Mitarbeiter erfolgreich führen: So aktivieren Sie geschickt die Leistungsreserven

10. Juni 2015

Mitarbeiterführung: Leistungspotenziale wahrnehmen

Obwohl der Gallup Engagement Index ja ernüchternde Zahlen hinsichtlich des Engagements der Mitarbeiter offenbart, erbringt jeder Mitarbeiter Leistung. Auch die Mitarbeiter, die „Dienst nach Vorschrift“ machen, weisen Leistung und Engagement auf – zwar auf geringem Niveau, doch Leistung ist erst einmal Leistung. Entscheidend innerhalb dieses Kontextes stellen sich somit zwei Fragen:

  1. Wie können Mitarbeiter zu einem Mehr an Leistung aktiviert werden?
  2. Welche Leistungsreserven besitzt der Mitarbeiter? Und wie können diese stillen Reserven gezielt freigesetzt werden?

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Mitarbeiter erfolgreich führen: 3 Tipps, wie Sie die Leistungspotenziale Ihrer Mitarbeiter aufrütteln

Tipp 1: Gründe für die verminderte Leistung aufspüren

Analysieren Sie als Führungskraft unbedingt die Ursachen für den Leistungsabfall und/oder für das aktuelle Leistungsniveau. Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse wie beispielsweise „Der Mitarbeiter ist faul“ oder „Da gab es nie viel zu erwarten“ oder „Mehr steckt nicht in ihm“. Zum einen be- und verurteilen Sie den Mitarbeiter. Zum anderen blockiert diese Sichtweise den Ausblick auf stille Leistungsreserven, die Sie ja entdecken möchten.

 

Gehen Sie stattdessen bei Ihrer Analyse systematisch vor:

  1. Mitarbeiterbeurteilungen nutzen.
    Ziehen Sie Ihre Beurteilungen der letzten Jahre zu Rate. Prüfen Sie, wie sich der Mitarbeiter entwickelt hat, welche Leistung er erbrachte und auf welchem Niveau er jetzt angekommen ist bzw. verharrt.
  2. Leistungskurve studieren.
    Führen Sie sich seine Leistungskurve vor Augen. Gab es Zeiten, in denen er eine hohe Leistung erzielte? Wann war dies? Was war der Grund für dieses Leistungshoch? Was können Sie daraus lernen? Welche Leistungsreserven stecken also in ihm?
  3. Leistungstiefs hinterfragen.
    Prüfen Sie unbedingt, warum der Mitarbeiter wann und für wie lange eine reduzierte Leistung erbrachte. Welche Ursachen gibt es hierfür? Ihren Führungsstil? Mangelnde Aufgaben, die fordern? Veränderungen im Team, der Abteilung und/oder im Unternehmen? Je besser Sie verstehen, warum der Mitarbeiter weniger Leistung zeigt,  umso besser können Sie die Reserven, die ja definitiv in ihm stecken, wieder freisetzen. Denn dafür müssen ja „nur“ diese Gründe aus dem Weg geräumt werden.


 

Tipp 2: Kompetenzen, Fähigkeiten und Know-How prüfen

Listen Sie einmal in Ruhe die Fähigkeiten und Kompetenzen jedes einzelnen Mitarbeiters auf. Notieren Sie sich hierzu, welche Aufgaben er zurzeit durchführt. Prüfen Sie nun,

  • seine Auslastung.
    Hat der Mitarbeiter überhaupt zeitlich noch Raum, um seine Leistungsreserven für weitere Aufgaben zu nutzen?
  • sein Können.
    Welche Aufgaben, Projekte und/oder Tätigkeitsbereiche könnten mittel- und langfristig dank seines Könnens an ihn herangetragen werden? Welches Leistungspotenzial wird somit aktiviert?

 

Tipp 3: Neues Leistungsniveau ansteuern

Jedes Leistungsniveau kann gesteigert werden. Überlegen Sie, was Sie als Vorgesetzter tun können, um bei dem jeweiligen Mitarbeiter ein neues, höheres Leistungsniveau zu erreichen. Laden Sie Ihren Mitarbeiter zu einem Mitarbeitergespräch. Besprechen Sie mit ihm Ihre Erwartungen. Verdeutlichen Sie ihm, dass Sie ihm mehr zutrauen. Erkundigen Sie sich, welche Aufgaben ihn interessieren. Erstellen Sie gemeinsam einen Plan, welche Maßnahmen und Schritten den Mitarbeiter weiterbringen – und somit letztendlich ein Mehr an Leistung generieren. 

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