Nie mehr Stress und zeitliche Engpässe: Spüren Sie mit der NLP-Timeline der Zeitdauer Ihrer Aufgaben nach

27. Dezember 2010

Sind Sie der Überzeugung, morgen den Rest der Aufgabe bewältigen zu können, obwohl Sie gestern und heute gerade mal 20 Prozent dieser bearbeiten konnten? Oder neigen Sie eher dazu, in Stress zu geraten, weil Sie glauben, in der vorhandenen Zeit nicht fertig zu werden, obwohl Sie in der Vergangenheit stets pünktlich geliefert haben? In beiden Fällen ist Ihre Wahrnehmung der Zeit verzerrt,

 

verzerrte Wahrnehmung der Zeit

d.h. zeitliche Abläufe der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft werden nicht in ihrem realen Ausmaß erfasst. Dabei sollten Sie zwei wesentliche Wahrnehmungsverzerrungen der Zeit unterscheiden: 

  1. Die große Zeitspanne, bei der eine Stunde, ein Nachmittag, der nächste Tag oder die nächste Woche viel länger erscheint, so dass natürlich in Ihrer Wahrnehmung innerhalb dieses Zeitraums viel mehr erledigt werden kann. Oftmals schrumpft dabei in Ihrer Vorstellung die Aufgabe, d.h. einzelne Schritte werden übersehen oder zeitlich verniedlicht.
     
  2. Die kleine Zeitspanne, in der Stunden, Nachmittage, Tage oder Wochen zeitlich geschmälert empfunden werden. Bevorstehende Aufgaben, auch solche, die bereits in der Vergangenheit in der gleichen Zeit hervorragend bewältigt wurden, erscheinen in dieser kleinen Zeitspanne nur unter Stress und mit Überstunden zu bewältigen zu sein. Ihre Wahrnehmung zieht die eingeplante Zeit zusammen, während die Aufgabe plötzlich riesig erscheint.

 

Beide zeitlichen Verzerrungen führen zu einem blinden Fleck, der Ihr Zeitmanagement erschwert. Denn abhängig davon, welcher zeitlichen Wahrnehmungsverzerrung Sie unterliegen, werden Sie entweder zu wenig oder zu viel Zeit einplanen. Beides bringt Sie dann in zeitliche Bedrängnis.

Die Lösung dieser Zeitverzerrung lautet: Reprogrammierung der eigenen zeitlichen Wahrnehmung. Dies gelingt mit Hilfe einer NLP-Übung, bei der Sie Ihre Timeline – Ihre Lebenslinie -, die Ihre Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft beinhaltet, mental innerhalb einer Visualisierung abschreiten.

 



Entzerren Sie Ihre zeitliche Wahrnehmung: Schreiten Sie die Zeitdauer der Aufgabe auf Ihrer Timeline ab

 

Zur Vorbereitung der Visualisierung:

  • Abhängig davon, wie lange Sie die Zeitdauer Ihrer Aufgabe festlegen, sollten Sie Ihre Timeline entsprechend anpassen, d.h. planen Sie beispielsweise für die Aufgabe einige Stunden ein, entwerfen Sie auf Ihrer Lebenslinie ein Stundenraster beginnend von Ihrem Punkt in der Gegenwart. Sollten es Tage oder Woche sein, setzen Sie ein Tages- oder Wochenraster, das Ihnen hilft, die Anfangs- und Endpunkte zu setzen.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie in den folgenden 15 Minuten ungestört sind.

 

Schreiten Sie Ihre Timeline ab: 7 Schritte

 

Schritt 1: Die Timeline bis in die Gegenwart zeichnen

  • Entspannen Sie sich kurz, indem Sie einige Male bewusst tief ein- und ausatmen.
  • Schließen Sie die Augen.
  • Zeichnen Sie nun in Ihrer Vorstellung eine Linie, die für Ihre Timeline steht und bis in Ihre Gegenwart reicht. Dabei müssen Sie keine wichtigen Highlights setzen. Bei dieser Visualisierung dient Ihnen Ihre Lebenslinie als zeitliche Orientierung.
  • Markieren Sie das Jetzt durch einen dicken farbigen Punkt auf Ihrer Timeline. Wählen Sie dafür Ihre Lieblingsfarbe.

