Smartphone, E-Mail, Internet und Co: Vorsicht! Digitale Demenz droht

11. Juli 2012

Ihr Gehirn, Ihre Konzentration und Ihr Gedächtnis passen sich dem digitalen Zeitalter an

Die modernen Kommunikationstechnologien sind nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Nie zuvor wurde auf so unterschiedlichen Kanälen – und dazu weltweit – miteinander kommuniziert. Ob über Handy oder Smartphone, per SMS, mit Skype oder in einem der vielen sozialen Netzwerke, jeder ist jederzeit und überall erreichbar.

 

Zusätzlich erleichtern viele Funktionen der modernen Kommunikationsinstrumente das eigene  Zeitmanagement und die eigene Organisation. Schließlich können Adressen verwaltet werden, Termine eingetragen werden, schnell und unproblematisch Termine koordiniert werden (beispielsweise über www.doodle.de) oder das Smartphone dient als Gedächtnisstütze. So viele Funktionen und so viele Anwendungen, die Sie alle in Ihrem (Berufs-)Alltag entlasten.

 

Allerdings hat diese Entlastung, die das digitalen Zeit beschert, auch eine Schattenseite: Die digitale Demenz droht. Denn unser Gehirn passt sich hervorragend den Umwelteinflüssen an, d.h. die vernetzte Welt wird die Hirnstrukturen des Gehirns verändern. Davon sind Wissenschaftler überzeugt. Denn statt sich an Termine, Adressen, Telefonnummern und Co zu erinnern, werden Sie in Ihrer Adressdatei Ihres Smartphones suchen oder schnell im Internet weitere Informationen recherchieren. Dadurch schrumpft aber das Gedächtnis, so dass es zu einer digitalen Demenz kommen kann. „Das beginnt schon bei Kindern“, so Prof. Dr. Hans Markowitsch, Universität Bielefeld, Schwerpunkt Physiologische Psychologie.

 

Der digitalen Demenz vorbeugen

Um dem Abbau des Gedächtnisses entgegenzuwirken, müssen Sie etwas für Ihre Konzentrationsfähigkeit tun. Stärken Sie also nicht allein Ihr Gedächtnis, Ihr Gehirn passt sich dem digitalen Zeitalter an sondern bauen Sie es weiter aus:

  • Regelmäßig lange Texte lesen. Nichts ist besser für die Konzentration, als lange Texte zu lesen. Ob Sie nun zum Fachbuch greifen oder Ihren Lieblingskrimi nicht aus den Händen legen wollen, lesen Sie am besten täglich.
  • Auswendig lernen ist angesagt. Bevor Sie jetzt Gedichte auswendig lernen, die Sie nicht mögen, überlegen Sie sich, welche Fakten Sie gerne in Ihrem Gedächtnis abspeichern möchten. Vielleicht Informationen über Ihr Hobby, Ihr Fachgebiet oder auch Sinnsprüche, die Sie für Ihre Rhetorik benötigen.
  • Neues lernen. Fordern Sie Ihr Gehirn, Ihr Gedächtnis und Ihre Konzentration, indem Sie sich Neuem zuwenden. Ob es eine Sprache ist, ein Instrument, ein Sport oder das Schachspiel, wählen Sie etwas, das Sie emotional anspricht und das Sie mit Freude lernen möchten. Denn so vernetzen Sie beide Hirnhälften. 






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