Kostenfaktoren im Unternehmen: Zwischen Gewerbestrom und Mitarbeiterschulung

24. Mai 2017

Ebbe im Portemonnaie ist ärgerlich, Ebbe auf dem Geschäftskonto ist fatal. Genau aus diesem Grund haben Sie als Unternehmer bzw. Ihre Finanzabteilung eine große Aufgabe zu stemmen. Kostenfaktoren müssen regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden. Mit spitzem Bleistift sollte angesetzt werden, um Kostenfresser zu eliminieren – um Geld für wichtige Investitionen zu haben. Welche Punkte Sie dabei ins Visier nehmen sollten, ist Thema dieses Beitrags.

 

So eleminieren Sie Kostenfresser 

 

Kostenfaktor: Strom

Im Grunde sollte Ihnen das Thema nicht neu sein, denn vermutlich nutzen Sie im Privaten regelmäßig die Option, via Online-Vergleich zu überprüfen, ob Ihr Strom-Lieferant der mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis ist. Was im Privatleben bereits fest integriert ist, wird allerdings in der Unternehmenswelt vergleichsweise stiefmütterlich behandelt, dabei gibt es für Unternehmer dieselbe Möglichkeiten, einen Anbieter-Check durchzuführen, wie für Privatkunden.

  • Wer einen regulären Stromzähler im Keller des Betriebs hängen hat und regelmäßig eine Rechnung vom regionalen Stromanbieter bekommt, der kann ebenso agieren wie ein Privatmann: Postleitzahl und Verbrauch ins Vergleichsportal tippen und Preisangebote erhalten.
  • Benötigen Sie in Ihrem Betrieb so viel Gewerbestrom, dass Sie über einen Lastgangzähler Ihren Stromverbrauch übermitteln, gehören Sie in die Gruppe der Unternehmen mit „registrierender Leistungsmessung“. Nun ist der Preisvergleich etwas umständlicher, denn der Verbrauch kann nicht einfach eingegeben werden. Tipp: Das Vergleichsportal Verivox agiert hier als Dienstleister und führt die Ausschreibung für Sie durch.


     

Kostenfaktor: Telefonie und Internet

Skizzieren wir einmal das Worst-Case-Szenario (im Hinblick auf Telefon- und Internet-Kosten): Sie haben am Unternehmensstandort eine große Anzahl an Sachbearbeitern und Servicekräften, die mit Ihrer noch größerer Truppe an Außendienstmitarbeitern permanent im Kontakt stehen müssen, um die extern bekommenen Aufträge intern auch nach dem individuellen Kundenwunsch umzusetzen. Sicherlich sollte im Workflow standardisiert werden, was nur geht, um ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. So können beispielsweise Datenbank-Systeme dazu genutzt werden, Datenmaterial sortiert und strukturiert in den Betrieb einzureichen und dem Sachbearbeiter damit zur Verfügung zu stellen.

 

 

Im Verlagsbereich wird diese Variante bereits erfolgreich praktiziert. Ein Beispiel aus der Praxis: Anzeigenkunden, die sich für das Schalten einer Anzeige im Print- oder Online-Medium entschieden haben, erhalten einen Link und speisen dort die benötigten Daten (Logo, Adresse, Bild, Text) ein. Via System werden die Daten an den Satzdienstleister weitergegeben, der daraus die Anzeige erstellt und wieder ins System einstellt. Sobald die fertige Anzeige dort verfügbar ist, erhält der Kunde einen Korrekturabzug. Im Idealfall korrigiert dieser nun direkt im System und was verbraucht wird, ist lediglich Internet-Datenvolumen. Für jegliche Rückfragen wird jedoch noch immer zum Telefon gegriffen. Tipp: Fragen Sie beim Vergleichsportal nach einem unverbindlichen Komplettangebot, das Internet, Festnetz und Mobil-Telefonie verbindet. Experten verraten, dass bereits ab einem dreistelligen Rechnungsbetrag monatlich Einsparungen erreicht werden können.

 

Kostenfaktor: Software und Hardware

Die IT-Landschaft schlägt jeden Monat mit einem ordentlichen Betrag zu Buche. Dabei geht es nicht nur um die Anschaffungskosten, sondern vor allem auch um Wartungskosten. Je nach Betrieb und je nach Software-Landschaft kann die Option „Software-as-a-Service“ eine Sparkomponente beinhalten. Wer die Miet-Software scheut, der verkennt vermutlich, dass vielleicht bereits tagtäglich damit gearbeitet wird, denn auch Google Docs und Gmail sind klassische Software-as-a-Service-Produkte, nur fallen dafür im Vergleich zu spezialisierter Software keine Kosten an. Der Trick bei der Software-as-a-Service-Lösung ist die Mandantenfähigkeit, die das Konstrukt günstig hält.

 

Der Anbieter der entsprechenden Software vergibt quasi virtuelle Arbeitsplätze, die meist beliebig skaliert werden können. Jeder registrierte Nutzer, der auch seine „Miete“ bezahlt, kann das Programm vollumfänglich nutzen, hat aber auf der anderen Seite keinerlei Ärger damit. Updates und Add-Ons können vom Hersteller buchstäblich klammheimlich installiert werden – und werden erst dann aktiv, wenn es der User eben gerade nicht ist. Eine Übersicht über gängige Software-as-a-Service-Lösungen hält dieser Fachbeitrag bereit.

 

Kostenfaktor: Personal

Wenn Sie nun befürchten, dass eine Pro- und Contra-Liste zum Thema Outsourcing folgt, dann haben Sie sich geirrt. Wir gehen nämlich heute mal davon aus, dass Sie Ihre Mitarbeiter im Betrieb behalten möchten. Allerdings können Sie trotzdem an der Kostenschraube drehen – und das, ohne am Gehalt zu schrauben. Arbeiten Sie inhaltlich mit Ihren Mitarbeitern und Sie können bares Geld sparen. Hier haben wir Ihnen einige Beispiele zusammengestellt:

  • Erklären Sie Ihren Mitarbeitern, wie viel es kostet, zu jedem Kundenwunsch und zu jeder Idee „ja“ zu sagen. Genau richtig: Jede „Extrawurst“ kostet bares Geld. Haben Ihre Mitarbeiter das verinnerlicht, sollten Sie Ihnen mit einer Rhetorikschulung dabei helfen, Kunden von fixen (und teuren) Ideen abzubringen, ohne dabei die der-Kunde-ist-König-Regel zu vergessen.
  • Mobbing kostet Nerven, Kreativität, Motivation und Geld. Deswegen muss jeder Vorgesetzte reagieren, wenn ein Fall von Mobbing im Unternehmen bekannt wird. Dieser Kostenfresser sollte in keinem Unternehmen geduldet werden.
  • Sind Sie der Meinung, Weiterbildung kostet zu viel Geld? Wir verraten Ihnen was: Qualifikationsmängel sind bei Weitem teurer. Wie teuer Qualifikationsmängel sind, zeigen endlos viele Beispiele: Ist über die Hälfte der Belegschaft schlecht qualifiziert, bedient Produktionsmaschinen falsch und provoziert damit einen Totalausfall, dann sind die Kosten dafür höher wie für etwaige Schulungen. Tipp: Vor allem gute Mitarbeiter, die zu Führungskräften befördert werden, scheitern häufig an mangelnder (und teurer) Führungskompetenz.
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