Kostenmanagement, aber richtig

25. März 2014

Kostenbewusstsein: Das A und O eines erfolgreichen Unternehmens

Ein gesundes Kostenbewusstsein ist das A und O eines erfolgreichen Unternehmens, denn auch bei Auftragsflauten stellt es für Kleinunternehmen oder Selbständige eine vernünftige und sichere Basis dar. Gut gemeinte Sparvorsätze genügen hierbei in der Regel jedoch nicht, auch die Umsetzung muss funktionieren.

 

Kostenmanagement auf www.business-netz.com

Commons.wikimedia.org © Manja (CC BY-SA 3.0)

 

Der Nutzen von gutem Kostenmanagement

Ein gutes Kostenmanagement ist deshalb so wichtig, weil etliche Punkte das tägliche Business belasten können. Unter anderem könnten beispielsweise Umsätze zurückgehen, während die Kosten jedoch konstant bleiben, andererseits sind auch konjunkturelle Rahmenbedingungen zu beachten – verschlechtern sich diese, muss das Unternehmen reagieren. Auch der Wettbewerbsgrad in nahezu jeder Branche nimmt stetig zu und der daraus entstehende Druck belastet wiederum das Unternehmen und die Mitarbeiter. Vor allem die Innovation, das kreative Denken und Finden neuer Ideen und Lösungsansätze hilft in diesen Zeiten beim Überleben, kurzfristig kann jedoch auch ein entsprechendes Kostenmanagement Abhilfe schaffen. Grob gesagt umfasst das Kostenmanagement alle Aktionen und Planungen, die darauf ausgerichtet sind, unnötige Kosten zu ermitteln, zu analysieren und im Idealfall zu vermeiden.

  1. Hierbei kann einerseits das kurzfristige Kostenmanagement genutzt werden, bei dem schnellere Verbesserung das Ziel sind
  2. oder auf ein langfristiges Kostenmanagement zurückgegriffen werden, welches vor allem dauerhaft für Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sorgen soll.

 



 

Viele Möglichkeiten der Kostenbeeinflussung

Um das Kostenniveau zu senken, sollten unter anderem Doppelarbeiten vermieden und Durchlaufzeiten reduziert werden, ebenso gilt es, Automatisierungspotenziale voll auszuschöpfen. Bei Produktionen könnten diese möglicherweise auch ins Ausland verlagert werden, wenngleich die Verlagerung meist auch einen negativen Aspekt zugunsten der bisherigen Region hat. Hier wird bereits deutlich, dass das Kostenmanagement durchaus vielseitig ist und fast immer Möglichkeiten zum Handeln bietet. Die wichtigsten Methoden zur Analyse von Kosten sind jedoch das Fixkostenmanagement, das Target Costing, das Prozesskostenmanagement sowie die Lebenszykluskostenrechnung. Unbedingte Grundvoraussetzung für die Umsetzung der Methoden ist dabei das Verständnis einer gut funktionierenden Kosten- und Leistungsrechnung, welches im Idealfall in Ausbildung, Studium oder Weiterbildung gelernt wird. Für eine erste Annäherung an das Thema eignet sich aber ebenso eine ausführliche Recherche im Internet, beispielsweise in spezialisierten Finanzforen, in denen die User online Fragen stellen können.

 

Einfache Tipps für das Kostenmanagement

Wenn schnell ein paar Ideen her sollen, um Ausgaben zu begrenzen und die Liquidität zu verbessern, so bieten sich einige einfache Tipps an, die sich vor allem auf kleine und scheinbar unverrückbare Ausgabequellen beziehen.

 

Zahlungen überprüfen

Es kann sich durchaus lohnen, die Zahlungen an Dienstleister und Lieferanten einzusehen und die Preise zu überprüfen. Womöglich sind diese nicht gerechtfertigt, dann lohnt sich in jedem Fall eine intensivere Eingangs- und Rechnungskontrolle.

 

Verbesserter Versand

Wenn Waren und Materialien mit ungenügender Verpackung verschickt werden, so können schnell unnötige Kosten entstehen. Unter anderem begünstigt dies beispielsweise Transportschäden, aber die Trägheit beim Verpacken kann auch schlichtweg dazu führen, dass höhere Gebühren nötig werden. Zudem lohnt sich bei der Nutzung von Kartons und Kisten ein vergleichender Blick der Anbieter, um den besten Preis zu ermitteln.

 

Call-Center

Es ist zwar wichtig, dass Kunden ein Unternehmen schnell und gut erreichen können, dennoch macht es nicht immer Sinn, die Telefonzentrale allzu lang in Betrieb zu halten. Hier bietet sich ein einfacher Blick in die Anrufstatistiken an, um zu erkennen, ob und wann überhaupt noch Kunden anrufen. Werden ab 17 Uhr beispielsweise kaum noch Gespräche geführt, so wäre es womöglich sinnvoller, die Kosten des Personals in den darauffolgenden Stunden zu sparen.

 

Gemeinkosten

Strom- und Heizkosten werden innerhalb eines Betriebs nur selten systematisch angegangen. Oftmals ist es hier aber gerade eine gewisse Nachlässigkeit, die hohe Kosten verursachen kann. So passiert es immer wieder gerne, dass schon seit Jahren ein Fenster nicht richtig schließt oder eine Tür klemmt, sodass die Heizkosten ungewollt in die Höhe schießen. Selbiges gilt ebenso für Elektrogeräte, denn Computer, Licht und Co. sollten abends in jedem Fall stets abgeschaltet werden.

 

Einnahmen und Ausgaben vergleichen

Damit das Kostenmanagement funktioniert, gehen Unternehmen bei finanziellen Engpässen meist dazu über, weitere Aufträge anzunehmen oder den Kundenstamm auszudehnen. Das ist im Grunde auch durchaus richtig so, allerdings sollten auf der anderen Seite auch die Ausgaben genauer betrachtet werden, denn diese sind meist die gewinnbringendere und dauerhaftere Lösung.

So zeigt eine Gegenüberstellung beider Seiten beispielsweise, dass die Gewinnerhöhung über die Einnahmenseite lediglich einen mehr oder weniger großen Anteil des Mehrumsatzes ausmacht – erforderliche Aufwendungen müssen gegebenenfalls noch abgezogen werden. Die Ausgaben jedoch zeigen sich als direkte Kostensenkung, die ein konkretes Plus am Ende des Monats bietet. Das heißt also, dass auf der Einnahmenseite weitaus mehr bewegt werden müsste, um denselben Wert wie auf der Ausgabenseite zu erreichen. Darüber hinaus zeigen die Ausgabensenkungen auch weitaus schneller Wirkung, denn anders als zu begleichende Rechnungen von Kundenseite aus, werden sie quasi sofort umgesetzt.

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