Signale beachten - Leistungsabfall im Team vermeiden

28. Juli 2010

Die beste Leistung erbringt Ihr Team, wenn sich alle Teammitarbeiter als gleichberechtigte Kollegen respektieren. Nur oft genug wird gerade dies (unbewusst) sabotiert. Typische Signale der Macht werden gesendet. Lernen Sie diese jetzt kennen – und greifen Sie gezielt ein. Nur so erreichen Sie Ihr Ziel: die Einheit des Teams zu erhalten. Denn ohne Team-Einheit keine starke Leistung, keine Innovationen, kein selbstverantwortliches Handeln Ihrer Teammitarbeiter.

 

Signale der Macht sind allerdings perfide, da sie kaum auffallen. Es sind kleine Gesten oder geringfügige Verhaltensmuster, die die Macht demonstrieren sollen. Und gerade durch diese fast unscheinbaren Signale werden sie gerne von anderen, die nicht davon betroffen sind, übersehen.  

 

Machen Sie sich jetzt mit den Signalen der Macht vertraut:

  • Der Mitarbeiter zeigt mit dem Stift, Zeigefinger oder einem anderen Gegenstand auf den Kollegen.
  • Bei einem Gespräch mit dem Teammitglied nimmt der Kollege unaufgefordert Gegenstände von dessen Tisch und begutachtet sie kritisch.
  • Der Mitarbeiter hebt kaum merklich das Kinn und blickt seinen Kollegen von oben herab an. Variante: Das Gegenüber wird über den Rand der Brille fixiert.
  • Der Teammitarbeiter gestikuliert bei Besprechungen stets raumergreifend.
  • Bei Besprechungen oder gemeinsamer Teamarbeit breitet sich der Teammitarbeiter mit seinen Unterlagen (oder auch mit seiner Körperhaltung) so stark aus, dass die anderen eng zusammen rücken müssen.
  • Bei einem Gespräch erledigt der Mitarbeiter weiter andere Dinge, wie Daten in den PC zu tippen. Variante: Er blickt demonstrativ immer wieder auf die Uhr.

 

Häufen sich solche Signale der Macht, müssen Sie handeln.

  • Bitten Sie den jeweiligen Teammitarbeiter zum Gespräch. Weisen Sie jedoch keine Schuld zu. Vielleicht ist demjenigen gar nicht bewusst, was er mit seinem Tun anrichtet. Zeigen Sie konkret auf, was Sei beobachtet haben. „In den letzten Wochen ist mir aufgefallen, Herr Wiesner, dass sich Ihr Verhalten gegenüber ihrem Kollegen Ahrensberger verändert hat. Sie zeigen bei Gesprächen mit dem Finger auf ihn oder breiten Ihre Unterlagen in Meetings so aus, dass er keinen Platz mehr hat. Können Sie mir Ihr Verhalten erläutern?“
  • Klopfen Sie vorsichtig ab – oder falls es die Situation erfordert, fragen Sie direkt -, ob ein versteckter Konflikt dahinter steckt. „Ist (damals) etwas vorgefallen, weshalb Sie Ihr Auftreten geändert haben?“
  • Lassen Sie einen Rollenwechsel vornehmen. „Versetzen Sie sich einmal in Ihren Kollegen Ahrensberger. Wie würden Sie Ihr Verhalten in seiner Haut empfinden?“
  • Fragen Sie ihn nach positiven Verhaltensmustern. „Wie könnten Sie sich verhalten, dass Ihren Teamkollegen signalisiert, dass Sie alle respektieren und schätzen?“
  • Diskutieren Sie regelmäßig dieses Thema auch im Team: Verhaltensregeln, die das Team stärken.


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