Passend zur Rezession: Sonderzulagen und Incentives für Ihre Mitarbeiter

7. April 2010

Um die Krise zu überstehen und aus ihr gar positiv hervorzugehen, brauchen Sie starke Partner an Ihrer Seite. Diese Partner sind Ihre Mitarbeiter. Ohne die läuft wenig. Deshalb ist es wichtig, sich gerade in schwierigen Zeiten die Leistungsfähigkeit und Mitarbeitermotivation zu sichern.

Denn Ängste und Unsicherheiten sind nicht allein Stimmungen Ihres Mitarbeiters. Sie beeinflussen sehr stark seine Arbeitsmoral, seine Unternehmensloyalität und sein Arbeitsvermögen. Doch solch ein Abbau schadet auch Ihrem Team und Ihrem Unternehmen.

 

Kurbeln Sie gezielt ein unternehmerisches Konjunkturprogramm an. Investieren Sie verstärkt in Sonderzulagen und Incentives. Damit schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • Durch die „Mehrausgaben" stärken Sie den Glauben an das Unternehmen. „Wenn die jetzt so viel an Extras ausgeben, kann es nicht schlecht um uns stehen".
  • Ängste und Unsicherheiten der Mitarbeiter verflüchtigen sich.
  • Steigerung der Leistungskraft ist die Folge.
  • Mitarbeiteridentifikation erhöht sich.
  • Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen ist gesichert.
  • Motivation und Spaß an der Arbeit wird angekurbelt.
  • Ideen werden freigesetzt dank einem Mehr an Boni.
  • Innerer Kündigung und einer Erhöhung des Krankenstandes wird vorgebeugt.

 

So setzen Sie Sonderzulagen und Incentives gezielt ein: 7 Tipps

 

Tipp 1:Erweitern Sie die Zielpersonen

 

Die meisten Unternehmen setzen Sonderzulagen in zwei Bereichen ein: Im Bereich Verbesserungs- und Ideenmanagement und im Verkauf. So fallen allerdings viele Mitarbeiter mit ihren Leistungen bei der Vergabe von Leistungsboni unter den Tisch. In schwierigen Zeiten ein „No-go". Schließlich wollen Sie keinen Neid und Demotivation schüren. Erweitern Sie deshalb die Zielgruppe. Hier einige Vorschläge:

  • Sekretärinnen und Chefassistentinnen
  • Buchhalter und Controller
  • Call-Center-Agenten an der Hotline
  • Pförtner und Empfangsdamen
  • Fahrer
  • Technischer Dienst
  • Kundenbetreuer
  • Sachbearbeiter
  • EDV-Programmierer
  • Sicherheitsdienst

 

 

Tipp 2:Denken Sie an die Familien und Partner Ihrer Mitarbeiter

Die Leistungsbereitschaft Ihres Mitarbeiters wird schnell getrübt, wenn im privaten Umfeld schlecht über das Unternehmen geredet wird. Außerdem belasten schwierige Zeiten auch die Familien. Wenn der Partner nun die Meinung vertritt „Woanders bist du sicherer aufgehoben", können schnell Abwanderungsgedanken entstehen. Binden Sie deshalb die Familien und Partner mit ein. Planen Sie beispielsweise als Incentive einen Familientag. Laden Sie die Kleinen in den Zirkus ein. Oder den Mitarbeiter mit Partner zu einem Candlelight-Diner.

 

 

Tipp 3:Lassen Sie den Leistungskatalog für sich sprechen

 

Erstellen Sie einen Punkte-Leistungskatalog, der kennzeichnet, wie viele Punkte es bei was gibt. Sei es, dass der Kunde besonders zufrieden war; dass der Mitarbeiter einen Konflikt im Team löste; dass er ein Projekt schneller fertigstellte. Holen Sie sich hierfür auch Ideen aus Ihrem Team. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, welche Leistungen Sie als „belohnungswürdig" ansehen. Nehmen Sie diese in den Leistungskatalog auf. Vorteil ist, Ihre Mitarbeiter

  • sehen schneller „Ergebnisse".
  • haben die Möglichkeit, Punkte zu sammeln und sich so eine höhere Sonderzulage zu gönnen oder für ein Incentive anzusparen.
  • empfinden sich mit ihrer Leistung endlich auch berücksichtigt.

 

 

Tipp 4:Die Vielfalt bringt´s - auch fürs Budget

Überlegen Sie, in welchem finanziellen Rahmen das Unternehmen solche Boni vergeben kann. Weiten Sie dabei die Möglichkeiten der „Anerkennungs-Signale" aus. Ideen:

  • die üblichen finanziellen Sonderzulage
  • Incentives aller Art, Kurzurlaub, Wellness-Wochenende, Reisen
  • Werbegeschenke können auch in der Belegschaft als Boni eingesetzt werden. Vom Kugelschreiber über die Espressomaschine hin zum Mountainbike.
  • Seminarbesuche, die nicht unbedingt etwas mit Weiterbildung fürs Unternehmen zu tun haben. Theater spielen, Töpfern, Tai Chi.
  • Tickets für Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Museumsausstellungen.

 

 

Tipp 5:Verwenden Sie Incentives, die etwas bedeuten

Führen Sie Incentives ein, die einen Symbolcharakter haben, die Identifikation mit dem Unternehmen erhöhen und den Teamgeist stärken. Dieses sollte zukünftig immer eingesetzt werden und sich nicht ändern. Also beispielsweise nach einjähriger Betriebszugehörigkeit erhält der Mitarbeiter ein Mountainbike, wie all seine Kollegen vor ihm. Er gehört so „zum Club" und gemeinsame Ausflüge stärken das Team.

 

 

Tipp 6:Wenn Boni zu teuer sind - spenden Sie Freizeit

Extra freie Zeit ist immer willkommen. Statt nun in materielle Boni zu investieren, schenken Sie Ihrem Mitarbeiter freie Zeit. Ein oder zwei Extratage pro Jahr sind ein wundervoller Motivationsanreiz.

 

 

Tipp 7:Machen Sie Incentives ausbaufähig und zu einem unvergesslichen Erlebnis

Finanzielle Sonderzulagen sind eine zweischneidige Angelegenheit. Sicher das Plus auf der Lohnabrechnung erfreut. Nur, da der Mitarbeiter dies zur Bezahlung von Rechnungen verwendet, wird die Zuwendung leider schnell wieder vergessen. Damit auch der positive Kick. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter Ihre Boni-Punkte in Form von Casino-Chips (ein Chip hat beispielsweise den Wert von 2 €) sammeln, die am Ende des Monats gegen Gutscheine zum Einkaufen in Boutiquen, Speisen in teuren Restaurants oder der Nutzung von Wellness-Oasen eingetauscht werden.

 

So ein Erlebnis bleibt garantiert im Gedächtnis Ihrer Mitarbeiter.

 

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