Das perfekte Dinner: Der Business-Knigge für Ihr Geschäftsessen

26. September 2014

Das perfekte Dinner – Tischkultur im Wandel

Wie schnell aus einem angenehmen Abend ein verkrampfter Drahtseilakt werden kann! Sie begleiten Ihren Chef zu einem Geschäftsessen in ein gutes Restaurant. Für Sie kein Grund unentspannt zu sein – wären da nicht plötzlich lauter verschiedene Bestecke, Gläser und Teller vor Ihnen auf dem Tisch! Welches Messer ist bloß das richtige für Ihre Vorspeise? Und auf welchen Teller kommt das Brot?

 

So wird Ihr Geschäftsessen zu einem perfekten Dinner

 

Damit Sie in Zukunft Fettnäpfchen sicher umgehen, ist es ratsam, einen Ratgeber zu lesen oder ein unterhaltsames Aktivseminar zu besuchen – „learning by doing“ ist bekanntermaßen die einfachste Art zu lernen.

 

„Sage mir, wie du isst, und ich sage dir, was du bist.“ Diese Aussage aus dem 18. Jahrhundert von dem französischen Schriftsteller Jean Anthelme Brillat-Savarin ist nach wie vor aktuell.

 

Für uns ist selbstverständlich, dass wir mit Gabel, Messer und Löffel essen. Manche meinen sogar, dass das ein Zeichen einer guten Kinderstube sei. Doch warum ist das eigentlich so? Schließlich essen nicht alle Menschen auf dieser Welt mit dem uns bekannten Besteck. In Asien werden beispielsweise Stäbchen verwendet – das ist für uns oft ganz schwierig. Bei uns in Europa gilt es als unschicklich, bei Tisch zu schmatzen und zu rülpsen. Das gehört in China sozusagen zum „guten Ton“ – man zeigt damit, dass einem das Essen schmeckt. 



 

Krustentiere, Fisch und Geflügel fachgerecht zerlegen, Artischocken stilsicher genießen, den Unterschied zwischen Fingerfood und Fingergerichten kennen lernen, der Umgang mit der Serviette, die Bestecksprache – das sind alles wichtige Themen für das souveräne Verhalten bei Tisch.

 

Auch in der Kantine oder beim lockeren Besuch des Italieners um die Ecke sollten grundsätzliche Manieren selbstverständlich sein. Hastiges Herunterschlingen, mit vollem Mund reden, aus den Zähnen Speisereste entfernen sind Taktlosigkeiten, die selbst in gehobenen Kreisen vorkommen und auf Abwehr stoßen. Dass man das Messer nicht ableckt, die Ellbogen nicht aufstützt und nicht mit hängendem Kopf am Tisch sitzt, ist längst nicht allen klar.

 

Viele Geschäftsessen: Wie halte ich mein Gewicht?

Bei Politikern bekommen wir es live mit: Helmut Kohl hat während seiner Amtszeit deutlich an Gewicht zugelegt. Auch Joschka Fischer ist es so ergangen. Beide gaben als Grund die zahlreichen Bankette und Einladungen zum Dinner an. Damit es Ihnen bei häufigen Geschäftsessen nicht genau so ergeht, empfiehlt sich folgender stilsichere Ausweg:

 

Selbstverständlich möchten Sie Ihre Gastgeberpflichten optimal erfüllen – und legen deshalb vielleicht auch Wert darauf, Ihren Gästen nicht nur mehrere Gänge anzubieten, sondern das gesamte Menü auch selbst zu essen. So haben Ihre Gäste nicht das Gefühl, sie dürften sich nur ein Hauptgericht bestellen.

 Doch vereinbaren Sie mit dem Restaurant, in dem Sie üblicherweise Ihre Gäste einladen, vorab, dass Sie bei solchen Essen kleinere Portionen bekommen. Treffen Sie auch eine Absprache zu den Getränken. Falls Ihre Gäste Bier bevorzugen, bekommen Sie so automatisch alkoholfreies oder leichtes Bier, ohne extra darauf hinweisen zu müssen. Wird Wein getrunken, schenken Ihnen absprachegemäß die Servicekräfte weniger ein.

 

Es ist auch empfehlenswert, schmackhafte, leichtere Gerichte auszuwählen. Vermeiden Sie in diesem Fall Sahne-Créme-Suppen, frittierte Speisen wie Pommes frittes, Kroketten, Wiener Schnitzel. Leckere Tranchen aus exotischen Früchten sind dem kalorienreichen Tiramisu vorzuziehen.

 

Schlussendlich zeigt sich immer wieder, dass wir mit dem 1x1 der Umgangsformen an persönlicher Sicherheit für jede Situation gewinnen und viel natürlicher wirken – denn das gekonnte und sichere Auftreten entscheidet sowohl in der Privat- als auch in der Geschäftswelt über unseren Erfolg.

 

Mein Tipp:

Top im Job mit wertschätzenden Umgangsformen:
Seminar am 10.11.2017 in München

Das perfekte (Business-)Dinner – Mit Leichtigkeit und Freude genießen

Konkrete Informationen erhalten Sie hier.

 

Autor: Heike Holz
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