Motivation steigern, Leistung erhöhen: Aktivieren Sie das fürsorgliche Eltern-Ich der Transaktionsanalyse

21. März 2012

Demotivieren Sie sich nicht länger selbst

Motivation steigern mit der Transaktionsanalyse

Tagtäglich sind Sie in Ihrem Beruf gefordert. Deshalb fordern Sie auch viel von sich selbst. Denn schließlich haben Sie sich Ziele gesetzt – und wollen Karriere machen. Dafür kurbeln Sie Ihre Motivation an. Doch leider sorgen Sie auch für Ihre eigene Demotivation, wenn

  • Ihnen etwas bei Ihrer Arbeit misslingt und Sie sich dafür tadeln.
  • Sie einen Fehler machen und sich für diesen kritisieren, gar schämen.
  • Sie etwas vergessen und sich dies vorwerfen.
  • Sie im Vergleich zu Ihrem Kollegen nicht so gut abschneiden und Sie sich deshalb klein und hässlich fühlen.
  • Ihr Vorgesetzter Sie kritisiert und Sie an sich selbst zweifeln.
  • Ihr Kollege Ihre Argumente belächelt und Sie sich kommunikativ unterlegen fühlen.
  • Sie nicht wissen, wie Sie mit dem verärgerten Kunden umgehen sollen und sich dies noch stundenlang vorhalten.

In all diesen Situationen – und in vielen anderen auch – sind Sie an Grenzen gestoßen. Grenzen, die jedoch als negativ empfunden werden und deshalb auch meist starke innere Gefühle und mentale Reaktionen freisetzen wie

  • sich über sich selbst zu ärgern.
  • sich selbst zu beschimpfen „Ich, Idiot“.
  • sich zu kritisieren „Wie konnte ich nur so naiv sein…“

Solche Gefühle und mentalen Reaktionen wurden in der Regel bereits in jungen Jahren in Ihnen etabliert. Sie haben Verhaltensmuster übernommen, die Ihnen Ihre Eltern vorgelebt oder gegenüber Ihnen gezeigt haben.

Deshalb werden diese in der Transaktionsanalyse auch dem Eltern-Ich zugeordnet, wobei die Transaktionsanalyse zwischen dem kritischen und dem fürsorglichen Eltern-Ich unterscheidet. Und diese Unterscheidung ist für Sie, Ihre Motivation und Karriere sehr wichtig. Denn durch eine Bewusstmachung dieser beiden Verhaltensmuster können Sie gezielt Ihr fürsorgliches Eltern-Ich aktivieren.

 

Ihre Karriere benötigt das fürsorgliche Eltern-Ich

Das fürsorgliche Eltern-Ich der Transaktionsanalyse ist der Teil in Ihnen, der

  • Sie unterstützt.
  • Ihnen Anerkennung zuspricht.
  • Sie lobt.
  • Ihnen Mut und Zuversicht gibt.
  • Sie tröstet.
  • Sie an Ihre Fähigkeiten und Ihre Kompetenzen erinnert.

Alles Eigenschaften, die Sie bei Ihrer Karriere und Ihrer Motivation unbedingt benötigen. Denn mit Ihrem fürsorgliches Eltern-Ich knüpfen Sie an Ihre Potenziale an und setzen sie frei.

 

Karriere ankurbeln, Motivation steigern: 3 Tipps, wie es mit dem fürsorglichen Eltern-Ich gelingt

 

Tipp 1: Sich selbst mehr loben

Geben Sie sich endlich selbst die notwendige Anerkennung, die Ihrer Arbeit, Ihren Fähigkeiten und Ihren Kompetenzen gebührt. Würdigen Sie Ihre Arbeit. Manches Mal fällt dies schwer, weil Sie in Ihrer Kindheit zu selten eine wertschätzende Anerkennung erfahren haben, so dass Sie heute als Erwachsener dieses Verhaltensmuster wiederholen. Dies können und sollten Sie jedoch ändern:

  • Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Arbeit und Ihr Tun. Was gefällt Ihnen (spontan)? Wobei haben Sie sich besonders angestrengt? Was ist Ihnen gut gelungen? Wobei haben Sie Ausdauer gezeigt? Welche Fähigkeiten haben Sie genutzt? Wovon haben Sie andere überzeugt?
  • Sprechen Sie sich Anerkennung zu – loben Sie sich:
    • in der Ich-Form: „Ich habe bei dieser Aufgabe wirklich ein gutes Ergebnis erbracht.“
    • in der Du-Form. Dies hat den Vorteil, dass Sie sich selbst von außen loben, d.h. das Du oder das Sie ist ja die Ansprache, die ein Dritter Ihnen gegenüber wählt. Manches Mal klingt dies dann überzeugender. Probieren Sie es am besten aus. „Super, wie du im Meeting deine Argumente vorgetragen hast. Die waren alle ganz Ohr.“
  • Beachten Sie innere Widerstände. Sensibilisieren Sie sich für Hemmungen, die entstehen, wenn Sie sich loben wollen. Ist es stets die gleiche Aufgabe oder derselbe Arbeitsbereich, bei dem diese Blockade auftritt? Welche Gedanken, Gefühle und mentalen Dialoge werden dann in Ihnen aktiviert? Warum fällt es Ihnen schwer, sich für diese Arbeit Anerkennung auszusprechen? Welche Rückschlüsse ziehen Sie daraus? Was lernen Sie? Wie können Sie dies ändern?

 

Tipp 2: Den unterstützenden Blickwinkel einsetzen

Unabhängig davon, ob Sie ein Ziel erreichen möchten, eine schwierige Aufgabe zu bewältigen haben oder sich mit einem verärgerten Kunden auseinandersetzen müssen, es gibt Situationen, in denen benötigen Sie Zuspruch. Denn durch einen positiven Zuspruch stärken Sie Ihr Selbstvertrauen und zapfen so eigene Potenziale und Fähigkeiten, die zur Bewältigung der Situation benötigt werden, viel gezielter an.

Als Erwachsener können Sie jedoch kaum erwarten, dass Ihr Umfeld Ihnen diesen Zuspruch gibt. Deshalb übernehmen Sie selbst dafür die Verantwortung. Aktivieren Sie Ihr fürsorgliches Eltern-Ich:

  • „Das schaffst du“ bzw. „Das schaffe ich“.
  • „Du hast schon ganz andere Aufgaben gemeistert“ bzw. „Ich habe schon ganz andere Aufgaben gemeistert.“
  • „Du verfügst über alle notwendigen Ressourcen“ bzw. „Ich verfüge über alle notwendigen Ressourcen.“

 

Tipp 3: Selbstkritik umwandeln

Für viele ist Selbstkritik nicht allein ganz natürlich, sondern es herrscht auch der Glaubenssatz „Ohne Selbstkritik bekomme ich gar nichts zustande“. Zwar mag ein „Wie kann man nur so einen dummen Fehler machen“ im ersten Moment dazu antreiben, es zukünftig besser zu machen, doch mittel- und längerfristig untergraben Sie damit Ihre eigenen Selbstwert und Ihr Selbstvertrauen. Manches Mal stellt sich sogar Angst ein, bloß nicht wieder einen Fehler zu machen, so dass Sie voller Anspannung und unter Stress Ihre Arbeit verrichten.

Selbstkritik sollte deshalb nur in Maßen geäußert werden und Anlass sein, das eigene Tun zu hinterfragen, um es gegebenenfalls zu ändern. Diesen Prozess unterstützt das fürsorgliche Eltern-Ich, da es die Schärfe und Härte aus der Selbstkritik nimmt:

  • „Gut, jetzt habe ich im Bericht einen Fehler gemacht. Dies kann vorkommen. Nur gut, dass es mir rechtzeitig aufgefallen ist.“
  • „Im Gespräch mit dem Kunden habe ich mich aber wenig geschickt angestellt. Jetzt werde ich mir mal in Ruhe überlegen, an welcher Stelle mir das Gespräch entglitten ist.“

Sollte Ihnen jedoch wieder eine selbstkritische Bemerkung entgleiten, üben Sie sich darin, diese durch Ihr fürsorgliches Eltern-Ich abzumildern:

  • „Ich, Idiot“ wird zu „Nur weil mir dies jetzt nicht so gut gelungen ist, bin ich noch lange kein Idiot.“
  • „Wie konnte ich mich nur so dämlich anstellen“ wird zu „Du hast in diesem Moment so gehandelt, wie es dir am sinnvollsten erschien. Im Nachhinein ist es immer leicht, alles besser zu wissen. Am besten du analysiert jetzt einmal die Situation, damit du zukünftig rechtzeitig Signale erkennen kannst.“

 

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