Produktivität: Warum antreibende Formulierungen bei Zeitdruck kontraproduktiv sind

16. Dezember 2010

 

Verwenden Sie häufig Wörter wie eilig, schnell, Tempo, Tempo oder Redewendungen wie Dies wird knapp, Es muss gleich erledigt werden? Wundern Sie sich dann bitte nicht, wenn Sie sich verstärkt unter Zeitdruck befinden. Denn Ihre Wortwahl beeinflusst Ihre Gefühle und Ihre Wahrnehmung auf die Dinge. Deshalb sollten Sie Ihre Aussagen systematisch entschleunigen. Es lohnt sich: Sie werden trotz großer Belastung entspannter mit Ihrem Arbeitspensum umgehen können. Und einen neuen Zugang zur Ihrer Zeit finden.

 

Typische Redewendungen, die Sie zeitlich antreiben

  1. Lesen Sie in Ruhe die folgenden Formulierungen durch.
  2. Markieren Sie die, die Sie selbst auch äußern.
  3. Überlegen Sie, wie oft Sie solche Aussagen verwenden und wann.

„Kurz noch…“

„Erledigen Sie dies bitte gleich“

„Kontrollieren Sie bitte schnell die Daten“

„Schau schnell mal drüber“

„Das eilt sehr“

„Dies ist von großer Dringlichkeit“

„Dieser Bericht muss gleich noch raus“

„Ich brauche sofort eine Entscheidung“

„Dies wird äußerst knapp…“

„Bitte keine Einzelheiten/Details/Telefonate/Fragen…“

„Fassen Sie sich bitte kurz“

„Heute wird es wieder später“

„Ich bin in einem Meeting“

„Sprechen wir ein andermal darüber“

„Dafür ist (jetzt) keine Zeit“

„Ich bin auf dem Sprung“

„Dies passt mir jetzt gar nicht“

 

Steuern Sie gezielt dagegen – Entschleunigen Sie Ihre Wortwahl

Sicher wird es Situationen geben, in denen eine Aufgabe dringend ist und sofort erledigt werden sollte. Verwenden Sie jedoch viel zu häufig solche Aussagen, treiben Sie sich und Ihre Mitarbeiter unnütz an. Sie kreieren ein Gefühl der Zeitnot. Und dies erzeugt unweigerlich Druck. Deshalb

  • reduzieren Sie solche Redewendungen auf ein gesundes, realistisches Maß.
  • überlegen Sie sich alternative Aussagen wie „Ich benötige den Bericht in 20 Minuten“ oder „Lassen Sie uns darüber in Ruhe nach der Mittagspause sprechen“ oder „Erledigen Sie dies bitte in den nächsten 10 Minuten – es hat oberste Priorität.“
  • entspannen Sie Ihre non-verbalen Signale. Sprechen Sie in einem ruhigen Tonfall. Atmen Sie bewusst langsam aus und ein. So übertragen Sie keine Hektik auf Ihre Umgebung.  






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