Internet-Business: Starten Sie mit 10 Prozent anstatt mit 110 Prozent

14. Dezember 2013

Sie wollen einen Blog starten — Ihnen fehlt nur noch eben das "richtige" Layout ("Theme")? Sie möchten endlich einen Newsletter versenden, der soll aber gleich super-professionell sein?

 

 gehen Sie online und sammeln Sie Feedback


Vergessen Sie's. Halten Sie sich nicht davon ab, mit etwas Improvisiertem/Unperfektem an die Öffentlichkeit zu gehen. Zumindest in der Online-Welt sind diese Iterationsprozesse absolut angebracht, das heißt:

 

machen > veröffentlichen > Feedback einholen > verbessern > veröffentlichen > Feedback einholen > ...

 

Ich bin mir sicher, dass traurige 99% guter Ideen aufgrund zu hoher eigener Qualitäts-Vorgaben die Öffentlichkeit nie erreichen. Häufig sind die Projekte erfolgreich, die mit einem Minimalst-Produkt gestartet sind.


Der kleine Schubs aus der Komfort-Zone bringt Sie voran — nicht das viel zu komfortable Weitermachen wie bisher!

 

Konkrete Beispiele für den schnellen Start

  • Sie setzen eine Landingpage auf und bieten ein Produkt / einen Dienst an, der so noch gar nicht existiert, wofür sich Nutzer aber schon mal unverbindlich per E-Mail- Adresse registrieren können. So können Sie nach einer Zeit sehen, ob wirklich Interesse an diesem Produkt / Dienst besteht (entsprechendes Marketing vorausgesetzt).
  • Sie schreiben Ihr Buch/EBook öffentlich in Ihrem Blog und holen sich parallel zum Schreibprozess Rückmeldungen/Kommentare von Ihren Lesern ein.
  • Sie schreiben in Ihrem Blog darüber, was Sie vorhaben und sammeln schon mal E-Mail-Adressen von Menschen, die sich dafür interessieren.
  • Sie bieten erstmal eine kleine spezielle Leistung an und entwicklen Ihr Internet-Business (ggf. auch nebenberuflich) nebenbei, bis Sie davon leben könnten.


     

Kein Aufruf zum Stümpertum

Verstehen Sie mich nicht falsch. Das soll hier kein Aufruf zum Stümpertum sein. Meine Vorschläge sollen Sie lediglich aus der Perfektionismusfalle holen. Davor bin ich genausowenig gefeit, wie Sie. Auch (und gerade) ich benötige auch immer wieder mal einen Anschubser und Richtungsvorgabe von außen.
Schalten Sie um vom Konsumieren zum Produzieren.


Nie war es einfacher Inhalte zu publizieren. Nutzen Sie das! Lassen Sie den nächsten Business-Ratgeber, den nächsten klugen Blog-Beitrag, die nächste Fortbildung, die Sie unbedingt noch vorher machen müssen links liegen und produzieren Sie. Werden Sie sichtbar. Gehen Sie mit Ihrer Person — mit Ihrer Persönlichkeit nach draußen. Werden Sie angreifbar. Positionieren Sie sich. Sonst bleiben es die anderen, die Ihnen die Sichtbarkeit voraus haben. Und Ihre ganz spezielle Expertise nimmt niemand war.

 

Ich wünsche Ihnen für 2014, dass Sie den Mut haben, mal etwas Neues & Unkomfortables zu starten.


Ihr Frank Katzer

Autor: Frank Katzer

Kommentare

lieber unperfekt starten als perfekt zögern

Die Situation kenne ich sehr gut. Die Angst, etwas Unfertiges ins Netz zu stellen.

Dabei vergeben wir uns eine wichtige Chance. Denn wir können neue Produkte mit relativ wenig Aufwand vor-testen. Bekomme ich Rückmeldungen? In Form von Emails und Traffic.

Oder ist es ein Rohrkrepierer? Dann hilft es, dies möglichst früh zu kapieren, bevor ich viel rein investiere.

Danke für den tollen Artikel

"die potentiellen käufer in den entstehungsprozess einbinden..."

danke für deinen kommentar, bettina!
genau das ist es. erstmal für sichtbarkeit sorgen und dann schritt-für-schritt das produkt entwickeln. das sind geniale möglichkeiten, die uns das internet in die hand gibt.
mal ganz abgesehen davon, dass durch diese art entstehungsprozess ganz andere (=viel bessere) produkte entstehen können als bisher.

zum thema habe ich "zufälligerweise" kurz nach schreiben des artikels folgende podcastfolge gehört, von 2 menschen, die es wissen müssen (der podcast ist englischsprachig): http://10xtalk.com/12/

dann mal los!

Trau Dich!

Dam kann ich so nur zustimmen - viel zu viele tolle Ideen verschwinden in der Schublade der Perfektion. Und da bleiben sie eben oft auch. Niemand wird sie dort je zu sehen bekommen.

Wir alle dürfen lernen, dass ein Rechtschreibfehler oder ein nicht optimal zugeschnittenes Bild kein Drama sind. Auch, wenn wir alle darauf geschult sind, genau das zu sehen und zu kritisieren. Auch, wenn wir alle diese "Bananenprodukte" (also die, die erst beim Kunden zur nötigen Reife gelangen) hassen - insbesondere aus der Softwarebranche.

Doch wie können wir zu 100 % vorher wissen, was der Kunde wirklich will? Haben wir die "richtigen" Menschen nach ihrer Meinung gefragt?

Nein - viel spannender ist es, die potentiellen Käufer in den Entstehungsprozess einzubinden. Sie werden so Teil des Projektes und identifizieren sich ganz anders damit. Und werden so zu Verkäufern unserer Leistung. Wenn wir es denn TUN. Klar, ein Mindeststandard sollte erst mal erreicht sein, damit kein Misstrauen entsteht - doch dann laßt den Prozeß beruhigt zum "Selbstläufer" (keine Bange, es bleibt noch genug zu tun!) werden. Denn ohne Sichtbarkeit kauft niemand Euer perfektes Produkt. Versprochen.

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