Die Cloud verstehen und richtig nutzen

30. Juni 2017

Die Cloud ist in aller Munde. Doch während viele Unternehmen die Cloud-Technologie bereits eifrig nutzen, stehen ihr andere noch skeptisch gegenüber. Vor allem beim Datenschutz haben viele bedenken. Wissen Sie, wie Sie die Cloud am besten für sich nutzen können?

 

Was bedeutet die Cloud eigentlich?© istock.com/NicoElNino

 

Was bedeutet Cloud eigentlich?

Das englische Wort Cloud bedeutet zunächst einmal Wolke. Im IT-Bereich ist damit eine Datenwolke gemeint, die losgelöst von internen Servern und Netzwerken über den Dingen schwebt und auf die jeder zurückgreifen kann. Dies hat für Unternehmer verschiedene Vorteile: So lassen sich in der Cloud große Datenmengen speichern, auf die auch von außerhalb zugegriffen werden kann, z. B. von Filialen im In- und Ausland, von Außendienstmitarbeitern auf Geschäftsreisen und von Mitarbeitern im Homeoffice. Eine Auslagerung der Daten auf gesicherte Cloud Server bietet außerdem größere Sicherheit, falls es in der Firma zu Datenverlust kommt. Gute Anbieter von Cloud-Dienstleistungen führen permanentes Monitoring zum Schutz der Daten durch und verwenden eigene Backup-Dienste.

 

Akzeptanz für Cloud-Technologie steigt langsam

Den Statistiken zufolge steigt die Akzeptanz in deutschen Unternehmen allmählich: 2011 gaben noch 38 % der Unternehmen an "kritisch und ablehnend" und nur 28 % "eher aufgeschlossen und interessiert" zu sein, hatte sich das Verhältnis bis 2015 zu 47 % Aufgeschlossenheit und Interesse und nur noch 25 % kritischer Ablehnung gewandelt.



 

Ins gleiche Horn stößt die neue Studie der IDC, die zu diesem Thema 317 Entscheider aus deutschen Unternehmen befragte. Demnach hat sich vor allem beim Mittelstand etwas getan: Rund 60 % der Unternehmen geben an, sich heute in einer frühen Phase zum Einsatz von Cloud Computing zu befinden, während 40 % bereits die ausgereifte Phase erreicht haben. In zwei Jahren will die Mehrheit (63 %) die ausgereifte Phase erreicht haben.

 

Warum auch Sie dabei sein sollten

Ob Industrie 4.0 in Unternehmen, die Entwicklung von Smart Homes oder die rasante Zunahme des E-Commerce: Kein Unternehmen kann es sich heute noch leisten, die Augen vor der Digitalisierung zu verschließen. Die Cloud-Technologie spielt bei der digitalen Transformation eine wichtige Rolle. Sie wird derzeit vor allem für externe SaaS-Anwendungen (Software as a Service) genutzt, sowie für die Datenspeicherung und eine bessere Rechenleistung. Immerhin 28 Prozent nutzen bereits spezielle Entwickler-Tools und Betriebssysteme.

 

Achten Sie darauf, dass Sie mit einem hochwertigen qualifizierten Cloud-Dienstleister zusammenarbeiten, der die Sicherheitsaspekte ernst nimmt und die Cloud genau Ihren Bedürfnissen anpassen kann. So kann beispielsweise mit sogenannter Groupware ein Intranet in der Cloud aufgebaut werden, auf das alle Mitarbeiter von jedem Ort und mit unterschiedlichen Geräten (auch Smartphones) zugreifen können. Die Nutzung von Cloud-basierter Software wiederum spart viel Geld für teure Software auf Ihren Firmenrechnern, ständige Updates und Probleme, wenn die Software wieder einmal nicht mitspielt. Da die Software zentral in der Cloud gespeichert ist, können die Entwickler jederzeit darauf zugreifen und zum Beispiel Updates automatisch für alle Nutzer durchführen.

 

Und die Sicherheit? Immerhin 57 % der Befragten einer Bitkom-Studie zur Cloud-Nutzung gaben an, dass sie die Cloud für sehr sicher oder "eher sicher" halten. Hierbei kommt es natürlich auch auf den Umgang mit Daten an: Personenbezogene Mitarbeiter- und Kundendaten sollten stets gründlich abgesichert sein. Dann ist die Cloud nicht unsicherer als interne Firmenserver, die in den letzten Jahren immer häufiger Ziel von Hackerangriffen waren.

 

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