Job und Karriere

Karriereplanung: Definieren Sie Ihre Ziele mit der „Was-müsste-passieren“-Taktik

31. Januar 2012

 

Von Brigitte Miller

 

 

Visionen und Wünsche sind für Ihre Karriereplanung unerlässlich

 

Bei Ihrer Karriereplanung stoßen Sie manches Mal an eine mentale Blockade: Obwohl Sie eine klare Vision Ihrer Zukunft und damit Ihrer Karriere haben, wissen Sie nicht, wie Sie diese Vision erreichen können. Ihre Versuche Ziele zu definieren scheitern. Denn oft genug sind diese Ziele

  • unrealistisch,
  • schwammig
  • und fordern wenig zum Agieren auf.

Mit der Folge: Sie verharren in der Startposition und kommen Ihrem Ziel nicht näher.

 

Die Ursache liegt in der Schwierigkeit aus der Vision, die ja meist groß, fast positiv gigantisch ist, Ziele abzuleiten. Denn das Strahlen dieser Vision blendet mental, so dass der Weg dorthin schwer erkennbar ist. In solch einem Moment hilft es, sich eine Frage zu stellen:

Was müsste passieren, damit diese Karriere-Vision Realität wird?

Hier formulieren sich erste Antworten, denen Sie folgen sollten – und zwar Schritt für Schritt mit der der „Was-müsste-passieren“-Taktik.

 

 

Karriere planen mit der „Was-müsste-passieren“-Taktik: 4 Schritte

 

 

Schritt 1: Benennen Sie Ihre Zukunftsvision

 

Nehmen Sie sich ein leeres Blatt Papier und einen Stift. Zeichnen Sie vier gleichgroße Spalten auf das Blatt Papier – und zwar im Querformat (!). Schreiben Sie anschließend oben in die linke Ecke dieses Papieres Ihre Karriere-Vision. Seien Sie bei der Formulierung präzise und geben Sie einen Zeitpunkt an, an dem Ihre Karriere-Vision eintreten soll.

 

Beispiel:

„Ich werde in drei Jahren die organisatorische Leitung der Weiterbildungsmaßnahmen innerhalb der Personalabteilung übernehmen.“

 

 

Schritt 2: Fragen Sie sich „Was müsste passieren…“

 

Diese Frage notieren Sie in die erste Spalte auf der linken Seite Ihres Blatt Papiers. Daneben in die zweite Spalte von links, schreiben Sie Ihre Antworten. Hinterfragen Sie diese erste Antwort erneut mit „Was müsste passieren…“. Wiederholen Sie diesen Vorgang so oft, bis Sie alle Schritte aufgelistet haben. Diese Antworten sind Ihre (Zwischen-)Ziele auf dem Weg zu Ihrer Vision. Beachten Sie dabei, dass Sie ganze Sätze formulieren und diese stets mit „Ich…“ beginnen.

 

Beispiel:

Die Karriere-Vision: „Ich werde in drei Jahren die organisatorische Leitung der Weiterbildungsmaßnahmen innerhalb der Personalabteilung übernehmen.“

Frage:

 Zwischen-Ziele

1. Aspekt: Was müsste passieren, damit sich der Wunsch organisatorisch erfüllt?

Ich stärke und entwickle meine organisatorischen   Fähigkeiten.

Was müsste passieren, damit dies eintritt?

 

Ich besuche Seminare zum Thema Organisation und Controlling im Personalwesen.

Was müsste passieren, damit dies eintritt?

Ich suche aktiv nach Seminarangeboten und nach entsprechenden Schulungen.

2. Aspekt: Was müsste passieren, damit sich die Funktion Leitung für mich erfüllt?

Ich bin qualifiziert und qualifiziere mich zusätzlich.

Was müsste passieren, damit dies eintritt?

 

Ich informiere mich über Trends in der Weiterbildung. Ich entwickle einen Plan, mit dem das Talent-Management im Unternehmen ausgebaut werden kann. Ich werde mehr und mehr Projekte übernehmen, die den organisatorischen Bereich abdecken.

