Mut ist… Pläne einfach über den Haufen zu werfen

9. Dezember 2015

Pausen werden in der Vorweihnachtszeit häufig vernachlässigt.

Es gehört Mut dazu, sie dennoch einzulegen, auch wenn der Verstand schreit: Du hast noch soooo viel zu erledigen!

 

Pausen werden in der Vorweihnachtszeit häufig vernachlässigt. 

Das ist eine der Herausforderungen, vor denen ich in diesen Tagen stehe. Manchmal gebe ich dem Impuls nach und lege die Dinge zur Seite, manchmal achte ich darauf, dass die Dinge im Fluss bleiben und ich auf anderen Wegen für mein Wohlergehen sorge. Und wenn ich dies vernachlässige, gibt es eine andere Instanz, die darauf achtet  ;-)

 

Wie in dieser Situation:

Ich war mit einem lieben Freund in München zum Mittagessen verabredet. Wir treffen uns alle paar Wochen und es ist mir immer wieder eine Freude, dafür fast 100 km zu fahren. An jenem Tag stand am Abend auch noch eine Weihnachtsfeier auf dem Programm, auf die ich mich ebenso freute. Also beschloss ich, mir einen Tag Auszeit zu gönnen – egal, wie viel Arbeit auf mich wartete. Die Zeit zwischen den beiden Terminen wollte ich mit anderen Dingen überbrücken – ein Gespräch mit einer Bekannten beim Kaffee, einem Ausstellungsbesuch, dem Bummel durch eine Buchhandlung. Es klang nach einem guten Plan.



 

Doch es kam anders.

Statt mit dem Zug bin ich mit dem Auto nach München gefahren. Als ich am Ostbahnhof ankam, stellte ich fest, dass ich meinen Geldbeutel vergessen hatte. Das wäre grundsätzlich kein Problem, schließlich habe ich bei den Personen meines Vertrauens genug Kreditwürdigkeit, dass mir das erforderliche Geld geliehen wird. So kehrte ich zurück zum Auto, um das wenige Kleingeld zu holen, um zumindest die Fahrkarte bis zur ersten Verabredung bezahlen zu können. Beim Auto angekommen, war mir plötzlich alles zu viel. Ich hatte keine Lust auf S-Bahn und Hektik! Zuvor war ich bereits durch eine Umleitung auf der Autobahn auf „Abwege“ gelangt, sprich: ich hatte mich verfahren und war am falschen Ende von München gelandet.

 

So beschloss ich meinen Plan zu ändern und gut für mich zu sorgen. Außer dem Mittagessen sagte ich alle Verabredungen ab. Das Treffen mit meinem Freund verlief sehr entspannt, mit dem gewohnt lebendigen Austausch. Wir lachten viel, sprachen über Wichtiges und Unwichtiges und anschließend fuhr ich nach Hause.

 

Völlig entspannt und mit mir im Reinen.

 

Statt Vergnügen in München (nun ja, das ist es in der Adventszeit auch nicht wirklich!) habe ich den nächsten Coachingbrief für ein laufendes Online-Programm bearbeitet und in die Software eingestellt. Und nebenbei ein wunderbares Thema für dieses Adventstürchen gefunden: Über den Mut, Pläne einfach über den Haufen zu werfen.

 

Jetzt habe ich tatsächlich Lust auf die Weihnachtsfeier – und fahre gleich mit der Bahn nach München. Die Muße im Zug nutze ich dafür, in einem spannenden Roman zu lesen und mir einen schönen Abend gönnen.

 

Ihre Ulrike Bergmann

 

 

Das Buch zum Thema

In ihrem Buch Mit Leichtigkeit zum Ziel beschreibt sie praktische Werkzeuge, die sich für jede Art von Vorhaben nutzen lassen. Anhand von zahlreichen Anregungen, Übungen und Beispielen erkennen Sie Ihren eigenen Weg und wie sie diesen mutig gehen. 
Hier finden Sie weitere Informationen zum Buch

 

 

 

 

Kommentare

Sinnloses tun

Es gibt immer etwas zu erledigen. Der Stapel unerledigter Aufgaben (wichtige und unwichtige) scheint mich bisweilen böse anzuschauen. Ist das eine erledigt gilt es das nächste anzupacken. Wo bleibt die Muse, der stille Augenblick, dieses produktive Nichtstun? Ich folge dann dem, was mir gerade JETZT in den Sinn kommt. Manchmal höre ich dann einfach nur Musik. Ein anderes Mal richte beim Laufen den Blick mal nach oben anstatt nur die nächste 2,5 Meter zu scannen, und entdecke Neues. Ein anderes Mal greife ich, ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, in mein Bücherregal. Diese stillen, nicht zielgerichteten Tätigkeiten erscheinen zunächst einmal sinnlos, werfen allerdings Früchte ab, nur nicht sofort.

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