Fehler und Probleme: „Du bist schuld“ hilft nicht weiter

12. April 2012

Falscher Fokus bei Problemen: Die Frage nach dem schuld sein und dem Schuld haben

Wer die Schuld für den Fehler zuerst beim Kollegen sucht, gerät bei Problemen in eine mentale Sackgasse. Denn in solchen Momenten ist das eigene Denken fehlerzentriert ausgerichtet, d.h. es wird sich zum einen viel zu stark auf den Fehler konzentriert und zum anderen wird so ein Druck aufgebaut, jemanden für diesen Fehler zur Verantwortung zu ziehen – den Kollegen.

 Probleme und Schuldzuweisung

 

Welches Ergebnis solch ein fehlerzentriertes Denken allerdings liefert, haben Sie Sie schon oft genug erlebt. Der „schwarze Peter“ wird sich gegenseitig in der Kommunikation zu gespielt. Und zwar so lange, bis sich entweder die Fronten verhärtet haben oder der eine Beteiligte (scheinbar) keine Argumente mehr liefert und sich abwendet. Dieses Ergebnis liefert keine zufriedenstellende Lösung, weil im Grunde die Lösungssuche vor lauter gegenseitigen Schuldzuweisungen nicht mehr im Fokus lag.

 

Probleme lösen, Fehler beheben: Gehen Sie auf den Kollegen zu

Sind Fehler entstanden oder ist ein Problem bei der Zusammenarbeit aufgetreten, entsteht oftmals der Zwang sich selbst zu verteidigen. Sie wollen die Schuld von sich weisen und suchen dadurch nach jemanden, der diese Schuld übernehmen soll. Sie setzen somit den Kollegen ins Unrecht, um Recht zu behalten. Dies ist aber unnötig. Denn die Priorität, die bei jedem Fehler und bei jedem Problem vorliegen sollte, lautet: „Wie können wir es schnellstmöglich lösen?“

 

Verantwortung übernehmen

Sie sind ein Team. Deshalb übernehmen Sie Verantwortung – und zwar unabhängig davon, ob Sie den Fehler oder das Problem direkt verursacht haben oder nicht. Positionieren Sie sich jetzt als Teamplayer, der gemeinsam mit seinem Kollegen eine Lösung erarbeitet.

 

Kommunikation neu ausrichten

Kommunizieren Sie mit Ihrem Kollegen offen, selbstbewusst und sachbezogen, d.h. Schuldzuweisungen gehören nicht hinein. Stattdessen gilt es eigene Bedürfnisse, Ideen und Meinungen klar und unmissverständlich zu kommunizieren. Fragen Sie sich:

  • Was möchten Sie Ihrem Kollegen in diesem Augenblick und in dieser Situation klarmachen?
  • Wie soll er Sie wahrnehmen?
  • Welche Bedürfnisse müssen Sie verdeutlichen?
  • Was sollte Ihrer Meinung nach verändert werden?
  • Welche Prioritäten setzen Sie bei der Lösung des Problems oder des Fehlers?
  • Wie können Sie dies alles am besten kommunizieren?

 

So richten Sie das Gespräch mit Ihrem Kollegen positiv aus: Weg vom fehlerzentrierten Denken hin zu einem lösungsorientierten Denken und Handeln. 



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