Demografischer Wandel erschwert Unternehmensnachfolge

3. Dezember 2013

Mittelstand beklagt Schwierigkeiten bei Unternehmensnachfolge

Der demografische Wandel wirkt sich negativ auf die Unternehmensnachfolge aus. In seinem aktuellen Nachfolgereport teilt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit, dass immer weniger mittelständische Betriebe in Deutschland einen Nachfolger finden, wenn sich der Senior-Chef zur Ruhe setzt.

 

Unternehmensnachfolge bereitet Mittelstand Probleme

Der DIHK-Nachfolgereport basiert auf Antworten von 20.000 Senior-Unternehmern und potenziellen Unternehmern, die die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in der persönlichen Beratung, in Seminaren und auf Nachfolgetagen informiert und unterstützt haben. Laut Report haben die IHKs 2012 rund 14 Prozent mehr Senior-Unternehmer als im Vorjahr zur Nachfolge beraten – aber 14 Prozent weniger Existenzgründer, die einen Betrieb übernehmen wollten. Während im Jahr 2010 auf jeden beratenen Alt-Inhaber noch 1,6 Kandidaten kamen, so ist diese Relation auf rund 1 gesunken – der geringste Wert seit der erstmaligen Erhebung 2007. Besonders stark ist die Zahl Rat suchender Senior-Unternehmer im Osten gestiegen - um 18 Prozent.

 

Bis 2025 wird es rund sechs Millionen weniger erwerbsfähige Personen geben. Dementsprechend sinkt auch das Potenzial für eine Unternehmensnachfolge. Weitere Hürden für das Zusammenfinden von Inhabern und Übernehmern sind eine hohe emotionale Bindung des Inhabers an sein Lebenswerk, unterschiedliche Preisvorstellungen, eine zu späte Vorbereitung auf die Nachfolge, Qualifikationsdefizite seitens der Existenzgründer und unterschätzte Anforderungen an eine Betriebsübernahme. Nach den Erfahrungen der IHKs finden rund 40 Prozent der Senior-Unternehmen nicht den passenden neuen Chef und 46 Prozent der potenziellen Übernehmer nicht das passende Unternehmen. Nach 56 Prozent im Vorjahr haben derzeit noch 48 Prozent der übernahmeinteressierten Existenzgründer Schwierigkeiten, die Übernahme des Unternehmens zu finanzieren. Die Finanzierung bleibt trotz dieses Rückgangs das größte Hemmnis aufseiten der Existenzgründer.

 

Die Erbschaftsteuer erschwert jede fünfte Unternehmensnachfolge. Im Südwesten sieht sogar fast jeder dritte Alt-Inhaber den Übergang in Gefahr. Hürden für die Beteiligungsfinanzierung von Unternehmensnachfolgen müssten laut DIHK abgebaut werden. Denn Fremdkapital werde schwieriger zu erhalten sein, wenn neue Regeln für die Finanzmärkte wie etwa Basel III in Kraft treten. Notwendig seien ein rechtssicherer gesetzlicher Rahmen für Investoren und bessere steuerliche Verlustverrechnungsmöglichkeiten.

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