 

 

Schritt 3: Legen Sie für Ihre Zwischen-Ziele die Zielkriterien fest

 

Das beste Ziel nützt wenig, wenn Sie nicht wissen, woran Sie erkennen, dass Sie es erreicht haben. Deshalb müssen Sie genaue Zielkriterien festlegen, mit dem Sie das Ergebnis bestimmen. Sei es, dass Sie eine Auszeichnung erhalten. Oder ein ganz bestimmtes Projekt leiten können. Oder dass sich Ihr Kundengebiet erweitert.

 

Prüfen Sie gleichzeitig, ob das Zwischen-Ziel und Ihre Zielkriterien auch realistisch sind, d.h. können Sie dies mit Ihren Fähigkeiten und Ihren Kompetenzen erreichen? Sollte Ihre Antwort Skepsis und Unsicherheit auslösen, gar mit einem deutlichen „Nein“ beantwortet werden, wenden Sie sich jetzt erst unserem Tool: 3 Tipps für Ihre Zielerreichung zu.

 

Beispiel:

Die Karriere-Vision: Ich werde in drei Jahren die organisatorische Leitung der Weiterbildungsmaßnahmen innerhalb der Personalabteilung übernehmen. 

Frage:

Zwischen-Ziele

Zielkriterium

1. Aspekt: Was müsste passieren, damit sich der Wunsch organisatorisch erfüllt?

Ich stärke und entwickle meine organisatorischen Fähigkeiten.

Ich plane jede Woche zwei Stunden ein, um mich mit den organisatorischen Abläufen vertraut zu machen, auch um diese zu optimieren.

Was müsste passieren, damit dies eintritt?

 

Ich besuche Seminare zum Thema Organisation und Controlling im Personalwesen.

Abhängig von dem Angebot sollten es zum jeweiligen Thema mindestens ein Seminar sein

Was müsste passieren, damit dies eintritt?

 

Ich suche aktiv nach Seminarangeboten und nach entsprechenden Schulungen.

Ich hole Angebote ein, werte diese aus und melde mich an. Zusätzlich kläre ich, ob die Kosten von der Firma übernommen werden.

2. Aspekt: Was müsste passieren, damit sich die Funktion Leitung für mich erfüllt?

Ich bin qualifiziert und qualifiziere mich zusätzlich.

 

Ich aktualisiere die Liste meiner Qualifikationen und stelle sicher, dass mein Vorgesetzter diese vorliegen hat.

Was müsste passieren, damit dies eintritt?

 

Ich informiere mich über Trends in der Weiterbildung. Ich erstelle einen Plan, mit dem das Talent-Management im Unternehmen ausgebaut werden kann. Ich werde mehr und mehr Projekte übernehmen, die den organisatorischen Bereich abdecken.

Ich abonniere entsprechende Fachmagazine und recherchiere im Internet. Ich informiere mich über Messen und Kongresse zum Thema Zukunft/Personal, die ich dann soweit es mir zeitlich möglich ist, besuchen werde.

Ich werde mit meinem Vorgesetzten besprechen, welche Projekte ich konkret leiten kann.

 

 

Schritt 4: Fixieren Sie den Zeitrahmen

 

Vermerken Sie zum Schluss, in welchem Zeitraum Sie das einzelne Zwischen-Ziel realisieren möchten. Notieren Sie dies in der letzten Spalte – also ganz rechts.

 

Sie haben sich jetzt einen Wegweiser für Ihre Vision erarbeitet, mit der Sie Ihrer Karriereplanung einen großen Schritt nähergekommen sind. Heften Sie diesen Wegweiser am besten in Ihr Zeitmanagementsystem, damit Sie mühelos weitere Schritte und Aufgaben für den Monat, die Woche und den Tag aus diesem Wegweiser ableiten können.

 

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