Wie führe ich richtig?

10. Dezember 2018

Gerade Nachwuchsführungskräfte stellen sich vor bzw. kurz nach der Übernahme einer Führungsposition diese Frage. Auf diese Frage gibt es jedoch keine Patentantwort.

 

Auch wenn die Meinungen auseinandergehen: Führen ist ein Beruf, den Sie lernen können. Vorausgesetzt Sie wollen sich tiefer mit der Materie des Führens beschäftigen.

 

Definition von Führung

Führen ist eine verordnete oder freiwillige „Veränderung großen Stils“. Die Veränderung kommt verkleidet als Glückwunschschreiben oder als Entscheidung, sich selbständig zu machen bzw. ein Start-Up zu gründen.

 

Die Menschen, die Sie befördert haben, wollen das in Ihnen steckende Potenzial entfaltet sehen. Auch wenn diese vom Potenzial der Fachkraft ausgehen. Und Sie selbst sind voller Tatendrang, dass Sie alles schaffen können, was mit „unternehmen“ zu tun hat.

 

Komplexität der Führung

Führungskraft werden ist vergleichbar mit Eltern werden. Der Unterschied: Es handelt sich selten um ein Einzelkind, das Sie erwarten. Sie bekommen mindestens Vierlinge.

 

Führen wird deshalb auch als komplex angesehen, weil Sie lernen müssen, mit den Unternehmensvierlingen umzugehen. Die vier „Wesen“, die von Ihnen geführt werden möchten, sind: Die Menschen (intern, extern), die Organisation als Gebilde und Sie selbst. Und diese Systeme verhalten sich meist anders als erwartet.

 

Setzen Sie der Komplexität die Krone auf, sind es Sechslinge. Ergänzt um das gesellschaftlich nationale und das weltwirtschaftliche System.

 

First Time Manager - drei Fakten

  1. Sie wandeln sich von der Fachkraft zur Führungskraft. Das ist Ihre erste große Wachstumshürde. Als Führungskraft wissen Sie um Ihren Spagat zwischen „dem Unternehmen dienen“ und „dem Dienst am Menschen“.

 

  1. Dieser Spagat führt zu permanenten Widersprüchlichkeiten. Teilweise auch zu zerrissenen Persönlichkeiten, die es jedem Recht machen wollen. Die Kunst, mit dieser Vielfalt umgehen zu lernen und sich auszubalancieren, erfordert Ihre volle Führungskraft. Denn sie befinden sich mittendrin in diesem Wirbelsturm.

 

  1. Nicht selten werden Sie als Führungskraft allein gelassen. Allein gelassen, die Wachstumshürden, die mit diesem Wechsel einhergehen, zu überwinden. Oder Sie fühlen sich allein, weil Sie niemanden haben, mit dem Sie reden können. Die Gründe „für die gefühlte Einsamkeit“ sind vielschichtig, ohne hier näher darauf eingehen zu wollen.

 

Von der Fachkraft zur Führungskraft – Führung braucht Klarheit

Was kommt auf Sie zu, wenn Sie neu in eine Führungsposition einsteigen? Eine Führungsposition übernehmen bedeutet zunächst, sich einen Überblick zu verschaffen.

Was unterscheidet die Fachkraft vom Manager, was den Manager vom Unternehmer (Leader)?

 

Die nachfolgende Übersicht gibt Ihnen einen Einblick, was auf Sie zukommt. Je nachdem, auf welcher Führungsebene Sie einsteigen, variieren die Aufgaben und die Themenfelder.

 

 © www.yourservant.de

 

Wissen, mit welchen Aufgaben Sie es zu tun haben, mit welchen Mitteln Sie diese bewerkstelligen und welchen Prinzipien Sie in Ihrer Führung folgen werden, sind die Grundlagen guter Führung. Simpel, jedoch nicht einfach.

 

Führen ist nie Selbstzweck, sondern dient immer dem Unternehmenszweck. Das ist der Deal. Daran werden auch die Digitalisierung und flache Hierarchien nichts ändern.



 

Ihr Basislager einrichten – Führung braucht Inhalte

Als Führungskraft wissen Sie: Wer Sie sind (Identität). Was Sie praktisch tun müssen (Praxis), wie und womit Sie das machen (Profession). Woher die Energie (Power) kommt und was als Ergebnis herauskommen soll (Performance).

 

 

 

Diese fünf Kernfelder bilden metaphorisch Ihr persönliches Führungshaus, das sich problemlos in jedes Unternehmen integrieren lässt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie wissen, wie es um Ihr eigenes Haus bestellt ist.

 

Ihre Führungskraft entwickeln - Führung braucht Ziele

Ausgehend von Ihrem Führungshaus erstellen Sie Ihren individuellen Entwicklungsplan als Führungskraft, so können Sie sich jederzeit im Dschungel der Führung verorten. D.h. Sie wissen zu jeder Zeit, wo Sie ansetzen müssen, sofern Führungsthematiken auftreten. Der Entwicklungsplan erstreckt sich über einen Zeitrahmen von mindestens 1 - 2 Jahren (für Einsteiger). Damit legen Sie den Grundstein für Ihren individuellen starken Führungsstil. Einem zeitlosen Führungsstil, den Sie jederzeit hinterfragen und anpassen werden.

 

Ihr individueller Entwicklungsplan besteht aus:

  1. Analyse der aktuellen Situation, basierend auf Beruf, Privatleben, Gesundheit, Finanzen und Werten sowie Ihrer Vision als Führungskraft.
  2. Der Festlegung von Zielen und Perspektiven und
  3. Einer Folge von Maßnahmen, die geeignet sind, Ihre Ziele zu erreichen.
  4. Nicht zuletzt aus einer regelmäßigen Kontrolle der Ziele, Maßnahmen und Fortschritte, damit Sie auf unerwartete Ereignisse und Hürden frühzeitig reagieren können.

 

Fortgeschrittene und Experten der Führung benötigen meist nur Impulse, ihre jeweils aktuelle Herausforderung zu bewerkstelligen.

 

Das A + O - Veränderungsbereitschaft

Sich verändern können und sich verändern wollen ist wesentlich im Führungskontext. Erkennen, wann es Zeit ist, etwas zu wandeln: Sich, die Organisation, das Geschäftsmodell und die Menschen - das ist die hohe Kunst exzellenter Führung.

 

Gut führen können ist ein lebenslanges Veränderungsprojekt an sich selbst. Denn nichts ist beständiger als der Wandel, künftig mehr denn je. Und darauf müssen Sie sich als Führungskraft einstellen.

 

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