Auswirkungen von Smartphone und Co. auf Gesundheit und Arbeitsproduktivität

14. Februar 2016

Bei den meisten Menschen sind Smartphone, Tablet und Co. schon längst zum Teil ihres alltäglichen Lebens geworden. Und auch am Arbeitsplatz spielen die handlichen Mobilcomputer eine immer größere Rolle. Doch so hilfreich die kleinen Helfer im Alltag und Berufsleben auch sein mögen, sind sie auch mit Nachteilen verbunden – sowohl für die Gesundheit als auch die Produktivität vieler Arbeitnehmer.

 

Auswirkungen von Smartphone und Co. auf Gesundheit und Arbeitsproduktivität© Flickr Durch die Brille schauen ... Roberto Verzo 

 

So schadet der technische Fortschritt unserer Gesundheit

Die meisten Arbeitnehmer nutzen es tagtäglich: planen Termine mit dem eigenen Smartphone, recherchieren online oder schreiben E-Mails. Technische Geräte wie Smartphone, Notebook oder Tablet sind aus dem Alltag vieler kaum mehr wegzudenken. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes nimmt bei rund zwei Drittel der 25- bis 54-jährigen Beschäftigten in Deutschland die Arbeit am Computer einen großen Teil ihrer täglichen Arbeitszeit ein – was nicht ohne Folgen für die Gesundheit bleibt. Rund 30 bis 40 Prozent aller Beschäftigten haben bereits Probleme mit ihrem Sehvermögen.



Um weiterhin uneingeschränkt arbeiten zu können, benötigen viele in späteren Jahren eine spezielle Bildschirmarbeitsplatzbrille. Das Problem ist mittlerweile so allgegenwärtig, dass sogar die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin extra eine Broschüre mit dem Titel „Gutes Sehen im Büro. Brille und Bildschirm - perfekt aufeinander abgestimmt“ veröffentlicht hat. Anders als der Titel dieser Broschüre vielleicht suggerieren mag, ist es aber nicht nur das stundenlange Starren auf den PC-Monitor, das der Sehleistung und letztlich auch der Arbeitsleistung im Büro schadet. Einmal kurz nachschauen, ob der Partner geschrieben hat, schnell die Nachricht von einem alten Arbeitskollegen beantworten und bei der Gelegenheit noch das Neuste auf Facebook nachschauen – für viele Mitarbeiter sind private Angelegenheiten, die sich bequem per Smartphone erledigen lassen, während der Arbeitszeit völlig selbstverständlich. Dabei wird zu häufig vergessen, dass das häufige Gucken auf das Smartphone ebenfalls das Sehvermögen beeinträchtigt und darüber hinaus die Arbeitsproduktivität mindert. Forscher der Universitäten Lüneburg, Vechta und Trier haben in einer gemeinsamen Untersuchung bewiesen, dass Handys im Büro die Konzentration der Arbeitnehmer bedeutend schmälern.

 

Wenn das eigene Smartphone von der Arbeit abhält

Als Grundlage der Studie dienten Kennzahlen einer zuvor durchgeführten Studie, in deren Rahmen mehr als 100 Halbtagsjobs als Telefoninterviewer vergeben wurden. Einem Teil der Interviewer, den die Forscher per Zufallsprinzip bestimmten, untersagte man die Nutzung von Mobiltelefonen während der Arbeitszeit durch einen Aushang im Büro. Den anderen Teilnehmern – der Kontrollgruppe – gab man keine solchen Vorgaben. Beide Gruppen arbeiteten unter exakt gleichen Bedingungen. Das Ergebnis: Die Gruppe mit dem Smartphone-Nutzungs-Verbot hat durchschnittlich mehr als zehn Prozent Arbeitsleistung erbracht als die Vergleichsgruppe. Zusätzlich haben mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden in einer Nachbefragung zugegeben, dass die Smartphone-Nutzung sie durchaus von ihrer Arbeit abhält.

 

Ohne Facebook und Co. schläft es sich deutlich besser

Zu häufige Nutzung von Smartphones, Tablets und Computern kann sich aber nicht nur auf die Sehkraft und die Arbeitsproduktivität, sondern auch auf den Schlaf eines Menschen auswirken. Insbesondere das Surfen in sozialen Netzwerken soll laut US-Forschern aus Pittsburgh negative Wirkungen auf das Schlafverhalten haben. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass Nutzer, die regelmäßig ihre Social-Media-Profile überprüfen, einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an Schlafstörungen zu leiden. Wer also nicht alle zehn Minuten auf sein Smartphone schaut, tut nachweislich etwas Gutes für seine Gesundheit.  

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