Ein neues Berufsbild: der interne Touchpoint Manager

21. Juli 2014

Bereits Anfang des Jahres haben wir Ihnen das interne Touchpoint Management vorgestellt. Es betrachtet die ‚Reise‘ eines Mitarbeiters durch das Unternehmen und geht von dessen Standpunkt aus. Hierzu gehört jeder interne Touchpoint (die Interaktionspunkte zwischen Mitarbeitern und Führungskräften einer Organisation) auf den Prüfstand.

 

Ganz andere Führungsstile rücken dabei nach vorn: Möglichmacher, Katalysatoren und kundenfokussierte Leader werden von nun an gebraucht. Und für Führungskarrieren kommen ausschließlich Menschenspezialisten infrage. Die digitale Transformation, neue Arbeitsmodelle und die fordernden Digital Natives lassen den Unternehmen keine andere Wahl.

 

Anne M. Schüller stellt Ihnen in ihrem Gastbeitrag das Berufsbild des internen Touchpoint Managers vor.

 

Ein neues Berufsbild erobert die Unternehmen 

Die Arbeitswelt hat sich unbestreitbar verändert. Sie ist kollaborativer und auch vernetzter geworden. Das Gestalten einer dementsprechenden Unternehmenskultur spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Zu diesem Zweck wurde ein neues Berufsbild geschaffen: der interne Touchpoint Manager. Als Bindeglied zwischen Organisation, Mitarbeitenden und Führungskreis ist der interne Touchpoint Manager für unternehmenskulturnahe Themen und das Wohlergehen der Menschen zuständig. Er sorgt sich um die körperliche, geistige und seelische Fitness der Mitarbeiterschaft, damit deren Performance auf Höchststand bleibt.

 Neues Berufsbild - Interner Touchpoint Manager auf www.business-netz.com

 

Aufgaben des internen Touchpoint Managers

Diese Funktion hat sowohl strategische als auch operative Komponenten. Von daher ist sie viel mehr als nur ein bisschen Mitarbeiterstreicheln. In Zeiten von Talente-Knappheit und Social Media-Gerede kann sie über die Zukunft eines Unternehmens maßgeblich mitentscheiden. Insofern benötigt ein interner Touchpoint Manager die absolute Rückendeckung der Geschäftsleitung, da sein Weg holprig ist und er sich nicht immer nur Freunde macht. Denn wer als atmosphärischer Interessenvertreter der Mitarbeiter unterwegs ist, deckt zwangsläufig auch Missstände auf.

 

Ein interner Touchpoint Manager ist Advokat der Mitarbeiter und Brückenbauer zwischen Oben und Unten. Sein mögliches Aufgabenfeld: 

  • Büroorganisation und Büroleben
  • Mitarbeiterevents und Sozialprojekte
  • Sportangebote und Gesundheitsprogramme
  • Initiieren von Mitarbeiterbefragungen
  • Prävention von Mitarbeiterfluktuation
  • Involvement bei der Mitarbeiterauswahl
  • Onboarding- und Offboarding-Begleitung
  • Exit-Interviews und Ehemaligen-Betreuung
  • Betreuung von Arbeitgeberbewertungsportalen
  • Kummerkasten, gute Seele, Mediator
  • Innerbetriebliches Ideenmanagement
  • Moderation von internen Touchpoint-Projekten
  • Vernetzung aller über Abteilungsgrenzen hinweg


     

Anforderungsprofil interner Touchpoint Manager

Insofern ist der interne Touchpoint Manager Generalist. Er hat eine ausgereifte Persönlichkeit, die gleichzeitig verbindlich und feinfühlend, aber auch analytisch und strukturierend ist. Der Stelleninhaber sollte interdisziplinär arbeiten können und sich sowohl in Führungs- also auch HR-Themen auskennen. Er benötigt psychologische Kenntnisse und Coaching-Kompetenz. Er ist Moderator, Netzwerker, Kommunikator und Diplomat in einer Person. Er muss leidenschaftlich vom Nutzen seiner Funktion überzeugt sein, um überzeugen zu können. Mithilfe des Collaborator Touchpoint Management Prozesses lässt sich diese Aufgabenstellung systematisieren.

 

Das Buch zum Thema: 

Das Touchpoint-Unternehmen: Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt

 

 

 

 

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