5 verhängnisvolle Fehler im Umgang mit Google

11. September 2018

Google ist ein klassischer Monopolist, ohne den es heutzutage nicht mehr geht – in keinem Business, egal wie groß oder klein es sein mag. Doch weil das Unternehmen sich nicht gerne zu tief in die Karten sehen lässt und viele seine Bedeutung missachten, entstehen enorme Risiken für ein Unternehmen. Als Führungsperson sollten Sie niemals die folgenden Fehler begehen. Denn diese könnten für Sie fatal sein, ganz gleich, wie groß Ihr Unternehmen ist.

 

 

1. Content ignorieren

Sie glauben, es würde ausreichen, auf der Seite Ihres Unternehmens nur Waren und Dienstleistungen zu zeigen, Kontaktdaten zu hinterlegen und trotzdem relativ weit vorn zu erscheinen, wenn jemand nach den von Ihnen angebotenen Produkten sucht? Da liegen Sie falsch. Denn die Position, an der eine Webseite in der Google-Suche erscheint, unterliegt einer ständigen Fluktuation. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Google nicht nur streng nach Marketing-Regeln operierende Seiten zeigen möchte, sondern seinen Kunden vor allem „relevante Inhalte“ präsentieren will. Im Klartext bedeutet das: Von Ihrer Webseite wird viel mehr gefordert als nur Bestellmöglichkeiten. Wenn Sie buchstäblich vorne mitmischen möchten, müssen Sie regelmäßig frischen Content auf Ihrer Seite veröffentlichen.

Dazu zwingt seit nunmehr drei Jahren Googles künstliche Intelligenz RankBrain. Sie erkennt nicht nur neuen Content, sondern kann auch in vielen Sprachen dessen Qualität bewerten. Ergo: Keyword-Optimierung alleine bringt schon längst nicht mehr den Ranking-Gewinn, es muss regelmäßig hochwertiger, relevanter und umfassend ausgearbeiteter Content her.



 

2. Google kleinreden

Für Sie persönlich mag Google nur die Webseite sein, in die Sie Fragen eintippen und eine oder mehrere passende Webseiten angezeigt bekommen. Wenn Sie jedoch daraus schließen, dass Google für Ihr Unternehmen nicht relevant wäre, begehen sie den vielleicht verhängnisvollsten Fehler dieses Artikels.

Um es ganz klar zu sagen: Google, beziehungsweise die dahinterstehende Holding Alphabet, ist der mächtigste Konzern der Welt – in ihrer gesamten Wirtschaftsgeschichte. Niemals zuvor gab es ein Unternehmen, das eine solche Kontrolle hatte. Google bestimmt, welche Nachrichtenseiten und Nachrichten gezeigt werden, Google kann Aktienkurse beeinflussen. Google entscheidet letztendlich über Wohl und Weh der gesamten heutigen Wirtschaft.

Mittlerweile ist es schlichtweg Hybris zu glauben, im Internet ohne diesen Giganten erfolgreich sein zu können. Auch wenn Sie nicht verstehen können, wie der Konzern so eine Wichtigkeit erlangt hat, ohne auch nur ein physisches Produkt herzustellen: Der Erfolg ist real, und mit Google an Ihrer Seite könnte Ihr Erfolg es auch sein.

 

3. Ein bisschen AdWords

Google AdWords bzw. seit Juli 2018 Google Ads ist Ihr Tor in eine Welt, in der Ihrem Unternehmen die Möglichkeit offenbart wird, Kampagnen so zu schalten, dass es kaum noch zu Streuverlusten kommt. Auf gut Deutsch: Sie schaffen die perfekte Werbung, die nur diejenigen anspricht, die angesprochen werden sollen und so das bestmögliche Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielt.

