Von mobilen Geräten drucken: Diese Möglichkeiten erleichtern den Arbeitsalltag

11. Dezember 2018

Sie haben gerade eine wichtige Excel-Tabelle auf Ihrem Smartphone abgerufen und müssen sie dringend für eine bevorstehende Präsentation ausdrucken? Doch was tun, wenn der Umweg über den Desktop-Rechner zu lange dauern würde?

 

In solchen Situationen muss das Dokument direkt vom mobilen Gerät an einen Drucker geschickt werden - wie das funktioniert, erklärt Ihnen unser Ratgeber.

 

© Flickr Mobile Worker Michael Coghlan CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

AirPrint: Die ideale Lösung für alle Apple-Nutzer

Am einfachsten funktioniert das Drucken von mobilen Apple-Geräten über die seit 2010 immer weiter verbreitete Schnittstelle "AirPrint". Inzwischen haben die meisten Druckerhersteller einige Modelle mit AirPrint-Kompatibilität im Sortiment.

 

Wenn Sie einen AirPrint-fähigen Drucker im Büro haben, gehen Sie folgendermaßen vor:

Zunächst stellen Sie sicher, dass sich Drucker und mobiles Gerät im gleichen WLAN-Netzwerk befinden. Anschließend öffnen Sie die App, aus der Sie drucken möchten. Die meisten Apple-Standard-Apps verfügen über eine solche Funktion. Nun müssen Sie nur noch den AirPrint-kompatiblen Drucker auswählen und schon startet der Druckauftrag.

 

Noch etwas komfortabler wird AirPrint mit der - leider kostenpflichtigen - Anwendung Printopia, die unter anderem eine reibungslose Dropbox-Einbindung ermöglicht und zudem mit fast allen netzwerkfähigen Druckern kommunizieren kann. Außerdem können Sie so Dokumente mit nur einem Klick an den stationären Mac schicken - beispielsweise, falls Sie eine Bilddatei in Photoshop weiterbearbeiten wollen, bevor Sie diese drucken.

 

Detaillierte Anleitungen und eine Liste mit allen Herstellern, die AirPrint-kompatible Geräte im Sortiment haben, finden Sie in diesem Blog-Beitrag.



Drucken von Android-Geräten: Diese Möglichkeiten gibt es

Wenn Sie stattdessen ein Android-Smartphone oder -Tablet nutzen, haben Sie ebenfalls zahlreiche komfortable Druckmöglichkeiten:

 

Am einfachsten erhalten Sie Ihre frischgedruckten Seiten, wenn Sie einen netzwerkfähigen Drucker besitzen und die dazu passende App des Herstellers verwenden. Diese finden Sie in aller Regel schnell über Google Play. Doch auch das Betriebssystem spielt eine Rolle: Eine Druckfunktion gibt es erst seit der Android-Version 4.4 (genannt KitKat).

 

Abgesehen vom bequemen Drucken aus der App heraus ist auch das Drucken via Bluetooth komfortabel. Allerdings sind Bluetooth-fähige Drucker deutlich seltener.

 

Google selbst bietet ein Tool an, um cloudfähige Drucker mit dem eigenen Google Konto zu verbinden: Möglich macht dies die App Google Cloud Print, mit der Sie direkt aus der App oder aus Ihrem Google Chrome Browser heraus drucken können. Letzterem fügt die App eine komfortable Druck-Schaltfläche hinzu.

 

Und wenn kein cloudfähiger Drucker vorliegt?

Dann müssen Sie mit Ihrem Android-Gerät etwas improvisieren, kommen aber in den meisten Fällen trotzdem zu Ihrem Ausdruck.

 

Zum Beispiel, wenn Sie eine FritzBox besitzen und Ihren Drucker via USB-Kabel an selbiger als Netzwerkdrucker konfigurieren. An Ihrem Smartphone benötigen Sie dann einen USB-Host-Adapter, der aus dem Micro-USB-Anschluss eines Smartphones oder Tablets eine reguläre USB-Buchse macht. Solche Adapter sind in der Regel für weniger als 10 Euro zu haben.

 

Sollten Sie hingegen eine Fritzbox und den Adapter anschaffen müssen, lohnt es sich vermutlich eher, einen neuen, netzwerkfähigen Drucker zu kaufen.

 

Bei der Adapter-Methode ist zudem ein bisschen Tüfteln und Ausprobieren gefragt: Denn laut DroidWiki sind unter Umständen nicht alle gängigen Drucker-Apps für Android mit USB-Druckern kompatibel.

 

Detailliertere Beschreibungen der einzelnen Methoden sowie eine Liste mit Android-Drucker-Apps hat DroidWiki in diesem Artikel zusammengestellt.

 

Fazit: Netzwerkfähige Drucker sind für Vieldrucker unerlässlich

Sollten Sie noch einen sehr alten Drucker in Verwendung haben, aber auf ein unkompliziertes Drucken von vielen unterschiedlichen mobilen Geräten angewiesen sein, lohnt sich definitiv der Umstieg auf ein moderneres Gerät. AirPrint-fähige Modelle gibt es bereits für deutlich unter 100 Euro. Einige besitzen sogar eine NFC-Funktion, mit der Sie Ihr Mobilgerät noch schneller via Kontakt mit dem Drucker verbinden.

 

Solche Möglichkeiten sind vor allem in Firmen mit mehreren Mitarbeitern, die alle mobil drucken müssen, unerlässlich und enorm zeitsparend. Eine Übersicht empfehlenswerter Drucker finden Sie in dem aktuellen Testbericht der Stiftung Warentest.

 

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