Ihr Chef liegt falsch? 5 Strategien, wie Sie damit am besten umgehen

5. Februar 2014

Beharrt Ihr Chef auf seiner Entscheidung, obwohl Sie wissen, dass diese falsch ist? Denken Sie, dass der Kurs, den Ihr Chef eingeschlagen hat, nur Probleme aufwerfen wird? Glauben Sie, dass die Idee Ihres Chefs untauglich ist? Setzen Sie auf eine der fünf folgenden Strategien – und Sie werden aktiv gegensteuern können.

 

 

Denn obwohl Sie nur Gehaltsempfänger sind, haben Sie Möglichkeiten, auf Ihren Chef einzuwirken. Tun Sie es –

  • für sich selbst und Ihre Selbstachtung,
  • zur Wahrung der eigenen Integrität und Motivation,
  • um sich weiterhin mit Ihrer Arbeit identifizieren zu können,
  • um sich nicht (völlig) machtlos zu fühlen,
  • für Ihr Team und Ihre Kollegen,
  • für das Unternehmen und die Kunden.

 

Denken Sie stets daran: Ihr Chef ist auch bloß ein Mensch mit seinen Schwächen und Stärken, seinen Überzeugungen und Verhaltensmustern, seinen Gedankenstrukturen – all dies führt auch (mal) zu falschen Entscheidungen und Fehlern Ihres Chefs. Deshalb machen Sie es sich zum Motto:

 

Liegt Ihr Chef falsch: Werden Sie aktiv

 

Strategie Nr. 1: Überprüfen Sie es

Geben Sie sich nicht geschlagen. Zeigen Sie zustimmende Initiative. „Ausgezeichnete Idee, Chef. Wir starten gleich die Analyse und testen es.“  

 

Strategie Nr. 2: Bewahren Sie sich selbst einen offenen Horizont

Tappen Sie nicht in Ihre eigenen Denkfallen. Oft blockiert der erste Impuls - „Oh, wie dumm“ -  die weitere Einschätzung der Entscheidung Ihres Chefs. Hinterfragen Sie deshalb auch Ihre eigenen Denkmuster. Vielleicht ist die Idee oder die Entscheidung Ihres Chefs gar nicht so dumm, wie sie zuerst erschien. Falls allerdings doch, hilft nur noch Strategie Nr. 3.

 

Strategie Nr. 3: Zahlen, Fakten und Analysen

Untermauern Sie Ihre Einschätzung und Befürchtungen mit Zahlen. Verdeutlichen Sie – professionell mit Grafiken oder durch eine PowerPoint-Präsentation - wie sich diese Entscheidung auswirken wird. Pocht Ihr Chef trotz dieser Analyse hartnäckig auf Durchführung seiner Entscheidung, konzentrieren Sie sich auf Strategie Nr. 4.

 

Strategie Nr. 4: Werden Sie zum Problemlöser

Bauen Sie kurz und zielgerichtet Ihren Frust ab. Besprechen Sie sich mit einem guten Kollegen – jammern, jammern, jammern Sie. Und dann genug. Widmen Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder der Realität. Die Richtung Ihres Chefs wird Probleme bescheren – dann gibt es für Sie nur eins zu tun: Präsentieren Sie Lösungen (Lösungen liebt jeder Chef.) Und zeigen Sie auf, welche Kosten diese Lösungen verursachen werden. (Vielleicht bewirkt dies doch noch eine Kurskorrektur Ihres Chefs).

 

Strategie Nr. 5: Tragen Sie die Entscheidung mit

Falls all Ihre Anstrengungen leider zu keiner Änderung führten, ist es für Sie Zeit, die Entscheidung zu akzeptieren und Ihren Teil zur Realisierung dieser Entscheidung beizutragen. Sie haben Ihr Bestes getan und gegeben, auch wenn das Ergebnis nicht nach Ihrer Vorstellung verlief. Anerkennung haben Sie sich dennoch dafür verdient – klopfen Sie sich mental auf die Schulter.  



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