Karriere – wenn, dann auf allen Ebenen

3. März 2015

 

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Der Begriff „Karriere“ wird häufig verwendet und dabei hat jeder von uns seine individuelle und persönliche Definition von diesem Wort, die sehr unterschiedlich ausfallen kann. Was für den einen schon ein bemerkenswerter Schritt auf der Karriereleiter ist, stellt für den anderen nicht mehr als eine kleine berufliche Herausforderung dar. 

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Daher sollten Sie in der eigenen Karriereplanung folgende Stufen einhalten, um möglichst ohne unnötigen Energieverlust an Ihr Ziel zu gelangen bzw. sollten Sie analysieren, warum das gewünschte Ziel noch nicht erreicht ist.

 

Erste Stufe

Machen Sie sich zunächst bewusst, dass es keine richtige oder falsche Definition einer „Karriere“ gibt. Es ist ganz individuell definierbar und jeder hat mit seiner Interpretation Recht.

 

Zweite Stufe

Nehmen Sie sich Zettel und Stift und definieren Sie Ihre eigene Karriere, in dem Sie Ihre persönlichen Ziele notieren. Sind Sie bereit, dafür zu investieren? Und zwar sowohl auf der Sach- als auch auf der Emotionsebene? Werden Sie sich dabei auch Ihrer persönlichen Wertewelt bewusst. Das Bewusstsein der eigenen Werte, nach denen man arbeiten möchte, nimmt großen Einfluss auf das eigene Handeln und zwar in beiden Ebenen.



 

Dritte Stufe

Jetzt geht es darum, zu erarbeiten, welche Definition Ihr Gegenüber (Vorgesetzte oder Mitarbeiter, je nach dem aus welchem Blickwinkel Sie sich mit diesem Thema beschäftigen) hat, um festzustellen, in welchem Wertesystem sich dieser befindet. Erst wenn Sie für sich selbst erkannt haben, wie z. B. der Vorgesetzte urteilt, wissen Sie, ob diese Karriereschritte überhaupt möglich sind und können so einen Plan erarbeiten, wie Sie sich auf der Emotionsebene verhalten und welche Punkte Sie auf der Sachebene realisieren müssen. Stellen Sie fest, dass Ihr Wertesystem grundsätzlich von dem erwarteten abweicht, wird es Ihnen schwerfallen, Ihre gewünschten Karriereziele zu erreichen. In diesem Fall bleibt Ihnen die Option, Ihr Wertesystem anzupassen, sofern Sie dazu bereit sind und sich bewusst dafür entscheiden.

 

Vierte Stufe

Wenn Sie als Mitarbeiter mit Ihrem Vorgesetzten Karriereschritte klar definiert haben, geht es nun an die Umsetzung. Sie arbeiten an den klar gestellten Aufgaben, die es zu erfüllen gilt und gleichzeitig achten Sie auf die gewünschten Anforderungen im emotionalen Bereich. Nur wenn Ihnen auf beiden Ebenen die Anforderungen klar sind, können Sie zielgerichtet daran arbeiten, diese auch zu erfüllen.

 

Problem

Im Arbeitsalltag ist es allerdings oftmals die Regel, dass nur die Sachebene besprochen wird und alle Emotionsparameter höchstens wage vorgegeben werden. Daher ist es hier von großer Wichtigkeit, dass Sie sich selbst klar werden, welche emotionalen Anforderungen an Sie gestellt werden. Nur wenn Sie hier eine wirklich konkrete Vorstellung Ihrer zu erfüllenden Erwartungen haben, können Sie konkret daran arbeiten, diese Ziele auch zu erreichen.

 

Beispiel: Es gibt Branchen, in denen macht derjenige Karriere, der die meisten Verkaufsabschlüsse erzielt. Möchte nun ein Angestellter in dieser Branche beruflich voran kommen und macht sich daher bewusst, welche Veränderungen er sowohl auf der Sachebene als auch auf Emotionsebene vornehmen müsste, so kann dies schon zu einer überraschenden Erkenntnis führen. Zum Beispiel, dass der Angestellte die geforderte Anzahl von Abschlüssen nur dann schaffen würde, wenn er den Druck auf seine Angestellten erhöhen oder selbst seine Kundenkommunikation in einer Art und Weise anpassen müsste, die ihm missfällt, die vielleicht sogar außerhalb seiner Wertewelt liegt.

 

Warum Karrieren häufig scheitern

Die an Mitarbeiter gestellten Anforderungen werden – wenn überhaupt – nur auf der Sachebene nicht aber auf der Emotionsebene kommuniziert. Dies liegt zum einen daran, dass das Erreichen von emotionalen Zielen sehr häufig subjektiv zu bewerten ist und zum anderen viele Ziele offiziell nicht wirklich laut ausgesprochen – geschweige denn schriftlich festgehalten werden können. Dennoch sind diese Anforderungen da und sind oftmals mit mindestens 50 % gewichtet, wenn nicht mehr. Denn wer kennt nicht Personen, die befördert werden, weil sie dem Vorgesetzten besser gefallen und nicht weil sie die besseren sachlichen Voraussetzungen mitbringen? Eben. Diese haben auf der Emotionsebene überzeugt. Diese Ebene ist also nie zu vernachlässigen – auch wenn der Vorgesetzte hierüber keine Aussage trifft.

 

Das gleiche gilt übrigens auch für Selbstständige

Hier bedeutet „Karriere“ oft Erfolg beim Kunden. Doch genau auch dieser Erfolg erreicht der Unternehmer aus einer Mischung aus Sach- und Emotionsebene. Eine Kundenkommunikation, die nur auf der Sachebene stattfindet, kommt bei dem einen Kunden vielleicht sehr gut an, der andere hingegen vermisst bewusst oder unbewusst Emotionen. Also auch hier: Es zählen beide Ebenen.

 

Stufe fünf 

Bleiben Sie flexibel! Nur weil Sie vermuten, dass Ihr Vorgesetzter eine bestimmte Erwartungshaltung auf der Emotionsebene an Sie stellt, muss dies noch lange nicht genauso sein. Sie stellen nur Vermutungen an, nach denen Sie dann Ihre Ziele und Ihre Kommunikation ausrichten. Bleiben Sie hier also achtsam und überprüfen regelmäßig, ob Ihre Einschätzung noch zutrifft oder ob Sie Korrekturen vornehmen müssen.  

 

Was Sie noch wissen sollten – Die unbewusste Karriere

Natürlich können Sie auch ohne diese Zielorientierung Karriere machen, doch dann überlassen Sie es dem Zufall, ob Ihre Werte mit denen Ihres Vorgesetzten, Ihres Arbeitgebers und Ihrer Branche übereinstimmen – und wer will sein Schicksal schon gern dem Zufall überlassen?

 

Hier finden Sie weitere Beiträge zu unserem diesjährigen Projekt Erfolgsrezepte.

 

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