Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter: Achtung vor dem Grinch

20. November 2014

How the Grinch stole Christmas

„How the Grinch stole Christmas“ ist eine amerikanische Kindergeschichte, deren Verfilmung in Amerika regelmäßig zu Weihnachten von den Fernsehsendern ausgestrahlt wird. Auch in deutschen Büros macht sich der Weihnachts-Grinch am Ende des Jahres stets ans Werk und sorgt für miese Weihnachtsgeschenke, enttäuschte Gesichter und vor allem für jede Menge Ärger über die hohen Steuerabgaben beim Weihnachtsgeld.

 

Mit den folgenden Tipps können Sie sich das 2014 ersparen!

 

ein Mitarbeiter mit Nikolausmütze vor einem großen Tisch voller Geschenke

 

Das passende Geschenk für jeden Geschmack

Um es vorwegzunehmen, je größer der Betrieb und je mehr Mitarbeiter zu beschenken sind, desto schwieriger wird es, das passende Geschenk für jeden einzelnen Angestellten zu finden. Dazu kommt bei großen Betrieben die fehlende Zeit, um etwa mehrere Hundert Mitarbeiter nach ihren Vorlieben zu befragen, geschweige denn, diesen „Wunschzettel“ zu realisieren. Bei kleineren Betrieben ist dies einfacher, aber auch hier sollte die Form und der Wert des Weihnachtsgeschenkes beachtet werden, denn ab einer bestimmten Höhe oder ab einem bestimmten Wert greifen die Gesetze zu Sozial- und Lohnsteuerabgaben.

 

Doch was ist dann das richtige Geschenk für jeden und jede Mitarbeiterin, ohne dabei den Zeitaufwand ins Maßlose zu treiben?

 

Das Ausschlussverfahren

In der Technik wird bei der Fehlersuche gerne das Ausschlussverfahren angewandt. Sind mehrere Fehlerquellen oder Ursachen bei einem Defekt einer Maschine oder eines Gerätes möglich, werden die einzelnen Komponenten hintereinander geprüft, bis der Ursprung des Fehlers gefunden wurde.

 

Genauso kann bei der Suche nach dem Weihnachtsgeschenk vorgegangen werden. Die Komponenten, die hierbei infrage kommen, sind die unterschiedlichen Ansichten und Lebensweisen der Mitarbeiter. Ab einer bestimmten Betriebsgröße findet sich unter den Mitarbeitern praktisch jede Art von vorstellbarer Kultur und Überzeugung. Dazu gehören religiöse Sitten genauso wie Überzeugungen in Bezug auf die Ernährung.



 

Stolperfallen vermeiden 

Damit schließen sich als mögliche Fehlerquellen schon einmal zumindest zwei Dinge aus: Fleisch/Wurst und Alkohol.

Natürlich bezieht sich dies nicht auf einen Fleisch verarbeitenden Betrieb oder etwa eine Brauerei. In dem einen werden aber auch kaum Vegetarier oder Veganer und im anderen eher selten Antialkoholiker anzutreffen sein.

 

Ein weiterer Punkt sind sittliche Belange. Wenn auch vieles heute wesentlich freizügiger gehandhabt wird als noch zur Zeit der Eltern, so finden viele Menschen etwa zu viel nackte Haut schlicht unpassend. Der neue Kalender für das nächste Jahr mit sehr knapp bekleideten Mädchen sollte deshalb gleichermaßen Tabu sein.

 

Somit sind drei mögliche Stolperfallen, die aus einem gut gemeinten Weihnachtsgeschenk ein Ärgernis für die Mitarbeiter machen könnte, ausgeschlossen. Allgemein sind Lebensmittel als Geschenk auf breiter Front aufgrund der unterschiedlichen Geschmäcker eher ungeeignet.

 

Sachgeschenke technischer Natur

Sachgeschenke technischer Natur sind meist keine schlechte Idee und auch die Gefahr, irgendwie anzustoßen, ist praktisch nicht vorhanden.

 

So sind beispielsweise Musikabspielgeräte wie MP3-Player in den unterschiedlichsten Preisklassen zu finden und können von den Mitarbeitern bei Nichtgefallen einfach in der Verwandtschaft weiter verschenkt werden. Dazu kommt, dass entsprechende Werbemittelfirmen die Geräte mit dem eigenen Logo bedrucken können. Dabei sollte aber nicht zu billig eingekauft werden, denn dann hält die Freude am Geschenk nicht lange an, der Ärger darüber und damit die Unzufriedenheit der Mitarbeiter umso länger. Zudem erhalten Einkäufer größerer Mengen an Elektrogeräten oft sehr hohe Rabatte.

 

Individuelle Geschenke

Damit sind nun nicht Geschenke gemeint, die speziell für jeden Mitarbeiter ausgesucht werden, sondern Geschenke, die speziell für das Unternehmen hergestellt werden. Je größer der Betrieb beziehungsweise die Anzahl der zu beschenkenden Mitarbeiter, desto eher lohnt sich das.

 

Hier kommt der Faktor der Einmaligkeit dazu, sodass die Mitarbeiter ein Geschenk erhalten, das sonst niemand außer Ihnen auf der Welt hat. Beispiele hierfür sind etwa Geschirr mit individuellem Aufdruck oder extra geformte Stechformen zum Kuchenbacken.

 

Gutscheine

Mit Gutscheinen ist eigentlich fast jedem Recht getan. Zudem besitzen Gutscheine den Vorteil, dass sie bis zu einer Höchstgrenze von 44 Euro pro Monat sozialabgabenfrei sind. Das sind Sachgeschenke natürlich auch. Gutscheine haben aber vor allem den Vorteil, dass es viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten für den Beschenkten gibt. Vom Gutschein für ein Abendessen bis hin zum Besuch eines Wellnesstempels oder einfach für das Shopping in ausgewählten Läden – da hat der Grinch keine Chance.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Weihnachtsgeschenke vom Chef: Was Arbeitnehmer wissen müssen

 

Gerade in kleinen Firmen herrscht häufig Unsicherheit, wie mit dem „Steuerproblem“ des Beschenkten bezüglich Geschenken für Kunden und Mitarbeiter umgegangen werden soll. So klappt‘s mit der Pauschalbesteuerung - wir klären Sie auf. mehr
Jedes Unternehmen braucht sie für den eigenen Unternehmenserfolg: Engagierte Mitarbeiter. Doch die Realität sieht anders aus. Jeder vierte Mitarbeiter hat innerlich gekündigt. mehr
Als Führungskraft sollten Sie den Stress Ihrer Mitarbeiter ernst nehmen – und aktiv werden. mehr
Ihnen fehlt noch die passende Geschenkidee für einen besonderen Menschen? Verschenken Sie doch das kostbarste, was Sie haben: gemeinsame Zeit! mehr
Das Pflegezeitgesetz hat neue Arbeitnehmerrechte für den Fall der Pflege naher Angehöriger geschaffen. Wie immer wirft auch dieses Gesetz mehr Fragen auf, als der Gesetzgeber vorgesehen hat. Eine für Arbeitgeber – aber selbstverständlich auch für... mehr