Mitarbeitermotivation: Vermitteln Sie die Bedeutung der Arbeit

20. Februar 2014

Motivation der Mitarbeiter: Rücken Sie die Wichtigkeit und Bedeutung der Arbeit in den Fokus

Nach Viktor Frankl, Psychotherapeut und Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, sucht jeder Mensch – auch gerade am Arbeitsplatz – nach Sinn. Übertragen auf Ihre Mitarbeiter bedeutet dies: Ihr Mitarbeiter fragt nach der Bedeutung der Arbeit – seiner Arbeit. Abhängig davon wie stark die Sinnsuche des Mitarbeiters ist, wird er sich mit folgenden Fragen auseinander setzen:

  • Wozu gibt es das Unternehmen, indem ich arbeite?
  • Welchen Sinn erfüllt es?
  • Welchen Sinn erfülle ich in dem Unternehmen?
  • Welchen Sinn und Bedeutung erfüllt meine Arbeit?

 Bedeutung der Arbeit vermitteln

Als Vorgesetzter sollten Sie die bewusste und/oder unbewusste Frage nach dem Sinn und der Bedeutung der Arbeit ernst nehmen. Denn je besser Sie diese für Ihren Mitarbeiter beantworten können, umso besser gelingt Ihnen die Mitarbeitermotivation. Und zwar aus einem einfachen Grund: Erkennt der Mitarbeiter in seiner Arbeit einen Sinn, wird er sich mit dieser identifizieren und diese mit Engagement ausführen, d.h. indem Sie die Bedeutung und Wichtigkeit der Arbeit und einzelnen Aufgaben vermitteln, wecken Sie die intrinsische Motivation des Mitarbeiters. Letztendlich ist dies die beste Art, Ihre Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren.

 

Die Bedeutung und Wichtigkeit der Arbeit für die Mitarbeitermotivation hervorheben: 3 Tipps

Tipp 1: Die Froschperspektive verlassen

Die meisten Mitarbeiter kennen nur den eigenen Arbeitsbereich und Arbeitsplatz. Kein Wunder, dass sich dann eine Froschperspektive einstellt, die es erschwert, die Bedeutung und Wichtigkeit der eigenen Arbeit zu erkennen.

 



 

Erstellen Sie deshalb einmal – am besten zusammen mit Ihrem Team oder Ihrer Abteilung – ein Bedeutungs-Organigramm. Schwerpunkt dieses Organigramm ist weniger die Darstellung der unternehmerischen Hierarchie, als vielmehr die Vernetzung der Arbeit und Arbeitsabläufe. Fokussieren Sie bei der Erstellung ruhig folgende Fragen:

  • Wem arbeiten wir als Team direkt zu?
  • Was wird durch unsere Arbeit sicher- und bereitgestellt?
  • Wozu ist unsere Arbeit notwendig? Was garantiert sie im und außerhalb des Unternehmens?
  • Welche Bedeutung und welchen Sinn für unsere Arbeit können wir daraus ableiten?

 

Tipp 2: Konsequenzen aufzeigen

Die Wichtigkeit der eigenen Arbeit kann noch erhöht werden, indem die Konsequenzen einer fehlerhaften oder mangelhaften Ausführung analysiert werden. Macht sich beispielsweise der Mechaniker in der Luftfahrt- oder Autoindustrie bewusst, dass jeder seiner Handgriffe die Sicherheit – und letztendlich das Leben – der Passagiere bzw. Autofahrer garantiert, ist die Bedeutung greifbar. Diskutieren Sie mit Ihrem Team einmal folgende Fragen:

  • Welche Konsequenzen hätten welche Fehler?
  • Welche Auswirkungen hätte es, wenn wir mangelhaft zuarbeiten würden? Oder unsere Aufgaben zu spät, unvollständig, ungenau etc. abschließen würden?
  • Welche Folgen hätte es für unsere Kollegen, die anderen Abteilungen, das gesamte Unternehmen, das Image des Unternehmens, den Kunden, die Kundenzufriedenheit, den Absatz der Produkte, die Wettbewerbsfähigkeit – somit für die Sicherheit unseres Arbeitsplatzes?

 

Tipp 3: Endprodukt und Dienstleistung vorstellen

Um die Mitarbeitermotivation zu stärken, sollten Sie sicherstellen, dass nicht jeder allein weiß, welche Bedeutung seine Arbeit im Unternehmen hat, sondern auch, wohin seine Arbeit führt. So mancher Mitarbeiter, der sich tagtäglich nur mit den Beschwerden der Kunden befasst, wird den Blick für die guten Produkte Ihres Unternehmens verloren haben.

 

Deshalb sollten Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Mitarbeitern das Endprodukt bzw. die Dienstleistung, die Ihr Unternehmen anbietet, verdeutlichen. Verteilen Sie die Hochglanz-Broschüren, die die Kunden erhalten. Zeigen Sie ein Video. Stellen Sie das Produkt vor – und lassen Sie es von Ihren Mitarbeitern begutachten. Wecken Sie auf diese Weise die Begeisterung für das Endprodukt – und somit natürlich wieder für die eigene Arbeit. 

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