Wie wahr ist das, was ich glaube?

15. Dezember 2015

Der Jahreswechsel naht – jedes Jahr eine Zeit, in der wir uns vieles vornehmen, was wir unbedingt ändern wollen, was wir anfangen wollen – eine Zeit, in der wir voller Aktionismus gute Vorsätze fassen.

 

Wie viele Ihrer guten Vorsätze setzen Sie wirklich um?  

Doch wie viele dieser Vorsätze werden tatsächlich umgesetzt? Wie viel ändern Sie tatsächlich aus den Erfahrungen der letzten Jahre in Ihrem Leben?

 

Falsche Glaubenssätze blockieren unser Handeln

Oft können wir gar nicht ins Umsetzen und ins Handeln kommen, weil wir regelrechte Denkblockaden installiert haben. Wir glauben voller Überzeugung, dass jenes oder dieses genau so ist, wie wir es denken – doch ist das auch tatsächlich wahr? Oder sind wir einfach irgendeinem Glaubenssatz aufgesessen, der sich irgendwann im Laufe unseres Lebens wie ein Programm auf einer Festplatte in unser Unterbewusstsein fest installiert hat?

 

Sind Ihnen solche oder ähnliche dieser Glaubenssätze bekannt:

 

  • „Wenn ich jünger wäre, dann würde ich mich selbstständig machen und meinen Traum verwirklichen.“
  • „Wenn ich einen guten Schulabschluss hätte, dann könnte ich aus meinem Leben etwas machen.“
  • „Wenn ich doch nur zehn Kilo weniger hätte, dann hätte ich bestimmt auch einen Partner.“

 



Mancher Gedanke ist nicht für ein glückliches, erfülltes Leben geeignet

Welcher Gedanke spukt in Ihrem Kopf so herum und bremst Sie aus? Haben Sie auch solche Sätze im Kopf, die nach einem bestimmten Muster ablaufen? Nämlich nach dem Muster: „Wenn ich das hätte/wäre...., dann hätte/wäre...“ oder „Weil...., kann ich nicht...“

 

Unser Verhalten wird von unserem Denken gesteuert

An diesen Satzmustern erkennen wir ganz schnell Glaubenssätze. Das Schlimme an diesen Glaubenssätzen ist, dass wir  sie wirklich glauben. Und noch viel schlimmer ist, dass wir das nicht nur glauben, sondern uns auch danach verhalten.

 

Haben Sie eine Ahnung davon, wie Sie sich verhalten würden, wenn Sie Ihren Glaubenssatz nicht mehr glauben würden?

 

Der Weg zu Ihrem persönlichen Aha-Erlebnis

Ich empfehle Ihnen, sich tatsächlich mal ein Blatt Papier zur Hand zu nehmen und aufzuschreiben, was Sie über sich und über die Menschen, über die Welt denken. Nicht so einfach, denn meistens laufen die Gedanken unbewusst ab – und diese jetzt ganz aktiv in Bewusstsein zu holen und niederzuschreiben, kostet manchmal richtig Überwindung und kann zu manchem Aha-Erlebnis führen.

 

Nehmen Sie sich Ihre persönliche Auszeit

Für diese Übung dürfen Sie sich richtig Zeit nehmen. Für mal so kurz zwischendurch funktioniert sie nicht richtig, dazu ist sie außerdem zu wertvoll. Wenn Sie sich ganz darauf einlassen, kommen Sie sich selbst sehr nahe und schauen sich Ihre Denkblockaden sehr genau an.

 

Machen Sie es sich mit Ihrem Lieblingsgetränk gemütlich, lassen Sie sich von niemanden stören und tauchen Sie regelrecht in dieses meditative Schreiben ein – Versinken Sie regelrecht in Ihren Gedanken.

 

Prüfen Sie das, was Sie denken

Nachdem Sie sich nun Ihre ganz persönlichen Glaubenssätze aufgeschrieben haben, nehmen Sie sich all diese Glaubenssatz nacheinander vor und nehmen diesen mit folgenden Fragen unter die Lupe:

  • Zu welcher Zeit und wie könnte sich dieser Gedanke in Ihrem Gehirn eingenistet haben?
  • Was hat diesen Gedanken so prächtig gedeihen lassen, dass er immer größeren Raum in Ihnen eingenommen hat?
  • Gab es eine Zeit, in denen dieser Gedanken vielleicht sogar nützlich war?
  • Was ist das Gute an diesem Gedanken? Wovor beschützt er Sie? Was ermöglicht er Ihnen? Ganz wichtig: Selbst die scheinbar dümmsten Gedanken sind auch für irgendetwas gut. Und genau das gilt es in dieser Übung herauszufinden.
  • Wie sieht Ihr Leben aus, wenn Sie den Rest Ihres Lebens diesen Gedanken festhalten und glauben?
  • Was könnte in Ihrem Leben passieren, wenn Sie diesen Gedanken nicht mehr denken, ihn einfach loslassen? Was konkret würden Sie dann tun?
  • Was wäre für Sie hilfreich, um diesen Gedanken loszulassen? Brauchen Sie mehr Mut, Selbstvertrauen, einen Gesprächspartner – oder etwas ganz anderes? Woher oder wie könnten Sie das bekommen?
  • Welche Gegenargumente gibt es? Was spricht gegen Ihren bisherigen Glaubenssatz?

 

Beispiel:

  • Gibt es Menschen, die schon das 50. Lebensjahr überschritten haben, und sich dennoch erfolgreich selbstständig gemacht haben?
  • Gibt es in meinem Umfeld jemanden, der trotz Hauptschulabschluss aus seinem Leben etwas gemacht hat?
  • Kennen Sie vielleicht übergewichtige Menschen, die einen Partner haben und glücklich sind?

 

  • Was ist Ihnen wirklich wichtig im Leben? Welcher Wert hat bei Ihnen eine richtig hohe Priorität? Hindert Ihr bisheriger Glaubenssatz Sie daran, diesen Wert zu leben? Was können Sie tun, um diesen für Sie so wichtigen Wert noch mehr auszuleben?

 

Neue Gedanken zulassen und kreieren

Wenn Sie diese Übung gemacht haben – und nicht vorher Smile - kommen wir zur nächsten Aufgabe: Sie basteln sich ganz neue Gedanken!

 

Diese neuen Gedanken ermöglichen Ihnen auch ein neues Verhalten. Denn Sie wissen ja, dass Sie sich Ihren Gedanken entsprechend auch verhalten. Auf diese Weise schaffen Sie sich eine neue Wirklichkeit.

 

Erahnen Sie jetzt schon die neue Freiheit in Ihrem neuen Denken und Handeln, die Sie durch diese Übung gewinnen? Spüren Sie, dass es dadurch umso einfacher ist, den allerersten Schritt auch bezüglich Ihrer Vorsätze fürs neue Jahr zu gehen?

 

Ein Date mit dem wichtigsten Menschen in Ihrem Leben

Jetzt noch ein ganz wichtiger Tipp: Schauen Sie gleich in Ihren Terminkalender, wann Sie diese Übung machen wollen. Reservieren Sie für sich selbst, für den wichtigsten Menschen in Ihrem Leben, einen großen Platz in Ihrem Kalender.

 

„Der Mensch ist was er denkt, was er denkt, strahlt er aus. Was er ausstrahlt, zieht er an.“ (Christian Friedrich Hebbel)

Autor: Heike Holz
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