Mehr Fußgesundheit im Business-Alltag: Tipps für Schuhwerk und Entspannungsübungen

28. November 2017

Im Arbeitsleben werden unsere Füße auf ganz unterschiedliche Weise belastet. Das liegt zum einen an der Arbeit an sich, zum anderen aber auch an vorgegebenen Dresscodes. Vor allem Frauen, die täglich High-Heels tragen, laufen wortwörtlich Gefahr, dass sich Fehlstellungen der Füße herausbilden.

 

© Flickr So Cannes #6 Franck Michel CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

Was es beim Schuhwerk im Business-Alltag zu beachten gibt und wie man mit wenigen Tipps seinen Füßen eine Auszeit gönnt, erläutert unser Ratgeber.

 

Stöckelschuhe befördern Fußfehlstellungen

High-Heels mögen schick sein, im Berufsalltag besonders seriös aussehen und sich auch perfekt mit dem Business-Outfit kombinieren lassen. Doch langfristig sind sie Gift für die Gesundheit der Füße.

 

Im Gespräch mit der Cosmopolitan nennt der Orthopäde Dr. Christian Kinast die Folgen vom dauerhaften Tragen von Stöckelschuhen: „Spreizfußbeschwerden, Hammerzehen, Rückenschmerzen oder gar -leiden durch das permanente Hohlkreuz, ganz zu schweigen von Spätfolgen wie Vorfußballen, Hornhaut unter den Mittelfußköpfchen, ausgerenkten Zehengrundgelenken und Krampfadern“ können von High-Heels ausgelöst werden. Auch Fußdeformationen wie der berüchtigte Ballenzeh, der Hallux valgus, werden von falschem Schuhwerk begünstigt. „Hochhackige und spitz zulaufende Schuhe begünstigen in vielen Fällen die Entwicklung eines Hallux valgus“, zitiert die Apotheken Umschau den Orthopäden Professor Markus Walther. Erste Anzeichen dieser Fußdeformation sind bereits bei rund einem Drittel der Frauen unter 20 Jahren zu erkennen. Grund dafür sind auch zu kleine Schuhe im Wachstumsalter.

 

Ein weiterer unschöner und schmerzhafter Nebeneffekt einiger Fußfehlstellungen: Sie können auch Rückenschmerzen auslösen – ein Leiden, von dem ohnehin viele betroffen sind, die den ganzen Tag über am Schreibtisch sitzen müssen. Vorbeugung ist daher – mehr denn je in Bürojobs – enorm wichtig.



Weniger High-Heels im Job

Daher an erster Stelle der Tipp: seltener High-Heels im Berufsalltag tragen. Gesunde Alternativen ohne ästhetische Abstriche gibt es bei Anbietern wie LaShoe. Viele solcher Modelle sind sogar speziell für Füße konzipiert, die bereits einen Hallux valgus haben.

 

Sind, aus welchem Grund auch immer, besonders hohe Absätze unerlässlich, sollte man sich in der Handtasche bequemere Schuhe mitnehmen. Niemand muss den gesamten Arbeitstag über auf Stöckelschuhen laufen. Am Schreibtisch sowie auf dem Arbeitsweg kann man auch gut auf andere Schuhe umsteigen. Dr. Christian Kinast empfiehlt daher, nach maximal vier Stunden zu bequemeren Schuhen zu wechseln.

 

Darüber hinaus rät er zusätzlich zu Ausgleichsgymnastik: Einfache Übungen – etwa das Aufheben eines Stiftes mit den Zehen – können sogar im Büro durchgeführt werden.

 

Fußgymnastik und Barfußlaufen

Darüber hinaus lohnen sich weitere Übungen zur Stärkung der Fußmuskulatur, um etwaigen Fehlstellungen vorzubeugen.

 

So kann man an praktisch jedem Ort die Waden dehnen. Man stellt sich bei dem sogenannten „Wadenheben“ mit beiden Füßen eng beieinander auf, erhebt sich anschließend auf Zehenspitzen und zieht die Ferse so hoch es geht nach oben. Der Rücken bleibt dabei gerade. Es wird empfohlen, die Übung etwa zehn Mal zu wiederholen.

 

Auch Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur und das Bindegewebe. Daher sollte man nach Feierabend in der Wohnung oder im Garten ruhig auch mal auf Schuhe verzichten. Barfußlaufen regt zudem die Fußreflexzonen an und bewirkt eine größere Stabilität sowie eine korrekte Körperhaltung, erklärt dieser Artikel. So erzielt man langfristig auch ein besseres Gleichgewichtsgefühl.

 

Beides – Fußgymnastik und Barfußlaufen – lassen sich auch ideal kombinieren. So kann man im Garten kleine Steine oder Äste mit den Zehen erfühlen und greifen. Bereits solche einfachen Übungen sind echtes Wellness für überbeanspruchte Füße!

 

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