Frust im Job: Mehr Zufriedenheit dank der Lust-Frust-Bilanz

6. Dezember 2017

Unzufrieden und unglücklich im Job

Mal auf der Arbeit gefrustet zu sein, ist zwar schade, gehört dennoch – leider – dazu. Es gibt einfach zu viele Quellen, die eine Unzufriedenheit im Job auslösen und so die Motivation und Begeisterung dämpfen. Solche Quellen der Unzufriedenheit sind beispielsweise

  • Vielredner im Meeting.
  • unklare Anweisungen.
  • nörgelnde Kunden.
  • wechselnde Vorgaben.
  • Kollegen, die stören und schlecht zuarbeiten.
  • mangelnder Informationsfluss.
  • schlechte Zusammenarbeit.

 

 

 

Solch ein Motivations-Dämpfer hält jedoch in der Regel nur kurz an: Mal ein paar Minuten, mal eine Stunde, mal bis zum Feierabend. Denn der entstandene Frust wird ja schnell im Job wieder ausgeglichen durch

  • eine interessante Aufgabe.
  • einen netten Kunden.
  • positives Feedback.
  • den Flow bei der Arbeit.
  • gute Teamarbeit während der Realisierung eines Projektschrittes.

 

Die Jobzufriedenheit kehrt dann wieder zurück.



Anhaltenden Frust im Job ernstnehmen

Allerdings kann solch ein Dämpfer auch anhalten. Die Zufriedenheit im Beruf und auf der Arbeit kehrt eben nicht zurück. Stattdessen bleibt der Frust nicht allein bestehen, sondern wächst langsam aber stetig an. Ist dies der Fall, sollten Sie die ersten typischen Anzeichen für einen hohen Frustlevel ernstnehmen:

  • Müdigkeit
  • Unlust und/oder keine rechte Lust zur Arbeit zu gehen
  • Suche nach Ablenkungen wie Small-Talk mit Kollegen oder Surfen im Internet
  • Desinteresse
  • Leistungsabfall
  • Dienst nach Vorschrift
  • innere Kündigung
  • emotionale Schwankungen - von gereizt reagieren bis apathisch wirken

 

Nehmen Sie solche Signale ernst. Und vor allem nehmen Sie Ihren Frust bei der Arbeit nicht einfach hin. Steuern Sie aktiv gegen. Holen Sie sich Ihre Lust, Motivation, Begeisterung und Zufriedenheit zurück. Mit der Frust-Lust-Bilanz gelingt es.

 

Mehr Zufriedenheit im Job mit der Frust-Lust-Bilanz

Mit ein wenig klugem Selbstmanagement können Sie Ihren Frust abbauen. Denn alles, was Sie benötigen, liegt Ihnen vor: Ihre Fähigkeit der Analyse. Denn die Frust-Lust-Bilanz ist nichts anderes als eine ganz persönliche Analyse Ihrer Jobsituation.

 

Geben Sie sich für diese Analyse ausreichend Zeit. Führen Sie sie ruhig regelmäßig durch, um aufkommenden Frust schnell abzubauen. Jede Situation, jede Zusammenarbeit, jede Aufgabe, jedes Projekt oder jeder Arbeitstag kann mit Hilfe dieser Frust-Lust-Bilanz betrachtet werden. Die Mühe der folgenden 3 Schritte lohnt sich. Ihre Zufriedenheit und Ihr Wohlbefinden nehmen zu.

 

Schritt 1: Frust präzisieren

Statements wie „Ich bin gefrustet“ oder „Was für ein Frust“ sind zwar ein Indikator für eine Schieflage des Wohlbefindens, führen nur leider zu keiner Lösung. Und zwar aus einem einfachen Grund: Diese Aussagen sind zu vage und zu unspezifisch.

 

Geben Sie deshalb Ihrem Frust einen Namen. Am einfachsten gelingt es mit der Methode „Running a phrase - Den Gedanken freien Lauf lassen“. Beenden Sie die folgenden Sätze so oft und so lange Sie können.

„Ich bin gefrustet, weil…“

„Mein Frust im Job entsteht durch…“

„Mein Job macht mich unglücklich…“

„Diese Situation (benennen) raubt mir meine Zufriedenheit, weil…“

 

Lassen Sie Ihre Antworten auf sich wirken. Markieren Sie für Sie wichtige Aussagen.

 

Schritt 2: Ihrer Lust und Zufriedenheit im Job auf der Spur

Wenden Sie sich der anderen Seite zu: Ihrer Lust und Freude an Ihrer Arbeit. Sensibilisieren Sie sich für all die Aspekte, die Ihr Wohlbefinden und Ihre Zufriedenheit steigern (könnten). Beantworten Sie die folgenden Sätze mit der bekannten Methode.

„Meine Zufriedenheit im Job wird hervorgerufen durch…“

„Um zufrieden in dieser Situation zu sein, benötige ich…“

„Freude in meinem Job entsteht, wenn…“

„Einen Kick bei der Arbeit erhalte ich durch…“

„Meine Jobzufriedenheit steigt, weil ich…“

 

Notieren Sie alles, auch Kleinigkeiten. Denn je besser Sie wissen, was Ihnen alles im Job Freude bereitet, umso besser gelingt es Ihnen, solche Aspekte aktiv einzubauen.

 

Schritt 3: Bilanz ziehen – und einen Ausgleich schaffen

Ihre Analyse hat Ihnen viele Erkenntnisse beschert. Ziehen Sie aus diesen eine Bilanz:

  • Gegenüberstellen.
    Welche Aspekte der Zufriedenheit können Sie Ihrem Frustlevel gegenüberstellen?
  • Abwägen.
    Wie stark wiegt der Frust? Wie stark die Lust? In welchen Bereichen überwiegt die Lust?
  • Frust abbauen.
    Wie können Sie den jeweiligen Frust reduzieren? Was müssten Sie tun? Was sollten Sie ansprechen? Was dürfen Sie ändern? Was vielleicht auch unterlassen? Wie können Sie in der Situation, die Frust auslöst, für ein Mehr an Wohlbefinden sorgen?
  • Ausgleichen.
    Welche Aspekte der Jobzufriedenheit wollen Sie zukünftig verstärkt aktivieren? Wie können Sie dies bewerkstelligen?

 

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