Vorstellungsgespräch: Fragen nach persönlichen Schwächen geschickt beantworten

21. Mai 2012

Persönliche Schwächen gezielt im Vorstellungsgespräch benennen

Vorstellungsgespräch - Fragen nach persönlichen Schwächen geschickt beantworten

Ein Vorstellungsgespräch ohne Fragen von Seiten des Arbeitgebers gibt es nicht. Vielmehr werden Sie mit vielen Fragen im Vorstellungsgespräch konfrontiert. Einige solcher typischen Fragen im Vorstellungsgespräch, die der Arbeitgeber gerne stellt, ist die Frage nach Ihren persönlichen Schwächen: „Wo sehen Sie Ihre (fachlichen) Schwächen?“

So mancher Bewerber reagiert dann völlig falsch – und zeigt dadurch eine richtige Schwäche: Nämlich die, nicht mit der Frage nach den eigenen (fachlichen) Schwächen umgehen zu können.  

 

Tappen Sie nicht in die Falle im Vorstellungsgespräch: Zeigen Sie jetzt keine Schwäche

So sollten Sie in keinem Falle auf die Frage nach Ihren (fachlichen) Schwächen reagieren:

  • Den Blickkontakt plötzlich meiden.
  • Zaghaft und unsicher nach Worten suchen.
  • Zerknirscht alle Ihre Schwächen aufzählen.
  • Niemals eine Schwäche benennen, die Sie direkt in Ihrer Berufsausübung hindern würde.

 

Zeigen Sie Stärke beim Benennen Ihrer Schwächen im Vorstellungsgespräch

Beantworten Sie im Vorstellungsgespräch Fragen nach Ihren (fachlichen ) Schwächen souverän und selbstbewusst. Dann werden Sie bei diesen Fragen garantiert punkten. Beachten Sie bei Ihrer Antwort drei wichtige Aspekte:

 

 

  1. Relativieren Sie Ihre Schwäche. Verwenden Sie Ausdrücke wie „manchmal“, „ab und zu“, gelegentlich“, „hin und wieder“, „vereinzelt“, „von Zeit zu Zeit“, „bisweilen“ oder „Sporadisch kommt es vor, dass…“
  2. Benennen Sie eine konkrete Situation. Veranschaulichen Sie Ihre Schwäche an einem Beispiel aus Ihrem Berufsalltag.
  3. Zeigen Sie auf, wie Sie die Schwäche in den Griff bekommen (wollen). Dadurch präsentieren Sie sich als selbstkritisch und lösungsorientiert, der eigene Verhaltensänderungen einleiten kann.

 

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

„Ich bin manchmal etwas ungeduldig. Da ich selbst bei der Arbeit gerne ein zügiges Tempo einschlage, kam es dann gelegentlich zu Spannungen, weil die Kollegen ihrem eigenen Zeitrhythmus folgten und ich auf Ergebnisse warten musste. Darum vereinbare ich jetzt klare zeitliche Absprachen, so dass ich meine Zeit optimal einteilen kann und für mich keine Wartezeiten mehr entstehen.“

 

Mein Tipp:

Bereiten Sie sich auf diese konkrete Frage gut vor. Listen Sie am besten alle Ihre Schwächen auf. Wählen Sie dann drei Schwächen aus, die Sie bedenkenlos nennen können, weil sie keine Behinderung Ihrer beruflichen Arbeiten darstellen. 



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