Unternehmerisches Instrument für die Öffentlichkeitsarbeit: Die Stiftungsgründung

10. Mai 2017

Wer als Unternehmer soziales Engagement zeigen und soziale Institutionen und Projekte unterstützen möchte, ist mit der Gründung einer Treuhandstiftung gut beraten.

Die Stiftungsgründung - so geht´s

 

Das Stiftungskapital wird auf nachhaltige Weise sinnvoll genutzt, es entsteht eine dauerhafte Win-win-Situation sowohl für die geförderte Institution als auch für den fördernden Unternehmer. Letzterer liefert mit seinem sozialen Engagement einen öffentlichkeitswirksamen Beleg für eine verantwortungsbewusste Unternehmenskultur und zeigt, dass er als Unternehmer bei gesellschaftlich relevanten Themen über den Tellerrand schaut – und Gutes tut.

 

Eine Stiftung gründen – ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand

Mit dem Stiftungszweck definieren Sie als Unternehmer, auf welche Weise Sie eine Einrichtung oder ein Projekt mit ihrem Kapital unterstützen. Die positiven Aspekte der Treuhandstiftung können Sie im Rahmen Ihrer Unternehmenskommunikation darstellen, um das soziale oder gesellschaftliche Engagement öffentlichkeitswirksam zu nutzen. Beim Gründen einer unselbstständigen Treuhandstiftung fällt für das Unternehmen kein Verwaltungsaufwand an: Zu den Gründungsmodalitäten der Stiftung gehört, dass ein Treuhänder diese Aufgaben übernimmt, häufig handelt es sich um eine Dachstiftung. Sie sorgt für eine verhältnismäßig einfache, schnelle Stiftungsgründung und verwaltet mehrere Stiftungen gleichzeitig. Die Dachstiftung kümmert sich um die Vermögensanlage, Buchführung und Kommunikation mit dem zuständigen Finanzamt, sorgt so für eine langfristige Rahmenbetreuung.



Gutes tun – und kommunizieren

Eine Treuhandstiftung hat in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit nicht bloß einen kurzlebigen Effekt, sie kann als langfristiges Projekt immer wieder Impulse setzen, die sich auf vielfältige Weise kommunizieren lassen. Zu den möglichen Kanälen gehören je nach Zielgruppe und unternehmerischer Intention Online- und Offline-Pressemitteilungen, Newsletter-Artikel, die Integration in klassische Medien und soziale Netzwerke wie Facebook. Ein gutes Beispiel für einen gelungenen Facebook-Auftritt ist die in Hamburg beheimatete Körber-Stiftung, die sich auf der Plattform ausführlich vorstellt, über anstehende Veranstaltungen im Stiftungssitz KörberForum informiert und ihre Postings mit zahlreichen Videos und Links zu Live-Streams anreichert.

 

Bei der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmensstiftungen kommen häufig Wort-Bild-Marken zum Einsatz, die als „Unter-Marke“ im Rahmen großer Werbekampagnen auf das positive Wirken des Unternehmens bei sozialen oder gesellschaftlich wertvollen Projekten hinweisen. Die Benefits für das Unternehmen liegen zum einen in der externen Perspektive, die Firma wird als sozial verantwortungsvoll wahrgenommen und positioniert sich positiv für Geschäftspartner und potenzielle Bewerber. Zum anderen identifizieren sich Angestellte stärker mit einem Arbeitgeber, der gemeinnützig tätig ist.

 

Ein weiterer Vorteil – die steuerliche Absetzbarkeit

Die finanziellen Aufwendungen für eine Treuhandstiftung liegen bei mindestens 50.000 Euro – so viel Stiftungskapital sollte vorhanden sein, damit genügend Erträge generiert werden, um eine sinnvolle Förderung des Stiftungszwecks zu gewährleisten. Das Stiftungskapital bleibt dabei vom Kapital der Dachstiftung getrennt. Gleichzeitig kann das Gründungsvermögen Ihrer Treuhandstiftung bis zu einem Betrag von 307.000 Euro von der Steuer abgesetzt werden – wahlweise im Jahr der Gründung oder innerhalb der darauffolgenden zehn Jahre.

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