Doch viele begehen den Fehler und sehen AdWords als etwas an, für das man „irgendwen aus der Marketingabteilung“ abstellen kann – oft neben seiner eigentlichen Arbeit. Wenn derjenige, den Sie dafür auserkoren haben, ein echter Profi ist, dann kann das funktionieren. In den allermeisten Fällen stellt sich das Ergebnis jedoch höchstens als mittelmäßig heraus – und das ist noch das Best Case Szenario. Wie es ein professioneller Dienstleister der Branche, die in Hannover beheimatete Agentur AdPoint, formuliert: „Damit Ihre AdWords-Kampagnen die gewünschte Wirkung bringen, kommt es nicht nur auf die ganzheitliche Strategie, sondern vielmehr auch auf Details, Nuancen und ein spezifisches Feintuning an.

Es gibt nicht umsonst Firmen, deren einziges Produkt es ist, anderen Unternehmen mit AdWords-Kampagnen zu helfen. Denn das Thema ist so umfangreich, dass es keinesfalls erfolgreich von „Andy aus dem Marketing“ nebenher gestemmt werden kann.

 

4. Auf „die anderen“ setzen

Google ist natürlich nicht die einzige Suchmaschine auf dem Markt. Und in regelmäßigen Abständen werden auch medial Alternativen präsentiert. Sie denken also mitunter, dass es hilfreich wäre, nicht alle Aufmerksamkeit dem Giganten zu schenken, sondern auch dafür zu sorgen, dass es bei den anderen in Sachen Ranking gut läuft.

Ganz salopp: Vergessen Sie es. Was geben Sie in die Adresszeile des Browsers ein, wenn Sie etwas suchen wollen? Was gibt Ihr Partner ein, ihre Angestellten, Ihre Bekannten? Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es bei Ihnen allen „Google“ sein. Um das in Zahlen zu demonstrieren: Aktuell hat Google unter den Suchmaschinen einen Marktanteil von 86,67%. Der Zweitplatzierte, bing, kommt auf 6,57% und der Rest lässt sich zusammenfassen unter „ferner liefen“.

Das kann man kritisch sehen, Netzaktivisten tun es auch und spielen das Lied von einer Macht, die gebrochen werden kann, wenn jeder mitmacht. Aber ein Unternehmen wird daran nichts ändern, sondern nur unnötiges Geld ausgeben, wenn es seine Ressourcen auch auf andere Suchmaschinen verteilt. Google mag irgendwann das Zepter abgeben müssen, jetzt jedoch sollten Sie Ihren Fokus nur auf diese Suchmaschine richten.

 

5. Google zu viel geben

Google ist nicht nur eine Suchmaschine. Längst nicht mehr. Unter dem großen Dach mit den vier Farben vereinen sich heute Flugsuchmaschinen, der Kartendienst Maps, das digitale Kaufportal Play und unzählige weitere Anwendungen – darunter auch Cloud.

Nun ist es eine Sache, Google als Suchmaschine zu respektieren und die marketingstrategische Ausrichtung seines Unternehmens im Internet darauf zu fokussieren. Aber: Allein schon deshalb, weil Google ein ausländisches Privatunternehmen ist, das teilweise ausländischem Recht unterliegt und es mit Transparenz – gelinde gesagt – nicht ganz so genau nimmt, sollten Sie Dinge, die wirklich wichtig für den Bestand und den Erfolg Ihres Unternehmens sind, nicht ohne weitere Hintergedanken in den Google-Diensten hochladen.

Dies gilt insbesondere für die Cloud: Für Sie mag es ein komfortables Angebot sein, um Daten schnell und einfach zu speichern und von überall her abgreifen zu können. Aber es ist ebenso eine Tatsache, dass Google die Daten in der Cloud technisch durchscannt. Das hat zwar eigentlich den Sinn, dass damit verhindert werden soll, dass illegales Material hier zwischengelagert wird. Aber es sorgt eben auch dafür, dass Google Einsicht in Daten Ihres Unternehmens bekommt, die eigentlich nur dem Führungspersonal vorbehalten sein sollten – abgesehen davon, dass Daten, die in die Cloud gelegt werden, mitunter auch in den Besitz Googles übergehen könnten.

Daher sei Ihnen dringend empfohlen, bei allem, außer der Suchmaschine, in Sachen Firmendaten eine Politik des „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ zu verfolgen – und wichtige Daten gar nicht erst in Cloudspeichern abzulegen; auch nicht in denen anderer Anbieter.

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