Gesundheitsrisiko Büro - So fördern Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter

2. Juli 2018

Gesunde Mitarbeiter sind nicht nur zufriedener, sondern auch produktiver. Doch vor allem im Büro gibt es zahlreiche Komponenten, die Ihre Angestellte krank machen können.

 

Mann mit Rückenschmerzen im Büro© Flickr Young office man suffering from backache centro güel CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

Dabei kann es sich beispielsweise um langes Sitzen ohne ausreichend Bewegung, falsch eingestellte Stühle und Monitore, schlechte Beleuchtung, ein zu lautes Arbeitsumfeld oder schlechte Luft handeln. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass Sie als Geschäftsführer die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter fördern.

 

Schwedische Unternehmen führen Sportpflicht ein

In vielen schwedischen Unternehmen gehören Sportübungen mittlerweile fest zum Arbeitsalltag. Modehersteller und Ex-Tennisstar Björn Borg geht noch einen Schritt weiter und verpflichtet seine Angestellten dazu, jeden Freitag den Platz am Schreibtisch gegen die Turnhalle einzutauschen. Das Training ist Teil der Unternehmenskultur. Wer nicht trainieren möchte, muss die Firma verlassen. Denn für Geschäftsführer Henrik Bunge ist klar: Die regelmäßigen Sporteinheiten steigern zum einen die Produktivität der Mitarbeiter, vor allem aber das Gemeinschaftsgefühl unter den Kollegen.

 

Laut Universität Stockholm sollen regelmäßige Trainingseinheiten Krankheitsfälle bei der Arbeit um 22 Prozent verringern. Doch es gibt auch kritische Stimmen zum Thema. Schnell könnten Angestellte ihre persönliche Fitness als Verpflichtung gegenüber ihrem Arbeitgeber verstehen. Außerdem bestünde die Gefahr, dass Kollegen generell eine gute Fitness voraussetzten und Mitarbeiter, die weniger trainiert sind und nicht so gesund leben, als weniger gute Menschen einstuften. Bisher ist es unwahrscheinlich, dass Unternehmen in Deutschland eine Sportpflicht für Mitarbeiter einführen, wie sie es in Schweden gibt. Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihre Angestellten dazu ermutigen, regelmäßig Sport zu treiben. Sie könnten zum Beispiel Sportkurse vor Ort im Büro anbieten und die Kosten übernehmen oder Fitnessstudio-Mitgliedschaften beziehungsweise sportliche Hobbys finanziell unterstützen.



Arbeitsumfeld ebenfalls wichtig

Neben ausreichend Bewegung spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle, damit Ihre Mitarbeiter auf Arbeit gesund bleiben. So ist es wichtig, in einer stillen Umgebung zu arbeiten. Schallabsorbierende Decken, Böden und Wände helfen, störende Geräusche wie Telefonklingeln oder Druck- und Kopiergeräusche einzudämmen. Ohnehin sollten Kopierer und Drucker nicht in der Nähe Ihrer Mitarbeiter stehen. Grund: Zumindest einigen Laserdruckermodellen wird nachgesagt, gesundheitsschädlich zu sein und eine hohe Konzentration an Chrom, Nickel, Eisen, Titan, Brom, Zink und Silizium in Form von Nanopartikeln ausstoßen. Tintenstrahldrucker gelten als deutlich weniger gefährliche Alternative. Beim Kauf von Druckerpatronen statt Toner können Sie sogar Geld sparen, da Sie neben Markenware auch auf Alternativen von Drittherstellern zurückgreifen können. Generell sollten Drucker ebenso wie Kopierer mindestens fünf Meter vom Schreibtisch entfernt stehen; im Idealfall befinden sie sich sogar in einem anderen Raum.

 

Ergonomie am Arbeitsplatz

Lange Zeit zu sitzen ist schlecht für die Gesundheit. Wenn Ihre Angestellten im Büro auch noch falsch sitzen, kann das auf Dauer krank machen. Aus diesem Grund gibt es gesetzlich festgelegte Ergonomie-Richtlinien, die Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen müssen.

  • Schreibtisch
    Angestellte müssen am Schreibtisch gerade sitzen. Daher ist es wichtig, dass der Tisch größenverstellbar und der Stuhl auf die Körpermaße des jeweiligen Mitarbeiters eingestellt ist. Nur so ist dynamisches Sitzen möglich, und es entstehen auch bei längerem Sitzen keine Verspannungen.
    Wussten Sie übrigens, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen einen ergonomischen Bürostuhl zur Verfügung stellen muss?
  • Monitor
    Der Monitor Ihrer Angestellten sollte groß genug sein. Eine Bildschirmdiagonale von mindestens 22 Zoll, besser noch von 24 oder sogar 27 Zoll, ist empfehlenswert. Der Abstand zwischen Mitarbeiter und Monitor sollte zwischen 50 und 70 Zentimetern liegen. Beim Schauen auf den Bildschirm ist der Kopf leicht nach unten geneigt.
  • Lichtverhältnisse
    Das Büro sollte ausreichend beleuchtet sein, und es muss Tageslicht einfallen. Warme Beleuchtung sorgt außerdem dafür, dass die Augen weniger schnell ermüden. Das Licht sollte aber nicht direkt auf den Tisch leuchten, da sonst für das Auge unangenehme Schatten entstehen.

 

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