Was tun gegen Nackenschmerzen?

10. April 2018

Über Schlafposition und Schulterkreisen

In der Fachmedizin werden sie auch HWS-Syndrom (HWS = Halswirbelsäule), oder Zervikal-Syndrom (von lat. cervix, dt. ‚Hals‘) genannt. Die Nackenschmerzen sind ein überaus verbreitetes Phänomen und haben die verschiedensten Ursachen. Von falscher Haltung bis Depression wirkt sich viel auf die Körperpartie zwischen Hinterkopf und Schultern aus.

 

Wir stellen Ihnen vor, welche Ursachen und Erscheinungen mit Nackenschmerzen zusammenhängen, was die persönliche Schlafposition damit zu tun hat und welche Übungen dagegen helfen können.

 

Nackenschmerzen - das muss nicht sein 

Ursachen für Nackenschmerzen

Nackenschmerzen können in diversen Bereichen ihren Ursprung haben. Man kann die Muskeln dort durch falsche Bewegung und Haltung aktiv, aber unbewusst beleidigen. Durch Fehlstellungen des Körpers, etwa an den Füßen, der Hüfte oder der Wirbelsäule (bei Skoliose), setzt sich die ungleichmäßige Belastung bis in den Nacken und Kopf fort. Bereits das falsche Schuhwerk kann ausschlaggebend sein. Werden einzelne Wirbelgruppen dauerhaft einer falschen Belastung ausgesetzt, kann sogar ein Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich die Folge sein.

 

Auch psychische Ungereimtheiten und Stress haben einen Einfluss auf den Nacken. Das hängt damit zusammen, dass wir je nach Wohlbefinden unsere Haltung ändern. Dieses steht wiederum in direkter Verbindung zu der allgemeinen Körperhaltung, was sich oftmals stark in Nackenschmerzen manifestiert.

 

Einige der Ursachen für Nackenschmerzen in der Kurzzusammenfassung:

  • Ungünstige Haltung
  • Nackenstrapazierende Bewegung und Sport
  • Dadurch entstehende Verspannungen und Zerrungen
  • Fehlstellungen der Füße, Hüfte, Wirbelsäule
  • Übergewicht
  • Gestresste Tagesabläufe, Unruhe
  • Psychische Beeinträchtigungen


     

Was Nackenschmerzen mit der Schlafposition zu tun haben

Wenn sich der Schlaf auf den Nacken auswirkt, hat das damit zu tun, dass der Körper nachts vergleichsweise lange in einer Position verharrt: Je länger, desto intensiver ist der Einfluss auf die Körperteile. Da der Nacken nun ein überaus bewegliches und im Vergleich recht fragiles Körperteil ist, macht sich die ungünstige Liegeposition recht schnell bemerkbar.

 

Je nachdem, in welcher Position man schläft, wird der Nacken tendenziell eher in die eine oder die andere Richtung überspannt. Bei Rückenschläfern nach oben oder unten (oder er wird zur Seite hin verdreht), bei Seitenschläfern überstreckt der Nacken nach links oder rechts und bei Bauchschläfern wird er ebenso jeweils nach links oder rechts überdreht.

 

Um dem vorzubeugen, braucht es ein für die jeweilige Schlafposition passendes Kopfkissen, wobei gleich vorweggeschickt werden kann, dass es sich beim handelsüblichen 80 cm x 80 cm Kopfkissen nicht um die ideale Variante handelt. Ein solches bettet nämlich die Schulterpartie und den Hinterkopf auf derselben Höhe, ohne für den Nacken eine Stütze zu bieten.

 

Übungen fürs Büro bei Nackenschmerzen

Wo die Nackenschmerzen entstehen, können sie auch gelindert werden. Die falsche Haltung am Schreibtisch strahlt auf den Nacken aus und kann durch recht unaufwändige Übungen ausgeglichen werden.

 

Hier finden Sie Übungen gegen Nackenschmerzen. Die in diesem Artikel ausgeführten Anwendungen dienen der Lockerung der Nackenmuskeln und der Rücken- und Nackendehnung. Achten Sie dabei besonders darauf, dass Sie die zu lockernden und dehnenden Partien bei der Durchführung nicht verkrampfen.

 

Für einen nackenfreundlichen Alltag

Wenn Sie die nackenentspannenden und -stärkenden Praktiken aus dem Büro in den Alltag tragen möchten, können die vorhin erläuterten, einfach gestalteten Übungen noch um generelle Verhaltensweisen, komplexere Übungen und gezieltes Training erweitert werden.

 

Das Um und Auf für einen gesunden Nacken ist die lockere, gestärkte Muskulatur. Diese wird einerseits durch nackenstärkenden Sport, wie etwa Schwimmen, erreicht. Lockerung und Entspannung andererseits erlangt man durch generelle Stressreduktion und aktive, entspannende Übungen, wie Yoga, Meditation, oder autogenes Training.

 

Fazit

Wie so oft kommt es auch bei den Nackenschmerzen auf die Ursache der Beschwerden an. Wenn Sie sich den Nacken etwa beim Sport ‚verrissen‘ haben und sonst einen ausgeglichen, gesunden Lebensstil pflegen, sollte es eigentlich reichen, einige ausgleichenden Übungen in den Alltag zu integrieren, um die akuten Nackenschmerzen zu beseitigen.

 

Schaden kann es auf jeden Fall nicht, auf einen entspannteren Tagesablauf und eine gerade, lockere Haltung zu achten. Sollten Sie trotz aller Bemühungen doch mal unter dem HWS-Syndrom leiden, schaffen o.g. Übungen und Tipps eine erste Abhilfe.

 

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