So erstellen Sie einen Finanzplan für Ihren Businessplan

14. März 2019

Businessplan-Modul 9: Den Finanzplan erstellen

Im letzten Modul Ihres Businessplans, dem Finanzplan, setzen Sie alle in Ihren vorgegangenen Kapiteln angegebenen Informationen und Analysen in konkrete Zahlen um. Nur so erhalten der potenzielle Kreditgeber oder Geschäftspartner Auskunft über die Zukunft Ihres Unternehmens. Denn aus Ihrem Finanzplan geht hervor,

  • wie viel Geld Sie beim Start in Ihre Selbstständigkeit und der ersten Anlaufphase Ihrer Existenzgründung oder in der Anlaufphase eines neuen Produktes benötigen - dies wäre der Kapitalbedarfsplan.
  • wie es um Ihre Liquidität und deren Planung steht – dies wäre die Liquiditätsplanung.
  • ob sich Ihr Vorhaben (Existenzgründung, neue Geschäftsidee) lohnt und es für Ihr Unternehmen profitabel ist – dies wäre die Rentabilitätsvorschau.
  • wie Sie Ihr Vorhaben finanzieren möchten – dies wäre der Finanzierungsplan.

 

 So gelingt es, einen Finanzplan zu erstellen

 

Decken Sie all diese vier Übersichten im Finanzplan Ihres Businessplans ab.

 

Da Sie für die Erstellung dieses Businessplan-Modul Ihre unternehmerische Vermögenslage, Finanzlage und Ertragslage sowohl zusammentragen, als auch analysieren müssen, sollten Sie ausreichend Zeit für diesen letzten Baustein Ihres Businessplans vorsehen. Kalkulieren Sie lieber eine Zeitspanne von Wochen – gar Monaten - ein, statt sich nur einen Tag freizuhalten, um Ihren Finanzplan zu erstellen.

 

Businessplan-Modul 9: Den Finanzplan mit 4 Übersichten erstellen

Übersicht 1: Der Kapitalbedarfsplan

Mit Hilfe des Kapitalbedarfsplans ermitteln Sie Ihren Kapitalbedarf. Ob Sie sich nun selbstständig machen wollen oder ein neues Unternehmensprojekt finanzieren möchten, Sie sollten im Vorfeld unbedingt den benötigten Kapitalbedarf ermitteln. Richten Sie dabei Ihren Fokus auf 3 Größen:

  1. Den Kapitalbedarf vor der Gründung bzw. der Einführung des neuen Produktes
  2. Den Kapitalbedarf für die betriebliche Anlaufphase nach der Existenzgründung bzw. des neuen Produktes
  3. Den Kapitalbedarf für die Sicherung des eigenen Lebensunterhaltes

 

Übersicht 2: Die Liquiditätsplanung

Liquide und damit zahlungsfähig, also finanziell flüssig, zu sein, ist für Ihr Unternehmen entscheidend. Denn können Sie keine Liquidität nachweisen, wird jeder an Ihrer Fähigkeit zweifeln, die laufenden Rechnungen Ihres Unternehmens, als auch Ihres eigenen Lebensunterhaltes zu zahlen. Deshalb müssen Sie eine – auch für sich selbst – nachvollziehbare Liquiditätsplanung erstellen, die Ihre geplanten und zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt. Aus der Differenz der Einnahmen und Ausgaben ergibt sich entweder ein Überschuss – die sogenannte Überdeckung – oder ein Fehlbetrag – die sogenannte Unterdeckung.

So erkennen Sie schnell und mühelos, ob Sie überhaupt liquide genug sind, um eine Existenzgründung zu wagen oder das neue Produkt zu entwickeln. Oder ob Sie eine zusätzliche Finanzierung benötigen und wie hoch diese sein sollte.

 



Übersicht 3: Die Rentabilitätsvorschau

Mit Hilfe der Rentabilitätsvorschau wollen Sie den Kapitalgeber von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit Ihrer Geschäftsidee überzeugen. Beantworten Sie die folgenden Fragen – und belegen Sie diese mit Daten der vergangenen drei bis fünf Jahren, als auch Planzahlen für die kommenden drei bis fünf Jahren:

  • Wie profitabel war Ihr Unternehmen in der Vergangenheit?
  • Welche Spanne der Profitabilität kalkulieren Sie für die Zukunft ein?
  • Wie viel Geld müssen Sie einnehmen, um die Kosten Ihres Unternehmens finanzieren zu können?
  • Wie viel Geld müssen Sie erwirtschaften, um sich finanzielle Reserven aufbauen zu können?
  • Welche Zahlen liefern Ihre Umsatzplanung?

 

Übersicht 4: Der Finanzierungsplan

Sie haben ermittelt, wie viel Geld Sie benötigen. Zeigen Sie in Ihrem Finanzierungsplan auf, auf welche Weise Sie sich um die Finanzierung Ihrer Existenzgründung oder der Einführung eines neuen Produktes kümmern werden. Mögliche Geldquellen sind:

  • Eigenkapital: Wie hoch ist dieses?
  • Beteiligungskapital anderer Geldgeber: Wer sind diese? Wie hoch sind deren Einlagen? Welche Konditionen liegen hier vor?
  • Bankkredite als Fremdkapital: Bei welcher Bank? Wie hoch ist der Kredit? Welche Verbindlichkeiten sind zu erfüllen?

 

Öffentliche Fördermittel als Fremdkapital: Welche gibt es? Welche können Sie beantragen? Mit welcher Fördersumme kann gerechnet werden?

 

Hier finden Sie die 8 weiteren Module zum Erstellen Ihres Businessplans: 

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