Wetterfühlige Mitarbeiter: So werden Sie als Vorgesetzter aktiv

19. Oktober 2011

Wetterfühligkeit: Auch Vorgesetzte können Einfluss nehmen

Wetterfühligkeit ist nicht allein eine Angelegenheit des einzelnen Mitarbeiters. Auch Sie als Vorgesetzter haben positive Einflussmöglichkeiten, die Sie zum Leistungserhalt Ihres Mitarbeiters nutzen sollten. Die folgenden 5 Tipps zeigen Ihnen, wie.

 

 So werden Sie als Vorgesetzter aktiv

Tipp 1: Keine Klimaanlage

Klimaanlagen stumpfen die natürlichen körperlichen Reaktionsfähigkeiten ab, da für ein gleichbleibend temperiertes Klima in den Büroräumen gesorgt wird. Die Folge: Der Körper – allen voran das vegetative Nervensystem – Ihres Mitarbeiters wird so geschont und kann nicht mehr richtig auf Wetter- und Umweltreize reagieren. Oftmals werden sogar die einzelnen Symptome verstärkt oder es gibt zusätzlich den Sommerschnupfen, weil der Mitarbeiter beim Verlassen des Büros, plötzlich von der Hitze regelrecht erschlagen wird. Der Körper kann sich nicht mehr schnell genug anpassen.

 

Optimaler sind Büros, in denen durch das Öffnen eines Fensters regelmäßig gelüftet werden kann. Dies härtet ab, weil der Körper so den äußeren Reizen ausgesetzt wird. Nicht zu vergessen, dass so die Versorgung mit frischem Sauerstoff garantiert wird.

 

Tipp 2: Stress beachten

Alles was belastet, belastet auch den Körper und kann zu einer Verstärkung der jeweiligen Wetterfühligkeitssymptome führen.

 

Übersicht zum Download

Machen Sie sich mit Hilfe unserer Übersicht: Symptome der Wetterfühligkeit mit den typischen Wetterfühligkeitssymptomen vertraut.

   



 

Zu einer Belastung führt auch Stress am Arbeitsplatz. Erstellen Sie sich am besten ein Stress-Diagramm, indem Sie Ihre Einschätzung festhalten, wie Ihre einzelnen Mitarbeiter auf äußere Stressfaktoren reagieren.

 

Als Vorgesetzter haben Sie nämlich Einfluss auf das Stress-Empfinden Ihrer Mitarbeiter. Überlegen Sie deshalb, wie Sie Ihren Führungsstil so adaptieren können, dass das jeweilige Stress-Muster nicht noch verstärkt wird. Besprechen Sie eventuell gemeinsam mit Ihrem Mitarbeiter dessen Stressoren und wie diese minimiert werden können.

 

Tipp 3: Achten Sie auf Pausen

Ein Wechsel zwischen geistiger und körperlicher An- und Entspannung sorgt für ein Gleichgewicht, wodurch auf Wetterreize weniger stark reagiert wird. Neben der obligatorischen Mittagspause sollte jeder Mitarbeiter – entweder nach freier Einteilung oder fixen Vorgaben – weitere Zeiten für Kurzpausen erhalten, um sich zu erholen.

 

Bestätigen Sie dieses Pausenverhalten durch klare Absprachen, die für alle verbindlich gelten. Hüten Sie sich gleichzeitig davor, non-verbale Signale wie beispielsweise einen verkniffenen Mund oder hochgezogene Augenbrauen zu zeigen, sobald Sie einen Mitarbeiter während seiner Kurzpause treffen. Ihr Mitarbeiter wird diese registrieren und womöglich künftig lieber auf seine Pausen verzichten.

 

Tipp 4: Sorgen Sie für Grün

Wetterfühligkeit kann mit der Naturkraft der Farbe gemindert und gebessert werden: Grün, als die Farbe des Lebens, Wachstums und der Harmonie hilft bei allen Störungen des vegetativen Nervensystems, da Grün besänftigt, beruhigt, entspannt, entlastet und erfrischt.

 

So bringen Sie Grün ins Büro:

  • Lassen Sie wenigstens eine Wand oder den Teil einer Wand im Büro lindgrün bzw. hellgrün streichen. Vergessen Sie bei der farblichen Gestaltung den Aufenthaltsraum nicht.
  • Bereichern Sie die Büroräume mit Oasen aus Grünpflanzen. Mit dem richtigen Mix wird dadurch sogar die Raumluft von schädlichen Gasen, die Computer, Drucker und Kopierer ausströmen, gereinigt.
  • Hängen Sie Bilder oder Poster auf, die grüne Wälder, Auen oder Wiesen zeigen.
  • Wählen Sie grüne Bezüge für die Bürostühle aus.

 

Tipp 5: Gesunde Kost

Regen Sie beim Kantinenchef oder in der Personalabteilung an, dass auf dem Speiseplan auch leichte Kost aus viel Gemüse steht. Dies entlastet den von Wetterreizen gestressten Organismus. Auch sollte eine Obst- und Salatbar nicht fehlen, aus der sich jeder Mitarbeiter seinen Gesundheitscocktail zusammenstellen kann.

 

Falls es keine Kantine gibt, sorgen Sie in der Kaffeeküche für einen Ausgleich. Bieten Sie sowohl eine Vielzahl von Früchte- und Kräutertees an, als auch stilles Wasser, damit jeder genug zu trinken hat. Statt süßem Knabberzeug wie Plätzchen und Schokoriegel, stellen Sie lieber eine Schüssel mit Studentenfutter und getrocknetem Obst auf den Küchentresen. zusätzlich sollte jeden Tag frisches Obst angeboten werden. Mit Absprache des Teams kann dies auch aus der Kaffeekasse finanziert werden.

 

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