 

Schritt 2: Zeichnen Sie die Zeitdauer Ihrer Aufgabe in der Zukunft

  • Verlängern Sie anschließend die Linie Ihrer Timeline, ohne sich von Ihrem markierten Punkt in der Gegenwart fortzubewegen. Diese Verlängerungslinie stellt Ihre nähere Zukunft dar.
  • Lenken Sie nun von Ihrem Gegenwartspunkt Ihre Aufmerksamkeit auf die Aufgabe, die Sie in der näheren Zukunft erledigen und fertigstellen wollen.
  • Blicken Sie auf Ihre Zukunftslinie. Wann wollen Sie diese Aufgabe in Ihrer näheren Zukunft beginnen? Markieren Sie die Stelle mit einem schwarzen Stern.
  • Wann wollen Sie diese beenden? Setzen Sie an diese Stelle ein schwarzes Kreuz.
  • Schauen Sie sich ganz entspannt und ohne zu bewerten Ihre beiden Punkte in Ihrer näheren Zukunft an. Wie empfinden Sie die zeitliche Dauer zwischen dem Anfang und dem Ende? Welche Gedanken entstehen? Folgen Sie diesen für einen kurzen Augenblick, bevor Sie diese wie Wolken vorbeiziehen lassen.

 

Schritt 3: Zeichnen Sie die Zeitdauer für eine ähnliche Aufgabe in Ihrer Vergangenheit

  • Konzentrieren Sie sich auf Ihren markierten Punkt in der Gegenwart. Drehen Sie sich nun Ihrer Vergangenheit zu.
  • Rufen Sie sich eine Aufgabe in Erinnerung, die Sie in der Vergangenheit bearbeitet haben und die der zukünftigen Aufgabe ähnelt.
  • Wann hatten Sie damals diese Aufgabe begonnen? Setzen Sie auf der Vergangenheitslinie einen schwarzen Stern für den Anfangspunkt.
  • Wann hatten Sie diese Aufgabe damals fertiggestellt? Markieren Sie diese Stelle mit einem schwarzen Kreuz.
  • Betrachten Sie sich nun in Ruhe die zeitliche Entfernung dieser beiden Punkte auf Ihrer Vergangenheitslinie. Wie nah oder entfernt sind diese? Wie viel Zeit haben Sie dafür benötigt? Lesen Sie die Stunden, Tage oder Wochen ab.

 

Schritt 4: Vergleichen Sie Ihre beiden Eintragungen

  • Kehren Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zurück zu Ihrem Punkt in der Gegenwart.
  • Wenden Sie sich nun Ihrer Zukunftslinie zu. Vergleichen Sie von Ihrem Punkt in der Gegenwart Ihre Markierungen der näheren Zukunft und der Vergangenheit. Welche Unterschiede fallen Ihnen auf? Welche zeitliche Verzerrung zeigt sich?

 

Schritt 5: Korrigieren Sie diese zeitliche Verzerrung

  • Tragen Sie die neuen Anfangs- und/oder Endpunkte auf Ihrer Zukunftslinie ein – und zwar mit einem farblichen Stern und/oder farblichen Kreuz. Lassen Sie den neu gesetzten Punkt richtig aufleuchten, während Sie Ihre erst gesetzten Markierungspunkt immer mehr verblassen lassen, bis Sie diese(n) nicht mehr erkennen können.

 

Schritt 6: Schreiten Sie die Zeitdauer in Ihrer Zukunft ab

  • Stellen Sie sich schließlich auf diesen leuchtenden Anfangspunkt in Ihrer näheren Zukunft. Dies ist der Start für Ihre Bearbeitung der jeweiligen Aufgabe. Spüren Sie Ihre Motivation, diese Aufgabe zu bewältigen.
  • Schreiten Sie nun langsam die zeitliche Entfernung bis zum Endpunkt der Aufgabe ab. Verankern Sie diese Zeitdauer, indem Sie Ihr visuelles Ich laut die einzelnen Zeitintervalle wie 1 Stunde, 1 Tag oder 1 Woche, die Sie überschreiten, laut sagen lassen.
  • Auf dem Endpunkt angekommen, blicken Sie zurück zum Anfangspunkt der Aufgabe. Lassen Sie Ihr visuelles Ich laut und voller Freude sagen: „Für diese Aufgabe habe ich - beispielsweise 3 Tage und 2 Stunden gebraucht.“
  • Kehren Sie zu Ihrem Punkt der Gegenwart zurück.

 

Schritt 7: Tragen Sie Ihre Zeitdauer in Ihre To-do-Liste ein

  • Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit langsam wieder ins Hier und Jetzt. Öffnen Sie Ihre Augen. Übertragen Sie in Ihren Terminkalender und Ihre To-do-Liste Ihre gerade visualisierten Zeitabläufe.
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