Aufschieberitis bekämpfen: 3 Tipps fürs Aktiv werden

2. September 2018

Morgen, morgen nur nicht heute: Schluss mit Aufschieberitis

Für heute hatte sich der Verkäufer einen wichtigen Telefontermin notiert. Er wollte den Kunden, mit dem er vor zwei Tagen ein ausführliches Kundengespräch geführt hatte, anrufen, um sich den Vertragsabschluss zu sichern. Doch kaum hob er den Telefonhörer ab, hatte er Bedenken „Vielleicht nerve ich den Kunden nur, wenn ich schon so früh nachfasse. Besser ich warte noch ein oder zwei Tage.“ Und schwupp hatte die Aufschieberitis-Falle zugeschnappt.

 

Vertraut sind wir alle damit. Täglich wird jeder Einzelne von uns Dinge aufschieben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mal fehlt die Zeit. Mal fehlt die Motivation. Mal kommt etwas Wichtigeres dazwischen. Mal ist die Aufgabe einfach viel zu langweilig. Wie immer Ihr Grund aussehen mag, eins ist gewiss: Ihre Aufschieberitis hindert Sie am Tätigwerden. Dabei ist es oftmals leichter als Sie denken, aktiv zu werden und zu bleiben.

 

Selbsttest zum Download

Was meinen Sie? Ist Aufschieberitis für Sie ein ernst zunehmendes Problem? Dann machen Sie doch einmal unseren Selbsttest!


Selbsttest: Leiden Sie unter Aufschieberitis?

 

3 Tipps gegen das Aufschieben von Aufgaben

 

Aufschieberitis dauerhaft kurieren: 3 Tipps – und Sie bleiben am Ball

Tipp 1: Tun Sie etwas

Legen Sie die Aufgabe nicht zur Seite. Nein, befassen Sie sich mit ihr. Und sei es nur, dass Sie beispielsweise Ihre Befürchtung „den Kunden zu nerven“ hinterfragen und mit dieser arbeiten. Notieren Sie sich dafür entsprechende Antworten wie „Herr Kunde, es tut mir Leid, dass ich gerade zu einer für Sie ungünstigen Zeit anrufe. Wann passt es Ihnen zeitlich besser, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen?

 

Unterbrechen Sie dadurch den Impuls, Dinge aufzuschieben. Für diese Unterbrechung genügt es, eine Kleinigkeit zu tun. Sie könnten die Unterlagen sortieren. Sie könnten die Aufgabe in Teilschritte auf splitten, damit sie diese Teilschritte besser in Ihr Zeitmanagement integrieren können. Wie immer Ihre Unterbrechung aussehen mag, arbeiten Sie etwas an der jeweiligen Aufgabe. Tun Sie etwas!



  

Tipp 2: Hinderliche Glaubenssätze entlarven

So mancher Impuls, der die Aufschieberitis auslöst, wird durch einen negativen Glaubenssatz ausgelöst. Vielleicht agiert der Antreiber „Sei lieb und brav“ sehr stark, so dass der Verkäufer unsicher wird, wenn er beim Kunden nachfasst.

 

Prüfen Sie, welche Gedanken Ihnen bei der jeweiligen Aufgabe durch den Kopf gingen. Machen Sie sich negative und blockierende Glaubenssätze bewusst. Überlegen Sie, wie Sie diese auflösen können, um handlungsfähig zu bleiben.

 

Tipp 3: Jedes Tun würdigen – egal, wie minimal es auch sein mag

Rücken Sie Ihr Selbstbild zurecht. Denn wer unter Aufschieberitis leidet, wird sich oft genug dafür innerlich kritisieren. Nehmen Sie sich stattdessen als aktiven, lösungsorientierten und handelnden Menschen wahr. Lenken Sie gezielt Ihren Fokus auf Ihr Tun. Registrieren Sie deshalb unbedingt Ihre kleinen Schritte, gerade auch bei Aufgaben, die Sie zum aufschieben verleiten. Denn um aktiv zu bleiben, sollten Sie erkennen, wie aktiv Sie bereits sind.

Prüfen Sie mit dem Selbsttest, ob Sie unter Aufschieberitis leiden. In der Auswertung erfahren Sie, wie Sie aktiv das Aufschieben verringern können. mehr
Müssen Sie sich auch häufig den Vorwurf gefallen lassen, alles auf den letzten Drücker zu erledigen, ein lebendiges Beispiel für Aufschieberitis zu sein? Kein Problem! Dann argumentieren Sie doch mal mit den Vorteilen dieses Verhaltens! Andrea Joost... mehr
Sich selbstständig zu machen ist meist verbunden mit einer hohen Selbstmotivation. Treten jedoch Probleme auf, kann diese schnell abrutschen. 3 Tipps verraten Ihnen, wie Sie Ihre Motivation dann wieder ankurbeln. mehr
Als Aufschieber wird zwar niemand geboren. Trotzdem kennt sie jeder, die sogenannte Aufschieberitis. Die klassischen Ausreden, eine Aufgabe nicht sofort zu erledigen, sondern getrost auf den nächsten Tag zu verschieben, hat jeder im Repertoire. So... mehr
Fällt es Ihnen schwer, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sollten Sie zwei Dinge prüfen: 1. Haben Sie sich wirklich verpflichtet? und 2. Ist das Ziel für Sie noch relevant? mehr