegen Mobbing vorgehen. Nur allzu oft stellen sich dabei zwei konkrete Fragen:

  • Was ist Mobbing?
  • Was tun bei Mobbing?


Die Ratlosigkeit  - und vielleicht auch Unwissenheit – über Mobbing führt dann oft genug zu einem Nichthandeln. Das vorliegende Feature will Sie dabei unterstützen, Ihre Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen und/oder zu stärken. Denn leider haben viele Mobbingopfer kein Vertrauen (9,1 Prozent laut Mobbing-Report) in betriebsinterne Personen und sprechen auch viel zu selten den direkten Vorgesetzten an (nur 46 Prozent laut Mobbing-Report). Ändern Sie diese Fakten.

 

Damit Sie zukünftig besser einschätzen können, ob es sich bei den Geschehnissen  in Ihrer Abteilung um einen Konflikt oder um Formen des Mobbing handelt, zeigt Ihnen der Beitrag Mobbing: Was ist Mobbing den Unterschied auf. Im dazugehörenden Tool, das Sie sich unbedingt herunterladen sollten, lernen Sie auch die 100 typischsten Mobbinghandlungen kennen.

 Im Beitrag Mobbing: Strategien gegen Mobbing erfahren Sie mehr zu den  3 x 3 Phasen der Maßnahmen gegen Mobbing, so dass Sie Ihre einzelnen Schritte im Falle von Mobbing planen können. Zur Unterstützung Ihrer Analyse dient Ihnen die Checkliste Mobbing-Frühwarnsystem.

Leider ist es heutzutage keine Seltenheit, dass die Geschäftsleitung dem Management beim Stellenabbau nahelegt, den Mitarbeiter zur Kündigung zu treiben. Der Beitrag Bossing: Mobbing von oben verordnet geschickt ablehnen bietet Ihnen 4 Argumente, mit denen Sie sich gegen diese Vorgabe wehren.

Und sollten Sie dem Mobbingopfer über all diese Maßnahmen hinaus zur Seite stehen wollen, empfehlen Sie dem betroffenen Mitarbeiter am besten den Beitrag Mobbing: 5 Tipps, wie Sie sich als Mobbingopfer gegen Mobbing wehren können.

 

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