Erfolgreich Stress bewältigen durch Energiemanagement

16. März 2010

 

 

Zeitdruck und Stress entstehen häufig trotz einer guten Zeitplanung. Achten Sie künftig auch auf Ihre Energie statt nur auf Ihre Zeit – denn hier liegen Ihre Ressourcen.

Die Hektik des Berufsalltags mit seinen Aufgaben, Projekten, Meetings und Telefonaten führt oft zu dem Gefühl, nicht genug Zeit zur Verfügung zu haben. Wie eine Umfrage der Gfk Marktforschung ergab, stehen zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland so unter Druck, dass ihre Gesundheit leidet. Knapp 40 Prozent der Befragten wünschen sich einen Tag, der 30 Stunden oder mehr hat. Stress ist in solchen Fällen vorprogrammiert.

 Erfolgreich Stress bewältigen durch Energiemanagement

Die Lösung in solchen Fällen heißt meistens, das eigene Zeitmanagement zu optimieren. Ob nun mit Hilfe von To-Do-Listen, Prioritätenplänen, ABC-Analysen oder durch Multitasking, der Wunsch hinter all diesen Methoden ist, mehr aus einem Tag herauszuholen. Nur bewahrt die beste Zeitplanung nicht vor körperlicher und/oder geistiger Erschöpfung. Wenn Sie leistungsfähig in all dem Trubel des Berufsalltags bleiben wollen, sollten Sie besser auf Ihre Energie achten. Mit Energiemanagement bleiben Sie bei Kräften.

 

Checkliste zum Download

Prüfen Sie auch anhand unserer Checkliste: Hindernisse für Ihr Energiemanagement, ob Ihnen für Ihre Aufgaben stets genug Energie zur Verfügung steht.

 

Ihre Energie läuft in Wellen ab – auch ultradiane Phasen genannt

Die wichtigen physiologischen Größen wie Herztätigkeit, Hormonlevel, Muskelspannung und auch die Hirnaktivität folgen Wellenbewegungen, deren Perioden etwa 90 bis 120 Minuten dauern. Diese sogenannten ultradianen Phasen haben einen erheblichen Einfluss auf Ihre Leistungsfähigkeit. Denn während einer Welle bewegt sich Ihr Körper langsam von einem Energiehoch in ein Energietief – sie landen dann im physiologischen Tal, was Ihr Körper auch mit Gähnen, Hunger, Unruhe oder Konzentrationsschwäche signalisiert.

 

Hinweis:

Genutzt werden diese ultradianen Phasen bereits in der Schule – die übliche Schulstunde umfasst 45 Minuten. Nach zwei Stunden – also 90 Minuten - ist immer eine Pause eingeplant. Auch in vielen Klöstern wird einem zweistündigen Rhythmus gefolgt.

 

Nutzen Sie die ultradianen Phasen

Sicher, diese Phasen müssen nicht beachtet werden. Nur wenn Sie wieder und wieder die Körpersignale Ihrer natürlichen Wellenbewegung übersehen und missachten, riskieren Sie, sich erschöpft und ausgebrannt zu fühlen. Da hilft vielleicht kurzfristig die Tasse Kaffee, längerfristig schafft es Ihr Körper jedoch nicht mehr, sich zu regenerieren und Energie aufzubauen. Die Folgen wie konstanter Stress, Herzrasen, Muskelverspannungen, Schmerzen jeglicher Art oder Bluthochdruck sind bekannt.

 

Nutzen Sie die ultradianen Phasen, indem Sie

  • erst einmal bewusst wahrnehmen, in welchen Zyklen Ihre Leistungswellen ablaufen. Ist ein Tief eher nach 90 oder nach 120 Minuten erreicht? Schwanken diese Leistungswellen je nachdem, welche geistige Arbeit Sie verrichtet haben?
  • Meetings, Projekteschritte, Aufgaben, Gespräche künftig innerhalb dieser 90 oder 120 Minuten planen. Nutzen Sie Ihre Leistungswellen für Ihr Zeitmanagement

 

 

Tanken Sie Energie: Das work-rest-ratio-Prinzip

Lernen Sie von den Profis: Leistungssportler bauen ihr optimales Trainingsprogramm nach dem work-rest-ratio-Prinzip auf. Nach einer Periode der Aktivität, in der Energie verbraucht wird, muss eine Ruhephase folgen, um wieder zu Energie zu gelangen. Auch wer viel geistig arbeitet, sollte sich entsprechend seinem Wellen-Rhythmus erholen.

 

Hinweis:

Werten Sie geistige Arbeit energetisch gegenüber körperlicher Aktivität nicht ab. Ihr Gehirn verbraucht jede Menge Energie. Obwohl es nur zwei Prozent Ihres Körpergewichts ausmacht, beansprucht es 20 Prozent Ihrer Gesamtenergie. In Phasen, in denen Sie besonders angestrengt und konzentriert arbeiten, erhöht sich dieser Prozentsatz noch.

 

 

Erhalten Sie Ihre Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag

 

Etablieren Sie innerhalb Ihres Arbeitsalltags das work-rest-ratio-Prinzip, indem Sie

  • regelmäßig – also nach 90 oder120 Minuten – eine Pause einplanen. Diese muss nicht lang sein, die Qualität entscheidet. Lösen Sie sich dabei vollkommen von Ihrer Arbeit. Machen Sie vielleicht einige Körperübungen. Oder Sie schauen entspannt aus dem Fenster – und denken an Nichts.
  • sich auch hin und wieder ein Nickerchen zwischendurch gönnen. Schon 20 Minuten steigern die Leistungsfähigkeit.

 

Hinweis

Sich der eigenen Energie zu widmen bedeutet aber auch, sich von den statischen Prinzipien des Zeitmanagements zu verabschieden. Denn innerhalb dieser Prinzipien wird der Fokus auf die Aufgabe und die Schritte der Bewältigung gerichtet. Ihnen als Mensch, der Leistungswellen unterworfen ist, wird dabei kaum Beachtung geschenkt. Wollen Sie aber Ihre Leistung erhalten und optimieren, ist eine Neuausrichtung Ihres Fokus notwendig. Ihre Leistungswellen stehen im Vordergrund – sie werden zu Ihrer neuen Zeiteinteilung.

 

Sich selbstständig zu machen ist meist verbunden mit einer hohen Selbstmotivation. Treten jedoch Probleme auf, kann diese schnell abrutschen. 3 Tipps verraten Ihnen, wie Sie Ihre Motivation dann wieder ankurbeln. mehr
Tun Sie etwas für Ihre Fitness. Machen Sie eine 5-Minuten-Stretching-Pause. Mit 3 Dehnübungen für Ihre Arme – und Ihr Workout im Büro ist perfekt. mehr
Planen Sie Ihren Tagesablauf lieber intuitiv oder nehmen Sie Zeitangaben sehr ernst? Fällt es Ihnen schwer, Prioritäten zu setzen, da Ihnen viele Dinge wichtig sind oder lieben Sie es Aufgaben systematisch anzugehen? Wie Sie Ihre Zeit planen – und... mehr
Lassen Sie in der Adventszeit keinen Stress aufkommen. Denn es geht auch stressfrei. Reservieren Sie dafür täglich 15 Minuten. mehr
Sind Sie der Überzeugung, morgen den Rest der Aufgabe bewältigen zu können, obwohl Sie gestern und heute gerade mal 20 Prozent dieser bearbeiten konnten? Oder neigen Sie eher dazu, in Stress zu geraten, weil Sie glauben, in der vorhandenen Zeit... mehr