Prioritäten richtig setzen

7. April 2010

 

 

Die täglichen Anforderungen verlangen klare Anweisungen. Nicht allein von Ihrem Vorgesetzten und Ihren Kollegen, sondern gerade auch von Ihnen persönlich.

Doch in dem Trubel geht diese oftmals sehr schnell verloren. Gleichzeitig sorgen die vielen verschiedenen Aufgaben(-Ziele) für Verwirrung.

Denn nicht immer sind die aufeinander abgestimmt. Ganz im Gegenteil. Sie widersprechen sich und fordern gar konträre Handlungen und Haltungen.

 

Frust und Demotivation sind die Folge. Auch fühlen Sie sich zerrissen und in manchen Augenblicken ohne Konzept.

Warten Sie jetzt nicht länger darauf, dass sich etwas im Äußeren, sprich bei Ihrem Vorgesetzten oder Ihren Kollegen, ändert. Werden Sie selbst aktiv.

Nehmen Sie das Zepter in die Hand.

 

 

So setzen Sie ab heute Ihre Prioritäten richtig: 4 Schritte

 

Schritt 1: Bestandsaufnahme

Machen Sie eine schonungslose Bestandsaufnahme Ihrer Zeit

 

Sie haben täglich stets 24 Stunden zu Ihrer Verfügung. Eine natürliche Begrenzung, die Ihnen einen ersten Orientierungswert für Ihre Prioritätenfestlegung gibt. Beleuchten Sie einmal folgende Fragen:

  • Für wie viel Zeit - also Arbeitsstunden - werden Sie auf Ihrer Arbeitsstelle bezahlt?
  • Wie viel Zeit können Sie zusätzlich für Ihre Arbeit investieren, ohne Ihre notwendigen Ruhe- und Regenationsphasen zu opfern?
  • Welche Aufgaben liegen bereits zur Bearbeitung in Ihren Händen?
  • Was würde geschehen, wenn Sie hier die von Ihnen festgelegte Prioritätensetzung aufheben würden?
  • Wie wirkt sich dies auf Ihre Zeit und damit Ihr Wohlbefinden aus?

 

Bedenken Sie, Sie können nur wirklich gute Arbeit leisten, wenn Sie sich in Ihrem inneren Gleichgewicht  befinden.

Und dazu gehört auch eine vernünftige Zeiteinteilung. Dieses Gleichgewicht zu erhalten und zu pflegen ist eine Ihrer Prioritäten.

 

Überlegen Sie sich bei einem Mehr an Aufgaben und einer damit verbundenen Prioritätenverschiebung:

  • Delegieren: An wen kann diese Aufgabe übertragen werden?
  • Zusammenarbeit: Mit wem im Team, in der Abteilung oder abteilungsübergreifend kann diese Aufgabe bewältigt werden?
  • Klärungsgespräch: Bitten Sie Ihren Vorgesetzten um eindeutige Klärung der augenblicklichen Prioritäten. Legen Sie Ihren eigenen Zeitplan und Aufgabenaufteilung dabei vor. Bitten Sie um Unterstützung oder um Vertagung anderer Aufgaben.

 

Notieren Sie jetzt Ihre Erkenntnisse und Zeit-Prioritäten.

 

Meine Zeit-Prioritäten lauten: ________________________________________________

__________________________________________________________________________

 

Schritt 2: Loyal sein 

Seien Sie sich selbst treu: Ihre Wünsche und Bedürfnisse

Sie haben Ziele, Wünsche und Bedürfnisse. Diese beeinflussen eindeutig Ihre Prioritätensetzung.

Beantworten Sie einmal folgende Fragen:

  • Wie sehen Ihre persönlichen Ziele für die Bereiche Beruf/Karriere, Freunde/Familie, Freizeit/Hobbies, Soziales aus?
  • Welche Zeit haben Sie im Augenblick für die einzelnen Bereiche reserviert? Erhält ein Bereich besonders viel Aufmerksamkeit? Kommen andere zu kurz? Klafft hier eine Kluft zwischen Prioritäten-Ist-Zustand und Prioritäten-Sollzustand?
  • Welche Zeit und Aufmerksamkeit müssten einzelne Bereiche erhalten, um Ihren Zielen und Bedürfnissen zu entsprechen?

 

Nehmen Sie sich selbst wichtig und ernst: Das ist eine weitere wichtige Priorität.

Notieren Sie jetzt Ihre Erkenntnisse und Änderungsideen für die Loyal-zu-sich-Selbst-Priorität.

 

Meine Loyal-zu-sich-Selbst-Prioritäten lauten:______________________________________________

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Schritt 3: Eigene Vorstellungen 

Beachten Sie Ihre ethischen und visionären Vorstellungen

 

Als soziales Wesen, das in Interaktion mit anderen steht (am Arbeitsplatz und Zuhause), werden Sie auch Prioritäten übernehmen, die andere für Sie festgelegt haben. In etlichen Fällen wird dies unumgänglich sein.

Es gilt sich anzupassen und damit auch eigene Prioritäten abzuwandeln.

Dennoch lohnt es sich, dass Sie einmal gesetzte Prioritäten für sich überprüfen:

  • Welche Prioritäten setzt das Unternehmen beispielsweise beim Verkauf, Umweltschutz etc.? Decken sich diese mit Ihren Prioritäten?
  • Können Sie die Prioritäten des Teams bzw. der Abteilung unterstützen?
  • Deckt sich der soziale Umgang am Arbeitsplatz mit Ihren Prioritäten?
  • Werden Visionen angestrebt, die den Ihren entsprechen?
  • Welche Unterschiede entdecken Sie? Wie hat sich dies auf Ihre Person, Ihr Wohlbefinden und Ihre Prioritäten ausgewirkt?
  • Was können Sie hier ändern? Worauf können Sie Einfluss nehmen?

 

Unterschätzen Sie diese übergeordneten Prioritäten nicht. Diese bestimmen maßgeblich mit, ob Sie sich integer fühlen und so auch mit Freude morgens in den Spiegel schauen können.

Notieren Sie jetzt Ihre Erkenntnisse und Änderungsideen zu den Ethik-Vision-Prioritäten.

 

Meine Ethik-Vision-Prioritäten lauten: ___________________________________________________

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Schritt 4: Wägen Sie ab 

Sie kennen jetzt Ihre Prioritäten. Manche davon sind unumstößlich. Notieren Sie diese am besten auf eine Karteikarte, die Sie in Ihren Terminkalender legen.

So sind diese in „Krisen-Prioritäten-Zeiten" sofort abrufbar.

 

Andere gesetzten Prioritäten werden vielleicht in bestimmten Situationen modifiziert werden können.

Dafür wägen Sie zukünftig die neue, auf Sie eintreffende Priorität gegen die bestehende ab.

 

 

 

Mentale Übung: Waagschale

Stellen Sie sich dafür bildlich eine Waagschale vor. Auf die eine Waagschale kommt die neue Priorität, auf die andere die bestehende Priorität.

Wie schlägt das Pendel aus? Gibt es Möglichkeiten das Pendel zu Gunsten einer Seite stärker zu beeinflussen? Was müssten Sie dafür tun?

Was müssten Sie aufgeben? Was annehmen? Wie fühlen Sie sich dabei? Wie werden Sie nun Ihre Priorität neu setzen?

 

 

Lesen Sie hier, wie Sie richtig Nein sagen.

 



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