Vom Mut zum Neujahrsvorsatz. Tanzt - vor allem - aus der Reihe!

23. Dezember 2018

Neujahrsvorsätze, ja oder nein?! Jedes Jahr wird diese Frage wieder neu diskutiert und spätestens am 2. Januar eines neuen Jahres lesen wir dann von der Sinnlosigkeit des Rituals. Ca. 2/3 halten die frischen Vorsätze angeblich nicht mal bis zum Jahresende durch!

 

Man könnte also meinen, es macht Sinn, die Vorsatzgeschichte lieber gleich bleiben zu lassen, bevor man letztlich doch nur frustriert ist.

 

 

Nein, sage ich. Vorsätze sind etwas Wunderbares. Bedeutende Ereignisse wie der Jahreswechsel eignen sich nämlich hervorragend, etwas Neues anzugehen. Ich plädiere deshalb zum Mut, einen Neujahrsvorsatz zu fassen. Es kommt einzig auf das „WIE“ an.

 

Im letzten Jahr habe ich mir vorgenommen, mich „lauftechnisch“ wieder fit zu machen. Meine Zielmarke: 600 km Laufstrecke in 2018. Ich bin mächtig stolz auf mich, denn es hat geklappt. Mein Ziel habe ich bereits in 9 Monaten erreicht. Warum ich diesen Vorsatz mit Leichtigkeit umgesetzt habe, kann ich Dir erklären:

 

Es ging mir nämlich nicht nur um die 600 km, um mich an einer Zahl zu ergötzen oder es irgendwem zu beweisen. Sondern es ging darum, mein Leben in die Hand zu nehmen, mich zu spüren und meine Ängste wegzuschicken. Ich hatte mich im Jahr davor von einer Krebserkrankung und 3 Operationen erholt. Mental lief die Angst mal mehr und mal weniger weiter mit. Bin ich nun wieder gesund? Wie belastungsfähig bin ich eigentlich noch? Mein großes Ziel im Hintergrund war wieder lebendig zu sein, loszulassen und mir und dem Leben neu zu vertrauen. Das Laufen war von Kindheit an etwas, was ich mit Freude und Leichtigkeit verbunden habe. Und so kam es in der Neujahrsnacht zu diesem Vorsatz. Mein Ziel war also mit etwas Größerem verbunden. Es war mit dem gekoppelt, was mir wirklich, wirklich wichtig ist. Auf dem Weg zum Ziel habe ich nicht angestrengt auf die gesetzte Zielmarke gestarrt, sondern ich bin mit Hingabe und Freude gelaufen. Mein Weg war das Ziel. Und genau das ist auch das Rezept für alle Vorsätze und Ziele, die wir uns setzen, gerade in solch einer beschwingten Nacht.



 

Bevor Dir in Feierlaune leichtfertig ein Vorsatz über die Lippen rinnt, lohnt sich ein Vorsatz-Check mit diesen 3 Fragen:

  1. Frage: Warum will ich das tun? Warum möchte ich diesen Vorsatz in Angriff nehmen? Was ist mein Gewinn?
  2. Frage: Was ist das Wesentliche, das wirklich, wirklich Wichtige, in das mein Vorsatz eingebettet ist?

    Und Du solltest Dir unbedingt abschließend noch diese Frage stellen:
  3. Frage: Was ist der Preis dafür und lohnt es sich, ihn zu zahlen? (der Preis für mich …. , der Preis für die anderen Menschen in meinem Umfeld?)

 

In diesem Sinn gibt es gar nichts gegen Vorsätze in der Neujahrsnacht einzuwenden. Ganz im Gegenteil: Es ist Deine Chance, im Großen oder Kleinen aus der Reihe zu tanzen, das Leben in all seinen Facetten auf den Prüfstand zu stellen und aus unreflektierten Gewohnheiten zu treten. Die grundsätzliche Frage ist der Wert für Dich! Vielleicht ist das Jahresende ja die Chance zu prüfen, ob Du noch Deinem Lebenskompass folgst, ob Du Dich in Deiner Lebensspur befindest? Wenn wir nämlich genau das tun, dann fällt es uns viel leichter Vorsätze anzugehen, wie:

 

  • gesünder ernähren
  • mit dem Rauchen aufhören
  • mit sportlichen Aktivitäten loszulegen
  • …. usw.

 

Mit diesem Türchen möchte ich Dich ermutigen, Deinen Mutausbruch zu planen und aus der Reihe zu tanzen. Das heißt, auf „Deine“ Schritte zu achten, sich in den Takt zu verlieben, das Leben wie einen Tanz zu tanzen. What if?

 

Nur Mut und allerbeste Wünsche zum Fest und für das neue Jahr, Deine Simone Gerwers 

 

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